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Faustcoven # The Halo Of Burning Wings

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Die Band, die diesmal mit der Auszeichnung f√ľr das 'Album der Version' geehrt wird, hei√üt Faustcoven, kommt aus Norwegen und spielt Black Metal mit starkem Doom-Einfluss. Damit steht sie gewisserma√üen in der Tradition von Bands wie Carpathian Full Moon oder Abysmal, legt allerdings weniger Wert auf Harmonie und Eing√§ngigkeit, daf√ľr um so mehr auf eine m√∂glichst boshafte Erscheinung und Atmosph√§re.
'Under the Pagan Hammer' lie√ü mich zun√§chst noch ein bi√üchen an Khold denken, gerade auch wegen des √§hnlichen Gitarrensounds. 'Red Moon - Black Magic' macht aber mit tonnenschweren Riff-Walzen und d√§monisch geiferndem, tief verzerrtem Gesang klar, dass man weit entfernt ist von den Moonfog-Clowns aus Oslo. Neben sehr schweren, hinterh√§ltigen Doom-Brechern wird mit Songs wie 'Black Riders' oder 'Castle of the Tyrant' auch die ganz alte norwegische Schule bedient, dezente Keyboard-Ch√∂re und wirre, obskure Gitarrensolos √† la Black Sabbath w√ľrzen das ganze noch mit einer zus√§tzlichen Prise Originalit√§t. 'The Halo of Burning Wings' ist in der Tat ein kleines Wunder: Musik, wie sie seit √ľber einer Dekade von niemandem mehr gespielt wurde, eigentlich viel zu primitiv und urt√ľmlich, um in ein so modernes Computer-Artwork gezw√§ngt zu werden. Dort, wo Bands wie Ancient oder Emperor anfingen, sich neuen, modernen Einfl√ľssen zu √∂ffnen, setzen Faustcoven an und kehren zur√ľck zu den Urspr√ľngen, zum urigen, rohen Poltersound von 'Wrath of the Tyrant' und 'Svartalvheim'. Dabei kommen sie ohne √ľberfl√ľssige Hochgeschwindigkeits-Eskapaden aus, w√§hlen lieber eine schleichende, qualvoll langsame, dahinkriechende Todesart. Den Stil der Band k√∂nnte man als eine Mischung aus einer gro√üen Portion Darkthrone, alten Bathory und Cathedral beschreiben. Doom also nicht im Sinne von Theatre-Of-Tragedy-Gothic-Ges√ľlz. Mit den drei im Booklett abgedruckten Texten w√§re sicherlich kein Literaturnobelpreis zu gewinnen, aber sie verleihen dem ganzen zus√§tzlich noch eine boshaftere, Horror-m√§√üige Aura - und tats√§chlich sind sie, wie nachzulesen ist, von Gruselschinken wie 'The Torture Chamber of Baron Blood' oder 'Wicker Man' inspiriert.
Wem also 1349 zu hektisch und Tsjuder zu stupide sind, der greife zu Faustcoven. Damit sollte er sich aber etwas beeilen, denn die CD ist auf 666 St√ľck limitiert; eine Nachpressung d√ľrfte etwas auf sich warten lassen, da das Label Barbarian Wrath inzwischen nicht mehr existiert.

Herjulf am 07.04.2005




Spielzeit

44:10 min


Erscheinungsjahr

2003


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