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Von Schemeln und Zugbildern

Hell over Krefeld II

Kadathorn, Midwinter, Doomstone, Grind Inc, Geist, Paimon, Doomstone, Ravage, Goat of Mendes, Aeba, Legacy of Darkness, GrabnebelfĂŒrsten, Fallen Yggdrasil, In Disgrace

Ort: Krefeld / Schymy's Pub
Datum: 18.03.2005 bis 19.03.2005


Freitag, 18. MĂ€rz
Nachdem das zweite Hell Over Krefeld Festival wegen widriger UmstĂ€nde von November 2004 auf MĂ€rz 2005 verlegt werden mußte, war es dann am 18. und 19. soweit, daß es stattfinden konnte. FĂŒr angenehme 14 Euro im Vorverkauf fĂŒr beide Tage wurde das GefĂ€hrt mit Begleitpersonal (Thomas und seine angetraute Marion) vollgepackt und nach einem anstrengenden Arbeitstag fuhren wir so denn Krefeld entgegen.

Der gĂŒnstigen Lage von Schymy's Pub in einem Krefelder Bahnhof dankend kamen wir schnell und ohne Probleme an der LokalitĂ€t an und freuten uns ĂŒber die großzĂŒgigen Parkmöglichkeiten, die man ja bei manch anderem Veranstaltungsort vergeblich sucht. Also hinein ins GetĂŒmmel!
Zuerst mußte man durch den noch genutzten Bahnhofsbereich, in dem die ĂŒblich vorherrschenden GerĂŒche anzutreffen waren, bevor man dann in den Pub eintreten konnte. Selbiger war gemĂŒtlich eingerichtet und bot allerlei Wand- und Deckendekoration, die man anschauen konnte: viele Bilder und Poster von Bands, Tourplakate, signierte Platten, KISS-Köpfe, Galgen und andere kleine Dinge, die hier des Umfangs wegen unerwĂ€hnt bleiben. Jedenfalls sehr gemĂŒtlich und die GetrĂ€nkepreise waren auch niedrig. Laut Plan sollte es 19.00 Uhr starten, letztendlich ging es dann ca. 30 Minuten spĂ€ter los.

Vor den mittlerweile ungefÀhr 50 anwesenden GÀsten begannen Geist (ehemals Eismalsott) zu spielen. Anfangs schienen sie mir etwas uninspiriert zu sein und ich hatte auch zuerst Probleme, mich in die Musik hereinzufinden. Jedoch spÀter war ihre Mischung aus langsamen Black Metal (zum Teil recht doomig, was mir gut gefiel) mit Viking-Einlagen (nicht umsonst tourten sie mit Enslaved) durchaus sehr gut. In der 'Szene' hat die Band auch einen gewissen anfangenden Kultstatus. Die meisten Besucher konnten leider dennoch nicht allzuviel Enthusiasmus zeigen, einzig bei einem Carpathian Forest Coversong schwangen einige die Köpfe.
FĂŒr Endart, die sich kurz vor dem Festival irgendwie auflösten, haben sich statt dessen Paimon eingefunden. Die zweite Band am Abend spielten ein wenig ruhigeren Death Metal und nicht nur mich ĂŒberraschte die sehr tief gehende Stimme des SĂ€ngers. Da die Band im bisherigen Bestehen einige Stile durchgemacht hatte, waren somit auch Anleihen aus dem Black Metal und Pagan Bereich erkennbar.

Legacy of Darkness
Legacy of Darkness



Nun folgte, nicht wie angekĂŒndigt Ravage, sondern Doomstone aus Trier. Der Name lĂ€ĂŸt auf Doom Metal hoffen, gespielt wurde allerdings Thrash/Death Metal, was nicht so mein Gefilde ist und ich mir somit Kommentare erspar. Die Band zog es zudem lichttechnisch vor, sich nur von einigen blauen Strahlern und von unten angeleuchtet zu werden, wodurch es zur Strafe auch keine Bilder von ihr gibt. Mittlerweile dĂŒrfte die Saalmenge zwischen 100 und 150 Personen erreicht haben, was jedoch immer schwer abzuschĂ€tzen ist weil man nicht weiß wer noch draußen herumlungert und wie viele der Leute eigentlich zu einer Band gehören.

Als vierte Band folgte Kadathorn, die eigentlich als Headliner am Abend angesetzt waren. Ihre Mischung aus Black und Death Metal war sehr gitarrenlastig und durch meine Ohrstöpsel drang eigentlich nur noch ein Gitarrenrauschen, obwohl der Sound in Schymy's Pub im Wesentlichen gut war. Somit muß es also an der Band gelegen haben. Trotzdem hat Kadathorn ihren Sound ordentlich heruntergerotzt und der Basser hat ein ums andere Mal merkwĂŒrdigere Verrenkungen gemacht. Jetzt kenne ich zumindest einige weitere Varianten, wie man die Saiten zupfen kann...
Schon mit einer Stunde VerspĂ€tung betraten Midwinter zur Geisterstunde die BĂŒhne. Die mittlerweile schon dezimierte Anzahl von Fans wurde mit eingĂ€ngigem Black Metal unterhalten. Ich weiß nicht mehr ob es bei Midwinter war oder bei einer anderen Gruppe, jedenfalls fielen des öfteren Teile des Drumkits vom Podest wo es stand, da selbiges wohl zu glatt ausgelegt war. Wir sagten uns, daß wir wohl nicht mehr allzulange zugegen sein werden, da sich nach einem anstrengendem und frĂŒh begonnenem Arbeitstag und der immer weiter fortschreitenden Stunde das doch zunehmende Alter langsam bemerkbar machte. Also hieß es fĂŒr uns, noch in den Special Guest des Abends, Grind Inc. hinein zu hören.
Nomen est Omen mochte man denken, denn Grind Inc. spielten schnellen, derben und keifenden Grind Core im Eilzugtempo, neben dem Bands wie Cannibal Corpse wie ein Bummelzug daherkommt. Abwechselnd 'sangen' die zwei FrontmĂ€nner ins Mikro und man hatte mitunter Angst, daß ihnen der Kopf platzen könnte, solche Fratzen zogen sie.
Und wir zogen auch, jedoch von dannen. Nach einer halben Stunde Grind Inc. war es nunmehr schon 2.00 Uhr und die Band spielte immer noch. Danach sollten noch Ravage folgen, aber Thomas meinte da wĂŒrde man respektive wir nichts verpassen. Also ab ins den Wagen und heimwĂ€rts!



Samstag, 19. MĂ€rz
Am zweiten Tag des Festivals fuhren wir mit Thomas' rosa/pinken/magentaen Rennflitzer zum Festival. Wohlweislich kamen wir eine halbe Stunde nach offiziellem Konzertbeginn, mussten dann aber trotzdem noch 15 Minuten warten, bis die erste Band am Abend zu spielen begann.
Dies waren In Disgrace, welche fĂŒr die zuvor abgesagten Nebular Moon (jaja, die Grippe hatte Deutschland gut im Griff) einsprangen. Dies hat mich ein wenig betrĂŒbt, denn Nebular Moon sind eine tolle Band und ich hĂ€tte sie gerne noch einmal Live gesehen. Zu In Disgrace kann ich nicht mehr viel sagen, wahrscheinlich war ihre Mischung aus Death und Black Metal ohne Akzente, die sie aus der Masse hervorheben könnten.

Alsdann folgten die GrabnebelfĂŒrsten und es wurde zusehends schwerer Fotos zu machen, denn der SĂ€nger 'Sturm Deiner Winter', diesmal ohne Kopftuch, wirbelte wie immer ĂŒber die BĂŒhne: von links nach rechts und zurĂŒck, Kopf runter und hoch, Körper am Boden und in der Luft. Dies ermutigte auch einige der Zuschauer, meiner Meinung nach zahlenmĂ€ĂŸig weniger als am Freitag, aber so an die einhundert im gesamten Bereich, den Kopf zu schĂŒtteln. Die schwierige Umsetzung der komplexen StĂŒcke auf der BĂŒhne gelang ein ums andere Mal und wurde am Ende von Zugabe-Rufen honoriert.
Fallen Yggdrasil, oder 'Die Yggis', wie sie sich selbst auch nennen, betraten gegen 22.00 Uhr die BĂŒhne. Ich und auch andere fanden, dass die Band mit ihrem druckvollem Spiel und den schwungvollen MusikstĂŒcken ordentlich rockten und den Fuß oder Kopf zum Wippen brachte. Dennoch war die Menge, wie eigentlich beim gesamten Festival recht lethargisch, woran dann auch die Band nichts Ă€ndern konnte.
Mit Legacy of Darkness kam dann Zorn/Marc auf die BĂŒhne, der der Veranstalter des Festivals war. Nach Bedanken beim Publikum, fein rausgeputzt in schwarz/weißer Kriegsbemalung, ging es dann los mit astreinem und schnellem Black Metal. HĂ€tte man mir nicht gesagt dass es Marc war, ich hĂ€tte ihn nicht erkannt. In 'normal' sieht er doch so nett aus. Na jedenfalls wurde es nun musikalisch etwas hĂ€rter, was auch einige der ĂŒberwiegend Black Metal Fans begeisterte.

Die vorletzte Band des Abends war Aeba, die ich schon eine Weile kannte und somit gespannt auf ihren Auftritt war. Neben Legacy of Darkness war es ĂŒbrigens die einzige Gruppe die sich geschminkt hatte. Leider gestaltete sich der Auftritt der Band zu einem Fiasko, was jedoch weder musikalisch noch von der Band verschuldet war, sondern es lagen Probleme mit der Technik vor. SĂ€nger Isegrim hörte zum Teil nur seine Gitarre in den Monitorboxen und kein anderes Instrument, sein Mikro setzte aus und war im Saal nicht mehr zu vernehmen und auch die Gitarren der anderen Mitglieder hatten Aussetzer. Vielleicht fiel auch wieder mal ein Teil des Schlagzeugs runter, ich habe dann aufgehört zu zĂ€hlen. Jedenfalls war der SĂ€nger verstĂ€ndlicherweise erzĂŒrnt und ob des miserablen Sounds verzichtete die Band auch auf die letzten Songs ihrer Setlist. Trotzdem konnte ich einige alte Klassiker erkennen und ein paar treue Fans waren auch an vorderster Front aktiv.

Der Headliner des ausklingenden Festivals war Goat of Mendes. Nachdem Schymy, der Pubbetreiber und normal großer Mensch der jede Band ankĂŒndigte, einige Probleme mit der Mikrofonhöhe hatte, betrat der eigentliche Besitzer des selbst angefertigten, mit Holz und SchĂ€del verzierten Mikrofons die BĂŒhne. FĂŒr ihn waren die zwei Meter keine Schwierigkeit, ist er doch eine wandelnde Schrankwand mit der man besser keinen Ärger anfĂ€ngt. Mit ihrer Mischung aus schnellen Songs und langsameren StĂŒcken schaffte es die Band einen wĂŒrdigen Ausklang des Festivals zu schaffen. So konnten wir dann beruhigt 2.25 Uhr den Heimweg antreten.


Was bleibt nun als Gesamteindruck ĂŒbrig? Die Örtlichkeit ist gut gewĂ€hlt, ParkplĂ€tze sind vorhanden und die Preise sind niedrig. Zu Ohren kam mir, dass es nur eine Toilette geben soll, wo sich dann (Frauen-) Schlangen bildeten. Der Sound, wenn er denn ging, war gut und man konnte die Instrumente auch alle erkennen. Die Bandauswahl war auch OK, wobei der zweite Tag etwas homogener erschien, da der Stil nicht so oft gewechselt wurde. Was mich und auch andere störte war die penetrant laute Musik in den Umbaupausen, so dass man sich nicht unterhalten konnte und entweder ins Freie flĂŒchten musste oder den Gehörschutz nicht entfernen konnte. Dies und vielleicht wie immer eine besser LĂŒftung (der Nichtraucher zuliebe) eventuell beim nĂ€chsten Mal in Bedacht ziehen. Zudem wurde es immer recht spĂ€t mit der letzten Band, so daß diese und ein bis zwei davor nur noch vor einer Handvoll Leuten spielen konnte. Hier eventuell auch eine Band weniger oder frĂŒher anfangen.
Ich werde jedenfalls wieder erscheinen, denn alles in allem war es ein spitzen Festival!

Wehrmut am 05.06.2005




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