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Wer hat Angst vor sechzehn Mann

Haggard Konzert

Haggard, Tristania, Solefald, Elys├Žon

Ort: Fraureuth / Ratskeller
Datum: 10.10.1998


Am 11. Oktober kamen wir ├╝ber mehrere verschlafene Erzgebirgsvorlandd├Ârfer und etliche Umleitungen wieder nach Chemnitz zur├╝ck und fanden uns urpl├Âtzlich in einem Fast-Food-Restaurant einer bekannten Imbi├čkette wieder, f├╝r die wir aber hier keine McWerbung machen wollen. Und das kam so:
Nachdem wir schon durch den Besuch eines Konzerts der apokalyptischen Reiter der deutschen Metal-Szene auf die Spr├╝nge geholfen hatten, konnten wir am 10. Oktober erneut der Teutonen-Kultur den R├╝cken st├Ąrken. Haggard hatten nach Fraureuth geladen und wollten auch gleich noch Elys├Žon, Solefald und Tristania mitbringen. Da lie├čen wir (Erichundnocheiner) uns nat├╝rlich nicht lumpen und fuhren einfach mal im Preussenporsche drauflos. In unserer zweiten Heimatstadt angekommen, folgten wir nur noch dem Nikotin-, Harn- und Biergeruch und...schwupps...schon waren wir mitten im Ratskeller von Fraureuth, in dem - wie ├╝blich - die erste Band, Elys├Žon, schon mit spielen begonnen hatte. Dargeboten wurde halbwegs modern-melodischer Death-Metal im Stil von den alten (aber wirklich den ganz alten) Pyogenesis und Crematory. Von den ├╝blichen Problemen einer Vorgruppe behaftet - niedriger Alkohol- und Nikotingehalt im Blut der Fans, fehlendes Publikum, Soundm├Ąngel etc. - konnte Elys├Žon trotz der recht guten Darbietung gerade mal zum Schunkeln animieren, was auch daran gelegen haben k├Ânnte, da├č das Keyboard wieder mal nicht richtig zur Geltung kam.

Solefald mit mit Neo-Corpsepaint
Solefald mit mit Neo-Corpsepaint



Dies war ├╝brigens auch das Problem bei den justament dannach aufspielenden Solefald, die aber trotzdem zahlreiche Sympathien einheimsen konnten. Dies lag vor allem am ungew├Âhnlichem Outfit der Norweger und nat├╝rlich an der Musik: abgedreht-rasender Black Metal mit psychedelisch-romantischen Einsch├╝ben. Nach anf├Ąnglichen Irritationen durch das Aussehen von Cornelius, das diesmal wieder fotodokumentarisch festgehalten wurde, dem einen Teil des eigentlichen Duos, welches eher einem Clown glich, als die normtypischen Black-Metal-Klischees zu erf├╝llen. Aber Solefald sind ja ohnehin nur schwer in ein Genre einzuordnen. Mit teilweise recht skurilen Tourmitgliedern ausgestattet - z.B. einem Wurzelzwerg, der sich anfangs in spastischer Lethargie zum Rhythmus bewegte und sp├Ąter aber (Achtung Poesie!) wie ein Grashalm in den Melodieb├Âgen des Windes aus Harmonie und Kraft wogte - konnte Solefald bald die Menge f├╝r sich gewinnen. Nach gut 45 Minuten totaler Bessenheit von der Band erholte sich das Publikum, bis die norwegische Gruppe Tristania die B├╝hne betrat und ihren Singsang darbot.

Tristania l├Ą├čt sich am ehesten mit Gruppen wie Theatre Of Tragedy oder Empyrium vergleichen, wenngleich sie doch einen Akkord h├Ąrter sind. Mit den obligatorischen Mitteln ausgestattet (Black-/Deathm├Ąnnerstimme, Sopranweibchen, Keyboard...) konnte die Band bald die zu Hauf erschienenen weiblichen Anh├Ąnger erfreuen und mit ihrer Mischung von harten Riffs, lieblichen Gesang und erotisch-epiletischen Zuckungen der S├Ąngerin die Menge im Zaum halten, bis der langerwartete Hauptact des Abends erschien.

Es war schon ein Vergn├╝gen mit anzusehen zu d├╝rfen, wie die ca. 16 Musiker von Haggard so einigerma├čen auf die B├╝hne gepferscht wurden und alsbald anfingen. Die Gruppe, bestehend aus Schlagzeuger, Keyboarder, Gitarristen, Cellistin, Violonistin, Fl├Âten-, Klarinetten-, Trommel- und diverse andere Instrumentenspieler sowie einem Chor, kann mit einer Mixtur aus Metal und Klassik brillieren, die bis dato noch keine andere Band erreicht hat. Die deutschen brachten St├╝cke der aktuellen Platte, gepaart mit einem Feuerspucker und 'Geschichtenerz├Ąhler'. Jedes Mitglied der Gruppe wurde freundlichst von einem 'leicht erheiterten' Fan gebeten, da├č Bier mit ihm zu teilen, worauf jedoch keiner einging, au├čer dem Klarinettisten, der aber den Becher dann leer vorfand, als er seinen Anteil abholen wollte. Die Menge war so begeistert, da├č die Zugabe am Ende des eigentlichen Auftrittes mit einem 'Alles nocheinmal!'-Zuruf begann und so fast das gesamte Programm von Haggard wiederholt wurde, wobei allerdings die Chormitglieder im Laufe des Auftrittes arg mit ihrer Stimme zu k├Ąmpfen hatten, so da├č mit R├╝cksicht auf die sp├Ątere Verbalexistenz das Konzert dann gegen ein Uhr sein Ende fand und wir nach einigen Snacks davonbrausten.

Wehrmut am 05.06.2005




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