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Gnadenlose Schlacht zwischen Todesblei und Schwarzmetall

No Mercy Festival Part II

Immortal, Marduk, Cannibal Corpse, Obituary, God Dethroned, Angelcorpse

Ort: Werdau / Stadthalle Plei├čental
Datum: 09.04.1998


Nach den Erfahrungen vom Nuclear Blast Festival h├Ątte ich niemals vermutet, da├č wir auf dem No Mercy Festival II letztendlich zu sechst aufkreuzen w├╝rden. Denn wie schon der Name der Veranstaltung vermuten l├Ą├čt, hatten sich hier keine Keyboard-Gothic-Bands angek├╝ndigt. Vielmehr standen hier sechs der extremsten Bands auf dem Spielplan: Neben den Neulingen God Dethroned und Angelcorpse, luden auch Obituary, Cannibal Corpse, sowie Marduk und Immortal zum Metzelabend.
Nach einigen Hindernissen angekommen (unmengen an Urinierpausen und Verweilen in NIKEs 7-sitzigem Spa├čwagon 'Mephisto' wegen Regens), kamen wir diesmal auch mit Nieteng├╝rtel in die Stadthalle. Die Homepage-Propagande angebracht, schlenderten wir in den Konzertsaal, um g├╝nstige Pl├Ątz zu ergattern.Als erstes betraten God Dethroned die B├╝hne und lieferten einen durchaus interessanten Gig ab, der vor allem durch die melodische Gitarrenarbeit bestach. Mit eingestreuten Tempowechseln und l├Ąngeren Gitarrensoli konnten die Holl├Ąnder das Publikum immerhin zu einem warmen Applaus animieren.

Was Angelcorpse danach aber ablieferten, fand ├╝berhaupt kein Gefallen bei den Fans. Man mu├čte den Eindruck gewinnen, da├č alle nur noch das schnellstm├Âgliche Ende des Auftritts der Amerikaner herbeisehnten, die wirklich nur sinnloses Gekloppe boten. Diese 'Performance' ist wohl nur was f├╝r die sicher nicht zahlreich angreisten Angelcorpsefans gewesen.
Als n├Ąchstes aber waren Marduk an der Reihe, die mit frenetischen Beifallsbekundungen empfangen wurden. Mastermind Legion zog auch alle Register seines, auf langj├Ąhriger B├╝hnenerfahrung basierendes, K├Ânnen und animierte die Zuh├Ârerer erfolgreich zur Teufelsh├Ârnerfingergymnastik. Neben einigen St├╝cken vom 'Nightwing'-Album und der 'Heaven Shall Burn...'-Scheibe, wurden vor allem ├Ąltere Sachen gespielt, was h├Ârbaren Zuspruch ernten konnte. H├Âhepunkt der Show war die Feuerspuckeinlage von Legion, der stets von einem wahrlich evil dreinschauenden B War flankiert wurde. Insgesamt war der Auftritt der schwedischen Kn├╝ppler ein schwarz-triefendes Sahnest├╝ckchen satanischer Black-Metal Livekunst, obwohl ich mir pers├Ânlich noch mehr Sachen vom 'Heaven Shall Burn...' Album gew├╝nscht h├Ątte.
Wer zu diesem Zeitpunkt gedacht h├Ątte, der H├Âhepunkt des Abends w├Ąre erreicht gewesen, wurde sp├Ątestens mit dem folgenden Auftritt von Obituary eines Besseren belehrt: Bei den brutalen Songs der Florida-Deather rastete die Menge vollkommen aus, pogte, divte und headbangte, da├č es eine Freude war. Bei den nun folgenden Cannibal Corpse ging es ├Ąhnlich ausgelassen zu, was eigentlich bewies, da├č der relativ neue Black Metal in punkto Liveresonanz noch weit hinter dem totgesagten Death Metal zur├╝cksteht.

Irgendwo dort spielten Immortal
Irgendwo dort spielten Immortal



Von Immortal erwartete ich besonders viel, da ich, abgesehen von deren Favoritenrolle in meinem privaten Tontr├Ągerschr├Ąnckchen, diese Band vor allem hinsichtlich ihrer B├╝hnenshow kennenlernen wollte, zumal Abbath in einem Interview diverse Spezialeffekte angek├╝ndigt hatte. Um es vorweg zu nehmen, der erste Effekt bestand in einer Unmenge an Nebel, die s├Ąmtliche Fotos verdarb und die Sicht auf die B├╝hne fast vollst├Ąndig verdeckte. Der zweite Spezialeffekt ├╝berraschte das Publikum in Form zweier Funkenflugeffekte an der Decke, die eben wegen ihres ├╝berraschenden Einsatzes von vielen wohl nur aus den Augenwinkeln wahrgenommen werden konnten. Am Anfang ihres anderthalbst├╝ndigen Auftrittes spielten die Norweger vor allem ├Ąltere Sachen wie 'The Call of the Wintermoon' und 'Unholy Forces of Evil' von ihrem Debut 'Diabolical Fullmoon Mysticism', sowie diverse Kn├╝ller vom Nachfolger 'Pure Holocaust'. Anschlie├čend promotete man flei├čig das aktuelle Werk 'Blizzard Beasts' und sorgte f├╝r einige Stimmung, die aber trotzdem deutlich hinter der vom Obituary-Gig zur├╝ck blieb. Erst als die Norweger zum Sturmangriff bliesen und Songs wie 'Battles in the North' und 'Blashyrk (Mighty Ravendark)' spielten, kam wenigstens etwas Leben in die Bude. Dieser Auftritt verdeutlichte mir im Wesentlichen vier Dinge:
1. Der Death Metal ist zumindest live alles andere als tot und hat vielen Black Metal Konzerten einiges voraus,
2. Das wohl bekannteste und insofern auch erfolgreichste und beste Album von Immortal ist und bleibt 'Battles in the North',
3. Die gro├č angek├╝ndigten Spezialeffekte sorgten eher f├╝r einen bitteren Nachgeschmack als f├╝r eine mittelschwere Livesensation und
4. Schlagzeugsoli sind, wie das von Immortal-Drummer Horgh bewies, zum einen ein gutes Mittel, um das Publikum wieder auf den Auftritt aufmerksam zu machen und zum zweiten sowieso ein viel zu oft vernachl├Ąssigtes, obgleich effektvolles Einsprengsel in jedem Auftritt.

Fazit dieses Konzerts war dann wohl, da├č Nike, Wehrmut und Christ das letzte Mal auf einem Immortal-Konzert waren, was mir nat├╝rlich umso eindringlicher zu verstehen gegeben hat, wieviel ├ťberzeugungsarbeit mir noch bevorsteht.

Deadleft am 04.06.2005




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