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Arcturus # Arcturus and the Deception Circus - Disguised Masters

Cover: Arcturus # Arcturus and the Deception Circus - Disguised Masters

'Disguised Masters' ist kein neues Album von Arcturus, hierbei handelt es sich um eine Sammlung von Remixen zu sechs der insgesamt acht Songs von 'La Masquerade Infernale'. Obwohl, mit 'Deception Genesis' ist auch ein völlig neuer Songs zu hören, der - und jetzt ist es mir gewissermaßen eine Freude, all diejenigen enttäuschen zu dürfen, die gehofft hatten, nach dem letzten Album wieder eine Veröffentlichung in Richtung des Debuts zu Gehör zu bekommen - die Linie von 'La Masquerade Infernale' fortsetzt und in seiner ruhigen und besinnlichen Stimmung eine Richtung für die Zukunft andeuten könnte: Nicht gänzlich unmetallisch, dabei aber detailreich und trotzdem ohne störende Ballast, leicht melancholisch-verträumt, teils technoid und mit textlichem Anspruch. Glänzend.
Freunde von 'Aspera Hiems Symfonia' könnten annehmen, angesichts einer Neufassung von 'Du Nordavind', Grund zur Freude zu haben. Fehlanzeige, die 98er Fassung präsentiert sich recht originaltreu, viel Vergnügen wird sie manchem wohl dennoch nicht bereiten, woran nicht zuletzt die elektronisch verzerrte Stimme Schuld sein dürfte.
Die Remixe selber sind deutlich elektronischer und experimentell, trotzdem bleiben die Originale nicht gänzlich unberücksichtigt ('Alone' mag da eine Ausnahme bilden). Besonders gefallen hat mir das neue Schlagzeugspiel, das in 'The Throne of Tragedy' einen unüberhörbar jazzigen Charakter hat. Der Remix des Titelsong vom letzten Album, für mich dort eindeutig das schwächste Stück, erfährt durch das Drumming eine hörbare Aufwertung. Sehr ungewöhnlich, und für manche mag da wohl die Grenze der Toleranz erreicht sein, ist die Neufassung von 'Master of Disguise'. Die Vocals werden nämlich durchweg von einem gewissen S.C.N., Achtung, bitte festhalten, gerappt! Jawohl, und genau das ist es! Mit den abgrundtiefen Hip-Hop-Beats und den Violinen ergibt das eine sehr heikle aber durchaus bemerkenswerte Mischung. Das Stück 'Painting my Horror' erhielt ein angenehm schwülstiges Dark-Wave-Gewand, das zudem noch von diversen mehrstimmigen Vokal-Experimenten sowie Ambient- und Elektro-Einflüssen aufgewertet wird. Zu guter Letzt gibt es noch neben einer wunderschönen reinen Streicherversion von 'Ad Astra' einen weiteren Remix des gleichen Songs. Hier werden Techno-Beats, nordische Gitarrenriffs (!), Disco-Sounds und weibliche Vocals zu einer irren Finalsynthese gemischt.
Stutzig wurde ich angesichts der Tatsache, daß diese Scheibe unter dem Zusatz '...and the Deception Circus' veröffentlicht wurde. Das Booklet läßt lediglich verlauten, daß alle Songs von eben jenem Zirkus 'benutzt' und 'kontaminiert' wurden. Inwieweit es sich hier um eine eigene Band oder nur eine Arcturus-interne 'Kreativ-Institution' handelt, vermag ich nicht zu sagen. Desweiteren ist noch eine obskures Intro namens 'White Tie Black Noise' enthalten. Dazu das Booklet: 'Designed by When for Artcturus'. Hier handelt es sich um die selbe Band, die auf Jester Records, dem Label von Garm, auf dem auch 'Disguised Masters' erscheint, zu etwa gleicher Zeit eine Scheibe namens 'Psychedelik Wunderbaum' veröffentlicht hat und zumindest in Norwegen einen gewissen Kultstatus genießt.
'Disguised Masters' ist für meine Begriffe rundum gelungen. In der Metal-Szene wird es wohl kaum Anklang finden. An dieser Stelle spreche ich nochmal ausdrücklich meine Empfehlung für diese Band aus, wer hier etwas wagt und zwischen 'Panzerdivision Marduk' und 'JesuSatan' ein reichliches Dreiviertelstündchen Zeit investiert, kann ein Universum zeitlos-verückter Musik finden. Für Arcturus scheint das Kapitel Black Metal jedenfalls endgültig Geschichte zu sein. Und ich werde mich beharrlich weigern, Arcturus aus dem erlauchten Kreis der bei Vönger besprochenen Bands auszuschließen.

Deadleft am 28.03.2004




Spielzeit

48:05 min


Erscheinungsjahr

1999


Label



Vergleichbarer Ohrenschmaus



Konzerte/Festivals mit Arcturus



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