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Enid # Nachtgedanken

Cover: Enid # Nachtgedanken

'Nachtgedanken' ist eine Hommage an das große Vorbild von Enid-Gründer Martin: Summoning.
Als Kopie kann man dieses Album aber nicht bezeichnen, da einige bedeutsame Unterschiede feststellbar sind. Zwar bewegen sich die Songs alle in den unteren Temporegionen, hin und wieder gibt es aber auch ein paar Geschwindigkeitsausbrüche zu hören, die bei Summoning gänzlich fehlen. Diese Blastparts hätte man aber lieber weglassen sollen. Zumindest in dieser Form. Der durchweg scheppernde Klang das Schlagzeugs kommt in diesen Abschnitten nämlich besonders unvorteilhaft zur Geltung. Zudem erzeugen dort die Basedrums ein der Thematik unangemessen mechanisches Flair, daß in einem Industrial-Projekt wesentlich besser aufgehoben wäre. Außer den gerade genannten Dingen, gibt es aber noch einige andere Gründe, warum Enid schwerlich mit Summoning mithalten können: Die Stimme kling recht intensiv, hat aber für meinen Gechmack zuviel Hall. Allgemein ist der Sound unangenehm höhenlastig und hohl, die 'Originalband' hat da eine wesentlich dichtere und harmonischere Lösung gefunden. Auch die mittelalterlichen Keyboards gefallen mir bei Enid längst nicht so gut. Wenn Martin allerdings seine klassischen Einflüsse am Keyboard verarbeitet, so klingt das Ergebnis wirklich überdurchschnittlich. Leider ist das hier aber zu selten der Fall, als das die unoriginelle Mittelalterlichkeit übertönt werden könnte. Titel Nummer 6 'Art of the Black Smith' ist zum Beispiel ein Sammlung von Metal-Song-Themen einiger Ars Metalli Bands, die allesamt rein klassisch mit Piano vertont wurden. Eingefleischte Fans der Apokalyptischen Reiter werden am Ende ganz klar 'Iron Fist' vom Debut-Album der Thüringer erkennen. Im vorletzten Stück 'Nebelthron' wurde ich von einem unvermittelt einsetzenden Saxophon überrascht. Ich wäre der letzte, der Jazz-Einflüsse im Metal verdammen würde, im Gegenteil in dieser Hinsicht ist mir noch viel zu wenig zu Ohren gekommen, aber an dieser Stelle klingt es schlicht und ergreifend verhunzt und dilletantisch.
Wer sich musikalisch ins Mittelalter begeben will und dabei auf Metal nicht verzichten kann, der halte sich besser an Summoning. Treue Anhänger dieser Gruppe werden wohl eh erkennen, daß Enid nicht an die Qualitäten der Stück von Silenus und Protector heranreichen. Weder kompositorisch, noch soundtechnisch.

Deadleft am 04.04.2004




Titelliste

01. Silentium Obscuritate
02. Institutio Ommortales
03. Of Wisdom's Shadows
04. Aurora
05. Nachtgedanken
06. Art of the Blacksmith
07. Nebelthron
08. Intransitority


Spielzeit

45:55 min


Erscheinungsjahr

1999


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Label



Vergleichbarer Ohrenschmaus



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