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Immortal # At the Heart of Winter

Cover: Immortal # At the Heart of Winter

Was ist bloß in Immortal gefahren?? Auf diesem Album grinst ein Fantasymotiv vom Cover, das bekannte Logo wurde einfach durch ein 'besser lesbares' ersetzt; zum Glück scheint man dem nunmehr fast schon ausgedient scheinenden Erkennungszeichen nicht gänzlich den Rücken gekehrt zu haben, auf der allerletzten Booklet-Seite nämlich ist es noch zu sehen. Demonaz ist nun aufgrund seiner Handverletzung endgültig ausgestiegen, das aktuelle Immortal-Line-up besteht nunmehr nur noch aus Abbath (Gittarren, Bass, Synthesizer, Gesang) und Horgh (Schlagzeug). Musikalisch war der bereits auf 'Blizzard Beasts' introduzierte Richtungswechsel nur eine Andeutung dessen, was den Hörer auf 'At the Heart of Winter' erwartet. Auf dem neuen Album sind lediglich sechs Songs zu finden, die aber im Einzelnen bis zu neun Minuten lang sind und insgesamt eine Spielzeit von etwas mehr als einer Dreiviertelstunde ergeben. Die Devise lautet nun, weg vom ultra-kompakten Eis-Sturm zur episch breiten Winter-Hymne. Die Stücke sind bei der begrenzten Instrumentierung und dem ur-metallischen Grundcharakter der pure Ausbund an Variantenreichtum, Melodiösität und Intensität. Letztere hat 'At the Heart of Winter' wohl vor allem dem mehr oder minder genialen Organ Abbath' und der etwas verwechlungsunsicheren, aber doch recht gut passenden Produktion Marke Peter Tägtgren (Abyss Studio) zu verdanken. Wem der Song 'Mountains of Might' vom letzten Album gefallen hat, wird sich mit 'At the Heart of Winter' wohl mehr als nur anfreunden können.
Es ist fast schon mit etwas Wehmut verbunden, der typisch blizzardgeschwinde Immortal-Sound und ein Großteil des klirrend-gräßlichen Espirits mußte einer neuen Klang-Simension weichen. Boshafte Zungen könnten behaupten, 'At the Heart of Winter' sei ein Album für all diejenigen, denen Immortal bisher einfach nicht melodös und zugänglich genug waren, ein Album für ein breiteres und damit nicht mehr so erlesenes Publikum. Trotzalledem, die oft zitierte Sackgasse wäre irgendwann auch mal für die unsterblichen Skandinavier in Sichtweite gesesen, 'At the Heart of Winter' ist ein wuchtiger, leicht konsumierbarer, musikalisch dennoch überzeugender und im Herzen immer noch unterkühlt-erhabener Start in eine neue Richtung.

Deadleft am 05.04.2004




Titelliste

01. Withstand The Fall Of Time
02. Solarfall
03. Tragedies Blows At Horizon
04. Where Dark And Light Don't Differ
05. At The Heart Of Winter
06. Years Of Silent Sorrow


Spielzeit

46:06 min


Erscheinungsjahr

1999


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Label



Vergleichbarer Ohrenschmaus



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