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Irrlycht / Megaera # Split EP | Review / Rezension | Vönger Musikmagazin
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Irrlycht / Megaera # Split EP

Cover: Irrlycht # Split EP

Auf der Split-EP von Megaera und Irrlycht befindet sich jeweils ein Musikstück pro Gruppe. Irrlycht steuert 'Der letzte seiner Art' bei - ein Lied, welches mit deutscher Sprache und einem typischen Black Metal Sound daherkommt. Die Stimme und die Gitarre bilden dabei eine Einheit um die Melodie zu tragen, die vom schnellen Schlagzeugspiel unterstützt wird. Textlich befaßt sich das Stück mit einem Wolf (vermutlich der letzte seiner Art), der jedoch keine Überraschungen bietet.
Auf der zweiten Seite befindet sich 'Heimkehr in den Tod' von Megaera. Etwas verrauscht, aber nicht zu dumpf und mit langsamem Rhythmus wird der Text von der Sängerin vorgekreischt/-grunzt/-schrien. Im Mittelteil wird der Gesang etwas zurückgefahren und die Instrumente beherrschen das Stück, wobei mir die einfache Gitarrenmelodie gefällt, die aus dem Rauschen herauszuhören ist. Das Stück würde ich als trotz der Geschwindigkeit und Aggressivität als melancholisch/traurig bezeichnen, was auch durch eine langsame Etappe zum Ausdruck kommt. Diese erinnert mich ein wenig an die ruhige Passage aus Ulvers 'Capitel III - Graablick blev hun vaer' von der Bergtatt, als zu hören ist, wie jemand durch den Wald läuft. Bei Megaera ist ein ähnliches Laufen und Tiergeheul zu hören. Am Ende wird das Tier erschossen und justament in diesem Augenblick setzt wieder die Musik ein. Wie bei Ulver auch. Diese klingt bald ab und es folgt Geschrei von Vögeln sowie ein unvollständiger Ausschnitt mit dem Chor aus Johannes Brahms' Ein Deutsches Requiem mit 'Denn alles Fleisch es ist wie Gras und alle Herrlichkeit...'. Wie dies alles zusammenpaßt habe ich mir noch nicht erschlossen, aber schlecht klingt es jedenfalls nicht. Unklar ist mir auch, warum und wie Morfeus von Limbonic Art Hilfe zum Drumcomputer (eigentlich hat Megaera einen Schlagzeuger) geleistet hat. Heraushören kann man sein Mitwirken jedenfalls nicht.
Die Produktion ist in Ordnung und soll wohl auch etwas verrauscht klingen, wobei beide Bands hörenswert sind. Megaera zeigt dabei auch, daß sie nicht nur rumpeligen Black Metal spielen können, sondern Freiraum für neue Ideen lassen.

Wehrmut am 25.09.2009




Titelliste

Irrlycht
01. Der letzte seiner Art

Megaera
02. Heimkehr in den Tod


Spielzeit

12:48 min


Erscheinungsjahr

2009


Internetseite(n)



Label



Vergleichbarer Ohrenschmaus


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