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Aluk Todolo # Descension

Cover: Aluk Todolo # Descension

Die Franzosen bieten auf dieser Scheibe reine Instrumentalstücke an. Sie selbst bezeichnen es als eine Mischung von Krautrock (dessen Fremdartigkeit) und Black Metal (dessen Kälte). Zumindest aus letzterem Genre sollten Erfahrungen bestehen, spielen die Mitglieder doch in Bands wie Diamatregon und Vediog Svaor. Wie auch immer, mit melodischem Metal hat dies sicherlich nichts zu tun. Aluk Todolo sind verstörende Klänge, die völlige Disharmonien aufzeigen aber den Hörer, zumindest mich, auch irgendwie fesseln. Die Stücke sind etwa zehn Minuten lang und beinhalten größtenteils nur langsames Schlagwerk und Gitarre.
Das erste Lied 'Obedience' beginnt mit einem leisen und sonoren Hintergrundrauschen begleitet von einem dumpfen Schlagzeug und geht nach zwei Minuten sofort in die kalte und harte Klangwelt von Aluk Todolo über. Nachdem man in diesem 'Krach' (verzerrte Gitarre, monotones Schlagzeug) dann doch eine gewisse Struktur gefunden hat, fängt die Musik an einen in den Bann zu ziehen. Dieses Spiel wird über die restlichen sechs Minuten mit kleineren Variationen durchgehalten. Danach folgt 'Burial Ground', was schon ein wenig ruhiger und strukturierter daherkommt. Beständig erklingt der seichte Baß im Hintergrund und das Schlagzeug setzt wenig Akzente. Hier dominieren die Variation der Gitarrenmalträtierung und die Verwendung von verschiedenartigen, meist verstört-subtil klingenden, Klangeinsprengseln. Das ganze wirkt sehr kalt und technisch und im Unterschied dazu wirkt der ruhige dunkle Baß als Gegenstück. Gut passen würde diese Musik als Gänsehautgarant in einem Horrorfilm à la 'Ring'. Ähnlich verhält es sich in 'Woodchurch' - auch hier spielt das Schlagzeug monoton seine Melodie und die schrille Gitarre gibt den Weg vor. Das letzte Stück 'Disease' beginnt mit einer Melodie, die mich ein wenig an einen Western erinnert. Nur durch verzerrte Gitarren vorgetragen ist es vergleichsweise melodiös. Nach 90 Sekunden endet es abrupt und es setzt wieder das monotone Spiel von Baß/Schlagzeug ein. Unterbrochen wird es nur durch Gitarrenfetzen die den psychedelisch wirkenden Rhythmus zerstören. In diesem Stück gibt es sogar so etwas wie einen kurzen Gesang.
Aluk Todolo ist kein Metal. Die Musik ist krank, verstört, eintönig und vielleicht gerade deshalb so interessant. Am ehesten werden sich wohl Freunde des Noise/Doom mit der Musik anfreunden können. Dies wird wohl auch daran liegen, daß hier James Plotkin (Khanate) mit am Mischpult saß. Laut Booklet sind hier nur ein Baß, eine Gitarre und ein Schlagzeug am Werk. Um so interessanter, wenn die eingespielten 'Effekte' alle damit erzeugt wären.

Wehrmut am 16.12.2007




Titelliste

01. Obedience
02. Burial Ground
03. Woodchurch
04. Disease


Spielzeit

37:37 min


Erscheinungsjahr

2007


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