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Ulver # Blood Inside

Cover: Ulver # Blood Inside

Nach vier aufeinander folgenden Soundtracks zu Filmen ('Lyckantropen', 'Svidd Neger', 'Uno' und 'Salto, Salmiakk og Kaffe') und einigen EPs haben Ulver nach fünf Jahren Abstinenz seit 'Perdition City' nun wieder ein 'richtiges' Album auf den Markt geworfen. Wie soll man dieses Album beschreiben? Im Prinzip eine Mischung aus Elektro-Pop, EBM, Jazz, Metal und härteren Industrialeinlagen gepaart mit der klaren bis überdreht nachbearbeiteten Stimme Garms.
Das erste Stück 'Dressed in Black' beginnt mit zwei im Wechsel auftretenden sonoren Keyboardtönen und langsam einsetzenden verzerrten Geräuschen. Danach kommen eine ruhige Stimme und die das Album am meisten bestimmenden Becken des Schlagzeuges. Alles ist hier noch ruhig und schleppend, jedoch im Verlaufe des Stückes steigert sich das Tempo zusehends, vor allem getragen durch das im Zwei-Sekundentakt geschlagenen Becken, die monotonen Baß-Drums und das Cello, über welchem der Bogen nur hin und her gestrichen wird. Am Ende haben es die Instrumente geschafft, das Spiel auf circa 60 BPM zu erhöhen. Es klingt nicht wirklich durcheinander, jedoch durch das dominierende Becken und die surreal anmutenden anderen Instrumente etwas befremdend. 'Christmas' wird hauptsächlich durch hohe Töne (Glockenspiel, die Stimme) und im Hintergrund agierende Rhythmusinstrumente bestimmt. Das darauf folgenden 'Blinded by Blood' ist ein sehr ruhiges Lied, nur seichte Streichinstrumente und eine ruhige mit Hall belegte Singstimme. Am Ende folgt noch ein etwa zehn-sekündiges (Kinder-) Glockenspiel.
Mit 'It is not Sound' kommt das Hauptstück des Albums. Zu diesem Lied existiert auch ein Video, in dem Mastermind Garm als Priester zu sehen ist, der sich im Verlaufe des Videos zum Papst krönt und am Ende stirbt. Die Bilder sind surreal, dunkel und erinnern an Dürer oder an Szenen aus Dantes 'Die Göttliche Komödie', wenn Garm mit einem Boot durch einen See aus Menschen treibt, die alle nach ihm greifen. Begleitet von zwei Männern in schwarz (auch durch ihn dargestellt) die immer wieder aus Maschinenpistolen feuern (intoniert durch die bekannten Beckenklänge und Paukenschläge), erreicht er dann eine Insel mit Burg, wo er sich krönt. Anfangs erinnert das Stück noch ein wenig an Pink Floyd und Konsorten danach wird es immer verrückter bis das ganze Lied hauptsächlich von einem Bach-Thema bestimmt wird, was mit orgelähnlichen Klängen aufwartet. Ein sehr komplexes aber auch bezeichnendes Stück des Albums.
Man weiß bei diesem Album nie, was als nächstes kommt. Mal tauchen Jazz- und Blues-Improvisationen auf ('In the Red'), dann wieder harter Industrial. In allem ein sehr schwieriges, aber wohl auch das beste Ulver-Album aus der neuen Ära. Nichts für alteingesessene True Metal Fans, aber allen, die Gefallen an progressivem 'Metal' haben oder auch einmal etwas anderes hören wollen, sehr zu empfehlen.

Wehrmut am 26.05.2005




Titelliste

01. Dressed in black
02. For the love of God
03. Christmas
04. Blinded by blood
05. It is not sound
06. The truth
07. In the red
08. Your call
09. Operator


Spielzeit

45:45 min


Erscheinungsjahr

2005


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