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Helrunar # Frostnacht

Cover: Helrunar # Frostnacht

Dies ist das erste Album der hoch gelobten deutschen Nachwuchshoffnung Helrunar. Die Aufmachung der CD ist nett, beinhaltet stilvolle Bilder und das Design passt auch.
Nach dem Intro 'Birke im Moor' folgt der Titeltrack 'Frostnacht' mit druckvollem Sound und der typischen Stimme. Die Musik hat eine Menge Energie in sich man findet aber nichts, was man nicht schon anderweitig gehört hätte. Die Stimme klingt mir zu angestrengt und in ihrer Singweise (langsam erzählend) nach einiger Zeit auch zu monoton. Nachdem man die ersten instrumentalen Minuten des dritten Stücks 'Unten und im Norden' überstanden hat, startet abermals diese sonore Stimme. Lichtblick in diesem Titel ist der Moment, wenn die Instrumente einen Gang zurückschalten und es ein wenig ruhiger wird. Da erkennt man auch, dass die Band durchaus Geschick für Tempowechsel hat, was man sonst nicht so direkt erkennen kann wenn die Titel von Anfang bis Ende in einem Ritt durchgeprügelt werden. Als nächstes folgt das meiner Meinung nach beste Stück des Albums '...bis die Seele gefriert'. Dieses Lied ist sehr variabel gehalten, überrascht mit Tempowechsel, Stimmenwechsel und einer guten Dramatik. Ein wenig erinnert es mich an die Musik der Grabnebelfürsten, deren Stil ähnlich ist. In dem Stück kommt auch ein älteres norwegisches Gedicht, bzw. Teile davon, von Mauritz Hansen vor. Übersetzt heißt es soviel wie:

Götter! Ist es nicht genug?
Gebleicht ist die schwarze Locke,
Der weiße Zahn ist zerbröckelt,
und mein Verstand ist vergeudet.
Götter! Ist es noch nicht genug?
Durchstanden habe ich die Grausamkeit der Hölle,
Muffig ist mein Herz wie Kellerbrot,
und zehnmal täglich habe ich meinen Tod erlitten!

Mit 'Nacht Frost' folgt eines der langsamen Stücke. Eine Klampfe begleitet die melancholisch gesprochenen Texte des Stückes. Leise klingt dieses Lied aus und es ertönt 'Der Trank des Gehängten'. Das Stück wildert musikalisch in den Gefilden nordischer Bands (Maultrommeln, Männerchöre) und kann dadurch überzeugen. Danach kommt wieder ein Lagerfeuer-Gitarrenlied ('Neun Nächte') gefolgt von den drei letzten Stücken, die sich musikalisch in die Riege der ersten auf der CD einreihen.
Was bleibt ist eine durchaus gute Band mit eigenen Ideen, aber der ihr zuteil kommende Hype ist nicht gerechtfertigt. Da gibt es durchaus bessere Gruppen. Ich denke, noch ein bis zwei Alben und Helrunar werden ihren eigenen Stil gefunden haben. Die Band hat durchaus Potential, 'Frostnacht' klingt allerdings noch ein wenig unausgegoren im Gesamtkonzept.

Wehrmut am 25.03.2006




Titelliste

01. Birke im Moor
02. Frostnacht
03. Unten und im Norden
04. ...bis die Seele gefriert
05. NachtFrost
06. Der Trank des Gehängten
07. Neun Nächte
08. Älter als das Kreuz
09. Dreifach Dorn
10. Mimirs brunnr (Grátr Önnor)


Spielzeit

51:43 min


Erscheinungsjahr

2005


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Label



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