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Vintersorg # Till Fjälls

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'Till Fjälls' war die erste Platte, die ich mir von Vintersorg besorgt habe - und, ganz ehrlich, ich hatte vorher keinen blassen Schimmer, wie sich das Soloprojekt des Otyg-Sängers nun anhören sollte. Von 'schnellem Viking Metal' war die Rede, der auch mit 'Folkeinflüssen' gespickt sei. Nun, wie sich herausgestellt hat, ist diese Beschreibung eigentlich ganz zutreffend.
Allerdings erreichen Vintersorg hier nicht mal annähernd die Klasse von Otyg. Neben dem entsetzlich glattpolierten Sound ist es vor allem die Gesichtslosigkeit und Mittelmäßigkeit der Songs, die mich stört. Der Drumcomputer erlaubt es Vintersorg zwar, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren und seine Songs präzise durchzustrukturieren. Aber gerade deshalb geht der Musik viel vom Feeling und der Spontaneität einer echten Band verloren. Die Songs wirken leblos und schaffen es nicht, eine wirklich tiefgründige Atmosphäre aufzubauen. Bestes Beispiel dafür ist der Opener 'För Kung Och Fosterland'. Vintersorg hatte hier die wirklich gute Idee, im Mittelteil ein Versatzstück aus Griegs 'Die Halle des Bergkönigs' einzubauen. Man erwartet nun eine pompös auftrumpfende Passage, die den orchestralen Bombast und Wahnwitz des Originals einfängt - und wird herbe enttäuscht. Das Thema wird einfach lieblos und unspektakulär auf der Gitarre heruntergeleiert, ich würde fast sagen 'verheizt'. Auch wenn die Melodie ziemlich bekannt ist, so hätte man sie doch etwas wirkungsvoller in Szene setzen können, beispielsweise durch den Einsatz eines Keyboards. Stattdessen rotzt man sie kurz herunter und geht dann wieder zum Anfangsthema über. Echt schade.
Es ist im Grunde einzig und allein Vintersorgs Gesang, der 'Till Fjälls' vor der Belanglosigkeit rettet. 'Gesang' im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Mann kann - im Gegensatz zu vielen anderen - wirklich singen. Am wirkungsvollsten kommt sein Organ im mächtigen Refrain des Titelsongs zum Einsatz, demzufolge ist dieses Stück auch das beste auf dem Album. Die restlichen haben mich aber nicht wirklich vom Hocker gehauen. Vintersorgs 'Viking Metal' hat mit dem von Enslaved auch nicht sehr viel gemein, obwohl ich die Bezeichnung schon so stehen lassen würde. Nur selten vom Black Metal beeinflußt, sind die Riffs eher dem traditionellen Metal entlehnt. Allzu melodiös wird die Sache aber trotzdem nicht.
Hach ja, ich merke schon: Vintersorg ist mal wieder eine von diesen Bands, deren Beliebtheit ich als Einziger nicht nachvollziehen kann...

Herjulf am 28.05.2005




Titelliste

01. Rundans
02. For Kung Och Fosterland
03. Vildmarkens Fortrollande Stammor
04. Till Fjalls
05. Urberget, Aldst Av Troner
06. Hednad I Ulvermanens Tecken
07. Jokeln
08. Isjungfrun
09. Asatider
10. Fångad Utav Nordens Sjal


Spielzeit

40:13 min


Erscheinungsjahr

1998


Vergleichbarer Ohrenschmaus



Konzerte/Festivals mit Vintersorg



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