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Wald # Lords Of Chaos

Cover: Wald # Lords Of Chaos

Die Musikcombo Wald möchte ich hier als ein Beispiel für den guten und aufstrebenden neuen deutschen Black Metal angeben, da sie es auf Anheib schaffen, mit ihren druckvollen und einschlagendem Auftreten die Zuhörerschaft zu begeistern.
Ihre Eigenproduktion 'Lords Of Chaos' besticht durch exzellenten Sound und einer Mischung aus hartem Gebolze und ruhigen Passagen, jedoch ohne das Vorwärtsdringen und Power zu verlieren. Eingeleitet wird die CD mit dem Intro von Edvarg Griegs 'Morgenstimmung' aus der Peer Gynt Suite, welches an seinem Höhepunkt durch gut plazierte Drumschläge in den Song 'Non Divine' übergeht. Schon hier wird die Kraft die in Wald steckt deutlich, denn ohne Pause donnern Drums über einen hinweg und die geile Stimme von Draghkar schreit den Text aus den Boxen, daß einem schier die Augen aus dem Kopf fallen. Jedoch nicht in Form von stupidem Gehämmer à la alte Norwegenklassiker, sondern mit wohldurchdachtem Drumming und Gitarrenriffs. Freudig überrascht hat mich die Verwendung eines Xylophons in einem Teil des Liedes, welches sich erstaunlicherweise gut in das Gesamtkonzept einfügt. Im darauffolgenden Lied 'In Glimmering Moonlight' besticht vor allem die - durch die Gitarre getragene - Melodie und dem Wechsel zwischen ruhigen und schnellen Parts. Das Titelstück 'The Lords of Chaos' fängt zwar bedächtig an und scheppert so eine Minute lang vor sich hin, doch mit dem Ertönen von 'Hail The Lords Of Chaos', sind die vier Mannen von Wald nicht mehr zu halten und brechen mit allem auf uns herein, was die Instrumente nur hergeben, dann ein kleines ruhiges Mittelstück und weiter geht's. Einzig die vereinzelt auftretenden schrillen Gitarren stören mich. Der vorletzte Track 'Prelude - Our Time Shall Come' fängt zwar schnell an, nach einem kurzen aber schönen Gitarrensolo geht es jedoch langsam und gemächlich weiter und zeigt hier, daß die Band auch in den ruhigen Passagen überzeugen kann. Aber es wäre nicht Wald, wenn es am Ende keine Drummattacken gäbe und so klingt auch dieses Lied in geschwinde Rhythmen gepackt aus. Den letzten Track 'The Seer - A Tale Of Profane Grace' leitet eine Frauenstimme, begleitet durch langsame Melodien, ein, die irgendetwas auf französisch erzählt, was ich allerdings nicht verstehe. Auch in diesem Stück wechseln sich langsame und schnelle Parts ab, jedoch unterbricht die Frauenstimme, getragen von leisem weiblichen Säuseln, Draghkars Ausbrüche, ohne aber irgendwie aufdringlich zu wirken, wie es bei anderen Bands oft der Fall ist.
Das Booklet beinhaltet die Texte der einzelnen Songs (bis auf den französischen Teil) sowie die Bilder der Musiker. Allerdings frage nicht nur ich mich, wie ein Bandname wie Wald entsteht, da er, naja ich will mal sagen etwas aus dem gewöhnlichem Szenekonzept schlägt, aber die Band ja ihrerseits auch.
Alles in allem kann ich diese CD nur wärmstens empfehlen und hoffe, daß sich die Gruppe nicht ins Negative entwickelt, sondern ihre Induvidualität und Vielschichtigkeit weiter ausbaut. Leider war unser zweiter Sampler schon voll, sonst hätten sie einen Platz sicher gehabt!

Wehrmut am 05.04.2004




Titelliste

01. Intro
02. Non Divine
03. In glimmering Moonlight
04. The Lords of Chaos
05. Prelude - Our Time shall come
06. The Seer - A Tale of profane Grace


Spielzeit

29:23 min


Erscheinungsjahr

1999


Label

Eigenproduktion


Vergleichbarer Ohrenschmaus



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