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Todesstoß # Jenseitslüge

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Was für ein bescheuertes Cover! Ein Pfarrer mit Brille und Talar steht mit ausgestreckten Armen über einem bekränzten Grab, neben ihm zwei offensichtlich weinende Frauen. Im Hintergrund ist noch eine kleine Person zu sehen, die breitbeinig an einem kahlen Baum voller Raben lehnt. Das ganze ist so beschissen, billig und kindergartenmäßig gezeichnet, das ich nicht weiß, ob ich mich kaputtlachen oder nur darüber aufregen soll. Ich hoffe für Martin, dass es sich dabei bloß um einen dummen Ausrutscher handelt und die humoristische Wirkung nicht beabsichtigt war. Andernfalls würde das jenes Bild, welches ich bisher von ihm hatte, erheblich schädigen.
Nun gut, ganz so mies wie die optische Aufmachung ist die Musik auf diesem, mittlerweile vierten, Demo dann aber doch nicht, ja, manchmal finden sich sogar einige ziemlich gut gelungene Stellen. Langweilt 'Jenseitslüge', der erste Song, wegen seiner Lahmarschigkeit und Überlänge noch arg, so bessert sich die Sache während der darauffolgenden beiden Lieder zusehends. Die Musik ist eben wie immer recht Burzum-lastig, manche Parts erinnern mich sogar latent an die 'Asgardsrei'-Phase von Absurd, ich kann aber nicht genau sagen, warum. Vielleicht durch diese getragenen, 'singenden' Gitarrenmelodien, die Martin hier z.B. bei 'Im Schlafe sterbend' auch verwendet. Allerdings finden sich auch wiederum einige Elemente aus Doom und, wenn man so will, Dark Metal wieder, so dass ich die Sache nicht unbedingt als astreinen Black Metal bezeichnen würde. Einen eher zwiespältigen Eindruck hinterlässt der Gesang: Einerseits kommt das extreme Gekreische und Gejammer bei Todesstoß ja Grishnakhs Vokaldarbietungen schon sehr nahe und passt auch zur Musik. Andererseits geht einem diese Jaulerei und Schmerzensschreierei nach einer gewissen Zeit einfach auf den Sack und man hat einfach genug davon.
Trotz aller Negativpunkte bleiben Todesstoß für mich eine hoffnungsvolle und sicherlich auch talentierte Band, die man nicht einfach so zusammen mit dem ganzen deutschen Goblin Spell- bzw. Vinterriket-Schrott verdammen sollte. Kaufen und zustimmen. Auf 220 Stück limitiert.

Herjulf am 28.05.2005




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Vergleichbarer Ohrenschmaus



Splits mit Todesstoß



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