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The Black # The Priest Of Satan

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Jon Nödveidts Schaffensdrang war zu Beginn der letzten Dekade offenbar so groß, dass eine Band nicht ausreichte, um all seine Ideen zu kanalisieren. Anders ist es nicht zu erklären, dass der Dissection-Mastermind nebenbei auch in allerlei fremden Projekten mitwerkelte, so geschehen bei The Black, wo er sich das Pseudonym 'Rietas' verpasst hat. Von einer inhaltlichen Überschneidung mit seiner Hauptband, wie das beispielsweise mit Decameron der Fall war, kann jedoch keine Rede sein. The Blacks Musizierweise ist nämlich wesentlich grobschlächtiger und extremer als die auf 'The Somberlain'. Und nicht nur wegen des Sounds erinnert 'The Priest of Satan' viel eher an die ersten drei Marduk-Alben, insbesondere an 'Those Of The Unlight'.
Obwohl sich Jon für Gesang und Gitarre zuständig zeigt, trägt der Schlagzeuger (!) doch genau denselben Namen wie die Band selbst, 'The Black'. Das ist insofern ein wenig befremdlich, da sein Instrument auf dem Album kaum zu vernehmen ist - die Drums wurden nämlich viel zu leise abgemischt, so dass man z.B. bei den Blastbeats nur die Bleche heraushört. Sehr unvorteilhaft, denn ein Großteil der Songs wird durchgehend in diesem Tempo vorgetragen. Jons Stimme - sie klingt hier übrigens viel roher und grimmiger als bei Dissection - steht dagegen zu stark im Vordergrund. Sein kompositorisches Talent zeigt sich bei The Back auch weniger in aufwändigen Arrangements oder hoher Komplexität, sondern eher darin, dass er es schafft, jeden der elf Songs mit einem prägnanten Riff oder Keyboard-Thema zu versehen. Die Tastenspielereien sind dabei oft denkbar simpel und meist nur einspurig, schaffen es aber dennoch, eine gewisse geheimnisvolle Aura zu erzeugen. Ähnlich wie Darkthrones 'Under A Funeral Moon' bewirken sie hier dieses 'Urgefühl', das für mich solche Musik erst interessant macht.
Wer also nach einer etwas kantigeren Version von Dissection sucht, dürfte mit dieser Platte fündig werden. Anspieltips sind 'Towards the Golden Dawn', 'The Spirit of Solitude' und natürlich der alles überragende Titeltrack.

Herjulf am 28.05.2005




Spielzeit

39:27 min


Vergleichbarer Ohrenschmaus



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