Notice: session_start(): ps_files_cleanup_dir: opendir(/tmp) failed: Permission denied (13) in /kunden/292513_7027/seiten_vr/voenger/review.php on line 6
Amestigon / Angizia # Split-CD | Review / Rezension | Vönger Musikmagazin
Vönger ist Krieg! Suchen | Kontakt | Impressum
Kopfbild
Startseite | Splits | Amestigon / Angizia # Split-CD

.:: True :: UnTrue ::.

» Schnellauswahl «
A B C D
E F G H
I J K L
M N O P
Q R S T
U V W X
Y Z Andere
Splits Sampler

Berichterstattung
  · Konzertberichte
  · Konzertfilme
  · Gespräche
  · Hören & Sehen
  · Streitfälle

Vönger
  · Kommerz   · Personal
  · Marschmusik
  · Selbstdarstellung
  · Familienalbum
  · Karriere

» Schnellsuche «

Amestigon / Angizia # Split-CD

Cover: Amestigon # Split-CD

Diese Split-CD, die im Jahre 1996 über Napalm Records herausgebracht wurde, sorgte seinerzeit für Aufregung. Dies ist dem überragendem Amestigon-Teil zuzuschreiben, aber besonders der Part von Angizia war damals eine völlig neue Art von Musik, vor allem die Kombination von Klassik und Metal.
Die ersten vier Tracks sind von Amestigon, einer Truppe deren Mitgliederliste sich wie ein Who-is-Who der österreichischen Metalszene ließt: Tharen (Dargaard, Abigor, Dominion), Herr Wolf, Lanz und Silenius (Abigor, Summoning, Kreuzweg Ost, Pazuzu). So ist es nicht verwunderlich, dass hier allerfeinster Metal geboten wird. Alles beginnt mit einem Intro, welches im ersten Track 'Challerian's Fall' integriert ist. Das Lied wird erst interessant, wenn im letzten Drittel der verzerrte Gitarrenpart einsetzt und damit die schrammelnden Gitarren unterbricht. Dabei spielt das Saiteninstrument lediglich einen einfachen Hintergrundsound und eine angenehme und eingängige Melodie. Ein wenig vielleicht wie Summonings 'Lugburz', wo sich die Gitarren auch im Vordergrund befanden. Die Stimme Silenius' ist dabei über die gesamte Spieldauer hinweg kratzig und ruhig.
Der zweite Song 'Samhain' sowie auch die beiden folgenden sind ähnlich gestaltet. Die Gitarre bildet das Hauptinstrument und liefert mit ihrer Spielweise eine simple aber ergreifende Melodie, welche durch die Stimme und teilweise eingestreute, hallunterlegte Chöre eine schöne Atmosphäre zaubert. Der letzte Titel 'Stormlord', welcher auch auf dem zweiten Demo 'Through the Ages we Preserve...' zu finden ist, wird vom Schlagzeug her schneller gespielt, wartet aber wieder mit den typischen Amestigon-Melodien auf. Vielleicht liegt es daran, dass ein gewisser T.T. hier als Gastdrummer vertreten war.
Die nächsten drei Stücke bilden die knappe Mehrheit der CD, da sie die angiziaischen Spiellängen von teilweise über elf Minuten aufweisen. 'Die Blumen eines Baches' lassen sofort erkennen, dass es sich hierbei um Angizia handelt, ist doch der Gebrauch eines derartigen Klaviers mit einer solchen Spielweise (vornehmlich hohe Töne, klare Akkorde, unbeschwert) einzigartig. Begleitet wird das Tasteninstrument von Schlagzeug und verzerrter Gitarre, wobei diese zwei Instrumente eher im Hintergrund gehalten werden, solange der Gesang nicht einsetzt. Letzterer wird geführt von einer weiblichen Stimme, welche die cleanen Parts übernimmt und der zweiten kratzigern Männerstimme vom Mastermind Engelke, der die nötige Härte einbringt. Der erste Titel bietet aber nicht soviel Abwechslung wie spätere (zum Beispiel 'Der Kirschgarten oder Memoiren an die Stirn der Kindeszeit') und wirkt deshalb mit seinen elf Minuten etwas lang.
Aber das ändert sich im Laufe der nächsten Alben: die Titel (sowohl Spielzeit als auch Name) werden länger und abwechslungsreicher, da auch mehr Musiker an dem 'Projekt' Angizia teilhaben. Zur Zeit dieser Aufnahme waren es nur fünf, heute sind es ja zwanzig oder so. Danach folgt 'Herbstlegende', ein Stück welches eher ruhig ist und bei dem die männliche Stimme hauptsächlich den Text vorträgt. Der letzte Titel der CD 'Der Stechlin' ist ähnlich gehalten wie die beiden vorhergehenden, erinnert aber schon eher an spätere Veröffentlichungen.
Wie bereits erwähnt, bildete die Verbindung der unterschiedlichen Stile ein Novum in der damaligen Szene. Wie sollte es anders sein: die Einbeziehung der Klassik konnte nur im Land der Mozartkugeln und Kaiserschmarren geschehen. Einige der Bandmitglieder sind/waren auch anerkannte Virtuosen mit internationalen Gastspielen.
Das Faltbooklet dieser Split-CD beinhaltet einige Texte und jeweils ein Coverartwork von Amestigon und Angizia sowie Bilder der Musiker. Für mich eine der wegweisendsten Veröffentlichungen der vergangenen Jahre mit großartigen Bands.

Wehrmut am 21.02.2005




Titelliste

Amestigon
01. Challerian's fall
02. Samhain
03. Mysterious Realms
04. Stormlord

Angizia
05. Die Blumen eines Daches
06. Herbstlegende
07. Der Stechlin


Spielzeit

51:57 min


Erscheinungsjahr

1996


Internetseite(n)



Label



Vergleichbarer Ohrenschmaus


.:: zurück :: nach oben ::.

© 1996-2012 Vönger
erstellt durch dunkelland - metalArt
Unser RSS-Feed Get Firefox