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Semen Datura # Demivierge

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Das zweite Album der Deutschen ist im Vergleich zum Debut um einiges düsterer und technischer ausgefallen. Die Songs sind recht gewöhnungsbedürftig und ohne Zweifel nicht alltäglich. Es fällt nicht leicht, sofort ein Gefühl für den Aufbau der einzelnen Stücke zu bekommen. Sowohl Gitarren als auch Schlagzeugspiel sind wie zum Beispiel beim ersten Stück teilweise recht komplex ausgefallen. Das Keyboard bleibt weiterhin angenehm in den Hintergrund gerückt und verleiht den Songs zeitweise etwas diabolisch-feierliches. Im dritten Song wird der Hörer von einer seltsamen melange aus gezupfter Gitarre, Tribal-Drums und elektronischen Effekten überrascht, die äußerst befremdlich wirkt. Das Stück klingt wie improvisiert, fast schon chaotisch. Das Intro zum vierten Song allerdings ist alles andere als fremd, da es sehr offensichtlich aus Orffs 'Carmina Burana' entlehnt zu sein scheint. Die Ähnlichkeit ist so eindeutig, daß ich mich frage, ob es sich hierbei um Inspriation, Abkupferei oder einen 'Zufall' handelt. Positiv fällt wieder der Gesang auf. Kreischen, Grunzen und eine nunmehr unverzerrte hohe Stimme sorgen für Abwechslung.
Semen Datura spielen rohen, agressiven und beileibe nicht simplen Black Metal, der zumindest auf 'Demivierge' einen großen Schwachpunkt aufweist: Der Sound ist barbarischst verzerrt, ungemein dreckig, die niedrigen Frequenzen maßlos übersteuret. Einigen wird vielleicht gerade diese Rohheit gefallen, der Trend, dem Semen Datura zwar sicherlich nicht hinterherlaufen, der aber aus rein finanziellen und existenziellen Gesichtspunkten nicht unberücksichtigt bleiben dürfte, ist jedoch gegenläufig. Mir persönlich gefällt 'Black Wings' um einiges mehr, 'Demivierge' ist mir eine Spur zu schwer verdaulich und klanglich zu sehr dem Underground verschrieben.

Deadleft am 26.05.2005




Spielzeit

38:59 min


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Vergleichbarer Ohrenschmaus



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