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Paysage D'Hiver # Schattengang

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Seit gar nicht allzu langer Zeit wurstelt Möckl, Urheber dieses schweizerischen Ein-Mann-Projektes, im Underground herum und schmeißt scheinbar ohne Unterlass Demo um Demo auf den Markt, vergleichbar nur mit dem schier endlosen Vinyl-Bombardement der grauenhaften Vinterriket, mit denen er zu allem Überfluss sogar noch eine Split veröffentlicht hat. Im Gegensatz zu diesen kann Möckl aber nicht nur in Punkto Output-Frequenz, sondern auch musikalisch halbwegs etwas vorweisen. Aus der - jetzt schon von niemand außer ihm selbst mehr überschaubaren - Masse an Tonträgern haben bislang vier Exemplare den Weg von Bern in mein heimisches Kämmerlein gefunden. Diese werden nun, zusammen mit eventuell noch dazukommenden, weiteren Tapes des Eidgenossen (aus verständlichen Gründen nicht in chronologischer Reihenfolge) von mir besprochen.
Beginnen wollen wir mit einem Tape namens 'Schattengang'. Geboten wird hier Black/Death Metal mit ziemlich tiefem, dumpfem Sound. Mittelmäßige Riffs, die ab und zu um einige eruptive Ausbrüche ergänzt werden, sind über einen Drumcomputer gelegt, den man aber nur selten mal deutlich zu Gehör bekommt. Der Gesang klingt, ob jemand mit einem Kissen vor dem Mund gurgeln würde.
Durch die gelegentlichen Einwürfe eines Keyboards bzw. Synthesizers erinnert mich die Szenerie manchmal ein wenig an Bands wie Eminenz oder Lunar Aurora, die in ihren Liedern durch den Einsatz der Tasteninstrumente ja eine ähnlich mystische bzw. groteske Atmosphäre erzeugen (bzw. öfters auch nur vergeblich zu erzeugen versuchten). Der große Nachteil bei Paysage D'Hiver ist nur, dass die Songs nicht wie aus einem Guss klingen. Möckl fehlen meistens trotz einiger ganz passable Riffs einfach die zündenden Ideen. Deswegen hören sich einige Parts auf 'Schattengang' eher an wie eine Proberaum-Jam-Session als ein Demo mit fertigem, durchdachtem Liedgut. Anstatt sich die Mühe zu machen, einen kompakten, abgerundeten Song zu komponieren, reiht er lieber endlose, halbgar ausgearbeitete Strukturen und Ideen aneincnder, alles natürlich unter dem Deckmäntelchen der 'Kunst' und der 'Atmosphäre'. In diesem Sinne hat Möckl z.B. beim letzten Stück auf der B-Seite ein Schlachtensample drunterlegt, sodass während des gesamten Songs im Hintergrund Gewammse, Geklirre und Schmerzensschreie herumraunzen, was natürlich ein gesittetes Hören in normaler Lautstärke absolut unmöglich macht. Ganz tolle Idee, Möckl, ehrlich. Es gibt bessere Demos.

Herjulf am 26.05.2005




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Vergleichbarer Ohrenschmaus



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