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Dimmu Borgir # Spiritual Black Dimensions

Cover: Dimmu Borgir # Spiritual Black Dimensions

Nachdem ich mich mit den √ľberschwenglichen Kritiken der einschl√§gigen Magazinen bez√ľglich 'Enthrone Darkness Triumphant' nicht vorbehaltlos anfreunden konnte, erwartete ich vom folgenden Album nichts wirklich Gro√üartiges. Obwohl, der Grad der Kommerzialit√§t war soweit ausgereizt, da√ü jeder weiterer und tiefergehendere Anbiederungsversuch mit Easy-Listening-Metal einen riesigen Identit√§tsverlust nach sich gezogen h√§tte. Insofern konnte es eigentlich nur aufw√§rts gehen. Skeptisch war ich trotzdem, vielleicht hat Nuclear Blast ja doch einen gr√∂√üeren Einflu√ü auf den musikalischen Inhalt der Bands und w√ľrde jeden Ausbruchversuch aus dem Mainstream der Zielgruppe wegen nachtr√§glich relativieren.
Umso größer war meine Freunde, als ich 'Spiritual Black Dimensions' zu Gehör bekam. Um es vorweg zu nehmen, dieses Album ist das bisher Beste in der Geschichte der Band. Anstelle des flachen und kantenlosen Sounds des Vorgängers tritt nun ein viel wuchtiger, mehrdimensionaler und in seinen Einzelheiten trotzdem ungeschliffener Klang, der hinsichtlich der Transparenz zwar Verbesserungen zuläßt, trotzdem aber zu den Songs wie die Faust auf's Auge paßt und eine dutzendfache Verbesserung darstellt.
Die St√ľcke an sich sind um einiges energischer, komplexer im Aufbau und mit vielf√§ltigen Ideen gespickt. Jeder Song hat seine Daseinsberechtigung, Selbstkopien hat man nicht l√§nger n√∂tig. Das Keyboard liefert keine schw√ľlstigen Klangteppiche mehr, sondern gl√§nzt durch eine teils melodieunterst√ľtzende, akzentuierende und teils autonome, effektzentrierte Spielweise, die den Keyboarder Mystis zum geradezu unverzichtbar gewinnbringenden Neuzugang macht. Auf diesem Album paaren sich gitarrenvirtuose Brutalit√§t mit Blastparts ('Behind the Curtains of Night-Phantasmagoria'), die von den synthetischen Impressionen des Keyboards und den Tempowechseln genial kontrapunktiert werden, mit purer metallischer H√§rte, Gitarrensoli und vokalistischer, g√§nsehauterzeugender Vehemenz und Varianz zu einer ungeheuer frischen und kurzweiligen Ver√∂ffentlichung.
Die Kr√∂nung dieses Werkes zur modernen Metal-Offenbarung erf√§hrt es aber erst durch den Einsatz von Borknagar-Vokal-√Ąsthet Simen Hestn√¶s, der neben Garm von Arcturus bzw. Ulver wohl √ľber eines der markantesten und in seinem Klang beeindruckendendsten Stimm-Organe im h√§rteren Metal-Bereich verf√ľgt. Doch auch Lead-S√§nger Shagrath √ľberzeugt durch seinen - in gewissen Grenzen - durchaus abwechslungsreichen Gesang, der die d√ľster-elit√§ren Texte w√ľrdig, wenngleich auch etwas farblos, intoniert.
Ob man jetzt noch von Black Metal sprechen kann, ist mehr als fraglich. 'Spiritual Black Dimensions' entzieht sich einer speziellen Kategorie, Elemente aus den verschiedensten Sub-Genres wurden verarbeitet, Modernes und Bewährtes gleichermaßen verwendet, dem Black Metal, im Sinne Mayhem'scher Definition und Tradition, ist man aber ferner denn je.
Nach dem Mainstream-Album 'Enthrone Darkness Triumphant' ist 'Spiritual Black Dimensions' ein Werk, das aufgeschlossen f√ľr Neues einem viel h√∂herem musikalischen Anspruch gen√ľgt, sich dabei aber dennoch nicht den vorher erschlossenen H√∂rerschichten vollends verschlie√üt. Ob Dimmu Borgir in kommerzieller Hinsicht an ihrer Erfolge vom Vorg√§nger ankn√ľpfen k√∂nnen, ist ungewi√ü, sicher ist aber, da√ü sie es hier zweifelsohne verdient h√§tten. Einzw√§ngenden Schranken entr√ľckt und trotzdem traditionell-arrivierte Muster nicht vernachl√§ssigend, ist diese Band nun auch wieder musikalisch ernst zunehmen.

Deadleft am 04.04.2004




Titelliste

01. Reptile
02. Behind The Curtains Of Night--Phantasmagoria
03. Dreamside Dominions
04. United In Unhallowed Grace
05. The Promised Future Aeons
06. The Blazing Moonlight Of Defiance
07. The Insight And The Catharsis
08. Grotesquery Conceiled (within Measureless Magic)
09. Arcane Lifeforce Mysteria


Spielzeit

49:16 min


Erscheinungsjahr

1999


Internetseite



Label



Vergleichbarer Ohrenschmaus



Konzerte/Festivals mit Dimmu Borgir



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