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Obtained Enslavement # Witchcraft

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Überrascht war ich von diesem Album. Wirklich überrascht. Man beschrieb es mir als Dimmu Borgir Abklatsch. Dementsprechend negativ eingestellt ging ich an die Sache. Mit Dimmu Borgir hat Obtained Enslavement aber nichts gemein, außer vielleicht der Staatsbürgerschaft.
Dargeboten wird melodischer, aber dennoch grimmiger Black Metal, wie er mir in solch einer Komplexität und Sensibilität noch nicht untergekommen ist. An Majestätik kaum zu übertreffen haben die Mannen um Ex-Gorgoroth Shouter Pest ein wahrhaftes Meisterwerk zusammengefriemelt.
Wie schon gesagt, ist das Album sehr komplex aufgebaut. Im Näheren meine ich damit die gesamte Gitarren und Keyboardarbeit. Während die Rhythmus-Gitarre eher im Hintergrund einen verstärkend wirkenden Schrammelteppich bildet, leistet die recht hochgestimmte Lead-Gitarre wahrhaft Zauberhaftes. Gitarrist Doden schüttelt einen nach dem anderen, voll Melancholie, voll Feinheit und dennoch voll Bosheit strotzenden Riff aus dem Ärmel, das ist einfach unbeschreiblich! Bei Songs wie 'Warlock' und 'Carnal Lust' spielt sie sich im Verlauf der Songs in einen dermaßenden Melodierausch, der einen wahrlich fesselt. Mir fällt auch spontan keine Band ein, mit dem man das vergleichen könnte. Sehr interessant ist auch die abwechselne Melodieführung von Lead-Gitarre und Keyboard, die oftmals im Duett ein eine Symphonie der Dunkelheit erzeugen. Das Tempo bewegt sich im schnelleren Bereich, aber auch das Schlagzeug weiß im richtigen Moment auf die Bremse zu treten.
Etwas zu meckern gibt es in Bezug auf den Sound, der mächtig breiig dahergeschritten kommt. Die Rhytmus-Gitarre ist oftmals sehr schwer zu vernehmen, genau so, wie die Snare des Schlagzeugs. Dort gibt es enorm Verbesserungsbedarf.
Ansonsten liefern Obtained Enslavement ein geniales Stück Black Metal ab, wie es bisher einmalig ist. Feinfühlig, sensibel, melodiös und sanft, aber trotzdem böse, fies, und gemein und sehr majestätisch. Und in jedem Falle in keiner Weise mit Dimmu Borgir zu vergleichen, denn die würden nie an diese Leistung herankommen.

Turov am 26.05.2005




Spielzeit

51:34 min


Erscheinungsjahr

1996


Internetseite



Label

Wounded Love Records


Vergleichbarer Ohrenschmaus



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