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Nagelfar # Srontgorrth (2)

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Nagelfar (nicht zu verwechseln mit NAGLFAR) aus Deutschland haben ja bekanntlich schon mit ihrem recht guten Debut 'Hünengrab im Herbst' auf sich aufmerksam gemacht. Doch was die Drei hier abliefern ist schlichtweg genial!
Aber: langsam, langsam: Zuerst muß gesagt werden, daß es sich hierbei um ein Konzeptalbum handelt. Es wird die Geschichte eines Krieger namens 'Srontgorrth' erzählt (Ähnlich wie bei Abigors 'Orkblut') - daher auch der Albumtitel. Eingeteilt ist dies in 5 Kapitel. Hier ist auch schon das erste Bemerkenswerte: Der Silberling hat eine Spielzeit von 70 (!) Minuten! Die ersten beiden Tracks sind jeweils über 16 Minuten lang. Titel 3 & 4 je über 9 und der letzte ist ganze 18 Minuten lang. Dieses, ich nenn es jetzt schon mal Meisterwerk, beginnt recht verhalten. Ruhiges Intro, gepaart mit spacigen Klängen und einem einleitenden Akustikgitarrenspiel, untermauert mit düsteren Keyboardschwaden. Noch ein einleitender Text, und es geht Kapitel 'Als die Tore sich öffneten' los: Durch knackige Blastbeats geht richtig die Post ab - ohne jedoch in stupides Geknüppel à la Marduk auszuarten (soll keine Wertung sein!). Das Keyboard ist fast ständig präsent und gibt dem eher schrammeligen aber doch melodischen Gitarren noch mehr melodische Unterstützung. Ständig wird der 16-minütige Song durch ruhige Passagen und reinem Keyboardspiel unterbrochen, was zu einer großen Abwechslungsreichhaltigkeit führt. Nach einem sehr gut gemachten Outro wundere ich mich, daß der 2. Titel beginnt. Was?!? 16 Minnuten schon um?!? Da kann was nicht stimmen! Doch, stimmt alles. Wow, derart kurzweilige 16min44sec hab ich noch nicht erlebt, obwohl einige Riffs immer wiederkehren. Dies setzt sich in allen weiteren Kapiteln fort. Bis auf den 4. Track, wobei wir auch schon bei einem großen Kritikpunkt wären. Nagelfar experimentieren da mit einer Mischung aus Synthi-Pop und Techno umher, völlig ohne Gitarren. Ich bin der Meinung, das so etwas auf einem Metal-Album nichts zu suchen hat. Kurze Einspielungen à la CoF sind OK, aber 9 Minuten.. Man könnte sich die gesamte 'Srontgorrth' in einem Stück anhören, ohne Langeweile, aber diese komplett überflüssigen 9 Minuten unterbrechen so etwas abrupt. Nö, also nöö,nö, Jungs. Nichts gegen Experimentierfreudigkeit, aber das geht zu weit.
Der Sound ist ziemlich gut. (Ist man von deutschen BM-Bands garnicht gewohnt :-)!). Sehr geil sind die Riffings geraten: sie setzen sich dermaßen gut ins Ohr, so daß, na ja, man kennt das ja: hört man Morgens irgendein Lied, geht einem die Melodie bis einschließlich Mittag nicht mehr aus dem Kopf. Aber diese Riffings bleiben noch bis nachts halb Zwölf hängen. Sehr schön auch die Texte: Sie regen viel zum Nachdenken in ruhigen Stunden an. Also nicht unbedingt was für Marduk - Fans (soll wieder keine Wertung sein!). Ungewöhnlich, aber effektvoll sind die gelgentlichen, aussergesanglichen Texteinwürfe. Sehr schön anzusehen auch das geschmackvolle Artwork.
Also wenn dieser 'Aussetzer' in Form des 4. Titels nicht währe, wäre 'Srontgorrth' sicher einer der Kandidaten für das 'Album des Jahrtausends', aber eben wegen dieses Titels ist diese Album 'nur' genial - Man hat ja schließlich noch ca. 60 min metallischen Hochgenuß. Trotzdem: Respekt an Nagelfar! Daran sollten sich andere deutsche BM-Bands ein Beispiel nehmen (vorallem soundtechnisch!). Man bedenke, daß 'Srontgorrth' erst die zweite Veröffentlichung des noch jungen Labels Kettenhund Records ist. Eingefleischten Demo-Besitzern dürften die ersten 3 Stücke bekannt vorkommen. Abschließend sei noch gesagt, daß, wenn Nagelfar solche Titel 4 - Experimente lassen, ihnen eine große Zukunft bescheiden sein wird, womit ich nicht den Kommerz antreiben will. Interessierte können blind zugreifen.

Turov am 03.05.2005




Spielzeit

69:57 min


Erscheinungsjahr

1999


Label

Kettenhund Records


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