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Maniac Butcher # Epitaph

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Der Zusatz 'The Final Onslaught' im Titel deutet es an, das Statement im Booklet bestätigt es: 'Epitaph' ist das Abschieds-Album der Tschechen. Die Erklärung für den unerwarteten Split, man sei vom Keyboard/Gothic-Trend angepisst und befürchte, dass es keinen Platz mehr für Bands wie Maniac Butcher gebe, ist allerdings ziemlich fadenscheinig; aus meiner Sicht nur ein Vorwand, wenn man sich vor Augen führt, wie sehr die Band z.B. noch auf der Tour mit Taake im Oktober 2001 umjubelt wurde.
Wie gesagt, 'Epitaph' ist das letzte Werk Maniac Butchers; von einem 'finalen Paukenschlag' zu sprechen, ist angesichts der recht mageren Leistung aber eher unpassend. Zumindest klangtechnisch war man in der Vergangenheit schon um Klassen besser, 'Epitaph' hat verhältnismäßig leise Drums und einen kratzigen, undeutlichen Rauschesound, der die Blastparts nicht gut zur Geltung bringt. Woran es jedoch vor allem mangelt, sind diese charakterstarken, einprägsamen Songs, wie sie z.B. auf 'Cerná Krev' noch zu finden waren. 'Epitaph' wirkt bei den Thrash-beeinflussten Midtempoparts eingerostet, während der schnellen Momente dagegen vielfach zu monoton und einschläfernd. Wenigstens setzt man der Sache in 'Zku?et I nauceni...' nach sechsminütigem Herumgetrödel noch einen würdigen Schlusspunkt und packt ein allerletztes Mal den Knüppel aus. Dieser letzte Part ist aber leider die einzig wirklich mitreißende Stelle auf dem Album.
Bleibt zu hoffen, dass Blasphemer und Barbarud uns wenigstens in Form ihrer anderen Projekte und Bands erhalten bleiben, und wenigstens dort nochmals zu einer mit 'Krvestreb' vergleichbaren Leistung auftrumpfen. Denn 'Epitaph' ist - bei allem Respekt - kein zufriedenstellendes Ende für eine solche Band.

Ach ja, das hatte ich vergessen: die CD-Version enthält ein lustiges Video, wo die beiden in voller Montur auf einer Art Abenteuerspielplatz herumrennen und Grimassen ziehen, dass die Schwarte kracht. Ich hatte stundenlang Bauchweh vom Lachen.

Herjulf am 25.04.2005




Spielzeit

34:50 min


Erscheinungsjahr

2001


Label

Pussy God Records


Vergleichbarer Ohrenschmaus



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