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Sanity # Nocturnal Poems

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Das zweite Album von Sanity besticht vor allem dadurch, daß die positiven Punkte des Debuts schlichtweg übernommen und mit einer noch größeren Portion Leidenschaft, Dramatik und Abwechslung versehen wurden. Und das ist für mich aber auch gleichzeitig Anlaß zur Kritik.

'Nocturnal Poems' fügt sich wirklich naht- und beinahe übergangslos an 'Sinister Reflections' an. Mit dem, nach meinem Höreindruck, exakt gleichen Sound versehen, klingt dieses Album wie eine Fortsetzung zum Vorgänger. Das Material ist zwar über die gesamte Spieldauer von weit über einer Stunde ein Stück schneller, hier und da findet man eine Spur mehr Bombast oder prägnantere Keyboardeffekte, das Grundprinzip ist aber weitgehendst erhalten geblieben. Für sich betrachtet ist 'Nocturnal Poems' innerhalb des deutschen Undergrounds ein herausragendes Album, die Komplexität bei gleichzeitiger Hörbarkeit scheint mir für eine Band ohne ein finanzkräftiges Label im Rücken unerreicht. Trotzdem fehlt mir der entscheidende Schritt in Richtung Weiterentwicklung.
Der erste der zwei Bonussongs 'Chromerock' fällt gegenüber allen anderen Songs völlig aus dem Rahmen. Hier vereinigen sich die gewohnten Elemente aus Black Metal und Heavy Metal mit starken Punk Rock Einflüssen. Sehr extravgant und schwer verdaulich. Der zweite Bonussong 'Epic Song' ist ein kurzes, eingängiges und refrainbetontes Stück mit durchweg unverzerrtem Gesang und einem Gitarrensolo im Mittelteil. Mit 'Belsatzar' und 'Der Knabe im Moor' haben Sanity sogar zwei Gedichte von Heinrich Heine bzw. Annette von Droste-Hülshoff vertont. Vor allem letzteres Stück sollte in Zukunft zur Veranschaulichung in den Lehrplan für Deutsch aufgenommen werden.

Insgesamt betrachte ich dieses Album etwas zwiespältig, mit einem richtigen Schlagzeug und einem etwas kräftigeren Gitarrensound sollte das nächste Album jedoch alles Dagewesene in den Schatten stellen können. Das Potential ist in jedem Fall vorhanden.

Patrick am 28.05.2005




Titelliste

01. Introitus
02. Belsatzar
03. Hymn to the Ancient Forest
04. Die verlorene Schlacht
05. The Sorcerer
06. The Four Horsemen
07. Sturm
08. The Castle of Eternity
09. Der Knabe im Moor
10. Rex Coeli Domine
11. Das Moor
12. Witchhaven
13. Chromerock


Spielzeit

71:52 min


Erscheinungsjahr

1999


Label

Eigenproduktion


Vergleichbarer Ohrenschmaus



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