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Cradle of Filth # From the Cradle to Enslave

Cover: Cradle of Filth # From the Cradle to Enslave

Mitten in das vorweihnachtliche Treiben des mittlerweile verblichenen Jahres 1999 plazierten die Briten, ├╝ber deren personelle Zusammensetzung ich schon l├Ąngst den ├ťberblick verloren habe, eine MCD die einen zwiesp├Ąltigen Eindruck bei mir hinterlassen hat. Diese Ver├Âffentlichung enth├Ąlt neben zwei Coverversionen auch zwei neue St├╝cke, sowie Neueinspielungen zweier bereits ver├Âffentlichter Titel. Die neuen Titel sprengen naturgem├Ą├č den Rahmen des 'Cruelty and the Beast'-Materials, da├č ja bekanntlich an ein bestimmtest Konzept gebunden war. Das Titelst├╝ck erscheint mir pers├Ânlich mit Ch├Âren und Effekten ├╝berladen, weshalb vor allem dem Schlagzeug keinerlei Raum zur Entwicklung gegeben und somit oft zum rein funktionellen und monotonen Rhythmus-Geber degradiert wird. Trotzdem wird dieser Titel wohl seine Freunde finden. Die konseqente Vermischung von Gothic- und Black Metal Elementen dr├Ąngen ihn gewisserma├čen einem ansehnlichen Teil der Anh├Ąnger beider Stilrichtungen auf.
Das zweite St├╝ck 'Of Dark Blood and Fucking' gef├Ąllt mir dagegen um einiges besser. Hier finden Cradle of Filth, zumindest in Ans├Ątzen, zu alter Agressivit├Ąt und Extremit├Ąt zur├╝ck. Zudem erinnert es mich an Covenants 'Nexus Polaris', vor allem was die choralen Ges├Ąnge von Sara Jezebel Deva und diverse Soundeffekte anbelangt. 'Of Dark Blood and Fucking' ist, im Gegensatz zu vielen St├╝cken vom letzten Album, im Herzen wieder schwer metallisch und sehr gewaltt├Ątig. Auch wird dieser Song in seiner ├ťberschaubarkeit wohl die wenigsten ├╝berfordern. Nur sollte man nicht mit den unvermeidlichen und f├╝r den herk├Âmmlichen Black Metal ungew├Âhnlichen Keyboards nicht auf Kriegsfu├č stehen.
Hierauf folgt ein Cover des Misfits-Song 'Death Comes Ripping', der ├╝berhaupt nicht zu einer Band wie Cradle of Filth passen will. Zwischen den opulenten Arrangements der bandeigenen Titel und der simplen und rohen Strukur des Punks liegen, wie hier unschwer nachzuweisen ist, Welten. Schlecht klingt 'Death Comes Ripping' nicht; das St├╝ck ist ohne tieferen Anspruch, sehr geradlinig im Aufbau und wahrscheinlich gut zm Agressionsabbau geeignet. Hier gilt aber das gleiche wie f├╝r das Venom- und Sodom-Cover von der 'Cruelty and the Beast' Special Edition: Das Covern sollten die Briten besser sein lassen, ihre eigenen St├╝cke haben bedeutend mehr zu bieten.
Der zweite Cover-Song, eine Neuinterpretation des Anathema-Titels 'Sleepless', hat dagegen wesentlich mehr Substanz. Er gl├Ąnzt mit einigen guten Riffs, einem h├╝bschen Gitarrensolo und dem schwerm├╝tigen Geist von Anathema, den selbst die sonst so dekadent-sinnlichen Insulaner nicht haben vermeiden k├Ânnen.
Das vorletzte St├╝ck 'Perverts Church (From the Cradle to Deprave)', ist, wie der Untertitel schon vermuten l├Ą├čt, ein Remix des Titelsongs und steht in der Tradition von 'Twisting Further Nails (The Cruci-Fiction Mix)' von der Special-Edition des 'Cruelty and the Beast'-Albums. Der Song mutiert hier zu einer Drum-and-Bass-Nummer, die mich etwas ├Ąrgerlich stimmt. Nein, gegen Experimente solcher Art habe ich generell nichts einzuwenden, nur entsetzt mich die Beliebigkeit dieses St├╝ckes. Au├čer dem f├╝r den Black Metal ungew├Âhnlichen Rhythmus wird hier wenig geboten. Ein paar Verzerrungen, der langsam ├╝berstrapazierte Gesang von Sara und einige wenige Schreie von Dani machen noch lange kein Stil-Experiment mit dauerhaftem Wert. Gut, 'Perverts Church' ist durchaus f├╝r offene Ohren h├Ârbar und auch besser gelungen als das erw├Ąhnte 'Twisting Further Nails', aber von einem gelungenem Forschen in unbekannten Gew├Ąssern kann man hier beim besten Willen nicht sprechen.
Angesichts des letzten Stückes 'Funeral in Carpathia (Be Quick or Dead Version)' hatte mein Ärger keine Chance zu verfliegen. Das Original von 'Dusk.... and her Embrace' wurde hier regelrecht verhunzt und seines Zaubers beraubt. Cradle of Filth sollten, wenn sie schon ihren Stil soweit in modernere Richtungen lenken, dies auch konsequent tun und die Geschichte ruhen bzw. ihre alten Songs in der ursprünglichen Form belassen. Diese Version mag für Cradle of Filth-Neueinsteiger akzeptabel klingen, allen Fans der früheren Alben führt sie aber schmerzlich den Beinah-Stilwechsel vor Augen.

Deadleft am 03.04.2004




Titelliste

01. From The Cradle To Enslave
02. Of Dark Blood And Fucking
03. Death Comes Ripping
04. Sleepless
05. Funeral In Carpahia (Be Quick Or Be Dead Version)
06. Dawn Of Eternity


Spielzeit

32:05 min


Erscheinungsjahr

1999


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Label



Vergleichbarer Ohrenschmaus



Konzerte/Festivals mit Cradle of Filth



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