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Cradle of Filth # Cruelty and the Beast

Cover: Cradle of Filth # Cruelty and the Beast

Nach den kommerziellen Erfolgen von Cradle of Filth wendeten sich viele Puristen, schwarz-weiß kopierte Cover und Garagensound preisend, von den Briten ab. Doch die aufwendigen Produktionen konnten eben auch viele neue Metalfreunde gewinnen und ließen Cradle of Filth neben Dimmu Borgir zu den neuen Stars am Black Metal Himmel avancieren. Mit dem neuesten Output verbanden die meisten die Befürchtung, daß die Band in seichte Gothic-Gefilde abdriften oder sich selbst kopieren könnte.
Alle Feinde muß ich aber enttäuschen, sie werden nicht hämisch über eine verweichlicht-verkitschte Platte grinsen können, denn Cradle of Filth anno 1998 werden, und das ist wohl auch gut so, nicht in die deutschen Albumcharts, die seit Dimmu Borgir immer wieder als Erfolgsreferenz herhalten müssen, aufsteigen. Das grundlegene Konzept ist geblieben: komplexe, abwechslungsreiche Songs mit vielen Effekten und überlangen Texten, die diesmal überdurchschnittlich morbid-obszön ausgefallen sind und deshalb auch einen 'Explicit Lyrics'-Kleber auf der CD-Hülle nach sich zogen. Das Keyboard fügt sich sehr harmonisch mit fesselnden Melodien und Soundeffeffekten ('Venus in Fear') in die insgesamt zehn Stücke ein.
Geändert hat sich der Sound des Keyboards, das jetzt über weite Strecken deutlich sakraler klingt ('Once Upon Atrocity') und die Drums. Jene sind nicht mehr so variabel wie noch auf 'Dusk.... And Her Embrace', dafür aber umso basedrum-lastiger. Wehrmut meint dazu treffend: '...unten macht er 'n bissl was und oben trinkt er Kaffee...'. Die Blast-Speed-Parts klingen auch nicht so überzeugend und lassen mich an der Klasse Nicholas' zweifeln. Ein weiteres Novum ist, daß der Stil jetzt deutlich epischer, dramatischer aber weniger bombastisch. Dies mag sicherlich auch daran liegen, daß 'Cruelty and the Beast' ein Konzeptalbum über die Gräfin Elisabeth Bathory ist und damit einen ganz anderen Anspruch an die Dramaturgie und die Arrangements als der Vorgänger stellt. Diesem Faktum folgend, wurde bei den Kompositionen mehr Wert auf gänsehauterregende Effekte ähnlich wie in Horrofilmen gelegt. Im Song 'Desire in Violent Overture' überrascht uns das neue Werk mit einem absonderlichen Gitarrensolo, daß wohl auch in ein Slayer-Album gepaßt hätte. Trotz aller, nicht immer leicht verdaulichen, Veränderungen, muß man 'Cruelty and the Beast' als Schritt nach vorn betrachten.
Wenngleich Cradle of Filth, ob ihres Erfolges immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik stehen, muß man dieser Band einige Attribute bescheinigen, die so manche untalentierte Black Metal Band vorgibt zu besitzen: originell, perfektionistisch und absolut einmalig.

Deadleft am 03.04.2004




Titelliste

01. Once Upon Atrocity
02. Thirteen Autumns And A Widow
03. Cruelty Brought Thee Orchids
04. Beneath The Howling Stars
05. Venus In Fear
06. Desire In Violent Overture
07. The Twisted Nails Of Faith
08. Benighted Like Usher
09. A Murder Of Ravens In Fugue
10. Eyes That Witnessed Madness
11. Portrait Of A Dead Countess
12. Lustmord And Wargasm (the Lick Of Carnivorous Winds)


Spielzeit

58:53 min


Erscheinungsjahr

1998


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Label



Vergleichbarer Ohrenschmaus



Konzerte/Festivals mit Cradle of Filth



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