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Gorgoroth # Twilight of the Idols

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Nach 'Incipt Satan' war ich ja sehr skeptisch. Zu wenig liess das Album durchblicken, was Gorgoroth ausmacht: verwobene, ergreifende Melodien. Der Opener 'Procreating Satan' fängt schon mal gut an in dieser Richtung, auch wenn der Gesang anfangs durch seine zusätzliche, künstliche Verzerrung äußerst gewöhnungsbedürftig ist. Wenn man den Gesang jedoch erst einmal liebgewonnen hat, merkt man, dass dieses Unnatürliche im Kontext sehr passend ist und der Gorgorothschen Raserei nur noch mehr Kälte verleiht. Ab und an streuen die Mannen um Eierkneifer-Gaahl Midtempo-Parts ein, die sehr dunkel, böse und brutal wirken. Trotz des ungewöhnlich modernen Anstrichs im Gesang, strömt diese Platte eine Old-School-Aura aus, wie ich sie seit langem nicht mehr wahrnehmen durfte. Unter dem schwarzen Deckblatt von Nucular Blast befindet sich ein Cover, das dem geneigten Hörer angesichts der fröhlich fackelnden Kirche doch stark an Burzums 'Aske' erinnern dürfte. Im gewohnt textlosen Booklet sind die Musiker im schönsten, bösesten und vor allem dreckigsten Corpsepaint der letzten fünf Jahre auf garstigen, grünlich-fahlen Fotos festgehalten. Nix Immortal-Panda oder Kasperletheater-Marduk. Supreme Art of Darkness!
Doch zurück zum Wesentlichen: 'Exit through Carved stones', der dritte Song auf diesem Silberling, beginnt wie ein Trauermarsch und geht dann in flottere Midtempo Regionen über, die immer wieder von langsamen, sehr melodischen Parts unterstrichen werden. Der Song endet mit Kirchenglocken, was mit dem Cover und dem sehr seltsamen Orgel-Outro ein zynisch-böses Gesamtkunstwerk bildet. Lied vier, 'Teethgrinding', ist das ungewöhnlichste Stück auf diesem Album. Es besticht durch - zumindest für Gaahls Verhältnisse klaren - Gesang (!) und ist für mich der Höhepunkt des Albums. Wen dieser Song nicht erschreckt, der wird den Rest lieben! Der Song 'Of Ice and Movement', der so klingt wie er heisst (der Anfang erinnert mich ein wenig an 'Natassja in Eternal Sleep' von Darkthrone) ist, nebenbei bemerkt, einem gewissen Kjetil Haraldstad gewidmet, den die meisten unter den Namen Frost kennen dürften und überrascht mit einem Industrial-Outro, welches dann in das schon erwähnte Orgelgeklimpere übergeht. Abwechslung wird hier also gross geschrieben.
Alles in allem ein sperriges Album, das viel Zeit braucht. Aber wenn es einen erst einmal gepackt hat, lässt es einen nicht mehr los!

THFS am 08.04.2005




Spielzeit

32:35 min


Erscheinungsjahr

2003


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Label



Vergleichbarer Ohrenschmaus



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