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Gehenna # Malice

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Ich glaube kaum jemand wird mir widersprechen, wenn ich 'Malice', den dritten 'Spell' aus dem Hause Gehenna, als deren kommerziellstes Werk bezeichne. Nach dem wohl etwas zu zahm ausgefallenen 'First Spell' hatte man in der Vergangenheit die Regler ja schon bei 'Seen Through The Veils of Darkness' hochgedreht und fortan etwas deftigere Kost verzapft. Auf 'Malice' setzt man nun diese Linie konsequent fort. Das heißt: melodischer, trotzdem nicht weichlicher Black Metal, ausgezeichnete Produktion, lange, aber durchdachte, facettenreiche Songs, dazu in jedem Stück einige einprägsame Melodien, das Keyboard wirkt abwechselnd untermalend und melodieführend und Blasts gibt es nur an Stellen wo's auch Sinn macht.
Nicht selten klingen die Gitarren sogar leicht rockig (z.B. in 'Manifestation'). Der Sound weist öfters auch einen starken Gothic-Metal-Bezug auf ('She Who Loves The Flames' - mit leicht orientalischen Melodien), ohne aber schmalzig oder gekünstelt zu wirken; und es gibt auch wieder ein paar wirkliche Killer und ein paar Tracks mit eher überflüssigem Geschrammel ('Ad Arma, Ad Arma'). Insgesamt überwiegt vom Songmaterial her aber deutlich der positive Eindruck.
Eher Geschmackssache ist hingegen, dass die Melodiebögen hier teilweise wirklich so simpel gestrickt sind, dass sie jeder spätestens nach dem zweiten Durchlauf mitsummen kann. Gehennas Musik ist einfach zu hören, dermaßen einfach zu hören, dass man manchmal dazu neigt, sie als unbeachtete Hintergrundbeschallung zu missbrauchen. Und das ist eben mein Kritikpunkt an 'Malice': Es ist ein gutes und durchdachtes Album, keine Frage, es ist ein Album, dass garantiert nicht schon nach ein paar Durchläufen abgenutzt ist, sondern auch längerfristig interessant bleibt. Aber mir fehlen hier einfach die Ecken und Kanten, mir fehlt diese Verträumtheit von 'First Spell' oder der mächtige und ungebändigte Charakter von Liedern wie 'A Witch is Born' auf der letzten Platte. Mir fehlt diese gewisse Rohheit und Unvorhersehbarkeit, die für mich solche Musik erst wirklich interessant macht. Wer trotz allem noch nach einer (etwas) weniger glattgebügelten Version von Dimmu Borgirs 'Enthrone Darkness Triumphant' sucht, kann sich ja hiermit Abhilfe schaffen.

Herjulf am 08.04.2005




Spielzeit

58:16 min


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