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Dimmu Borgir # Puritanical Euphoric Misanthropia

Cover: Dimmu Borgir # Puritanical Euphoric Misanthropia

Rückblickend muß ich meine Kritik zum Vorgängeralbum 'Spiritual Black Dimensions' noch etwas korrigieren. Trotz der unbestritten herausragenden Stimme von Vortex (Simen Heastnes), der ein oder anderen guten kompositorischen Idee und dem handwerklichen Geschick der Musiker ist jenes Album vor allem eines: klischeehafte Musik mit aufgesetzter Agressivität und jeder Menge Keyboardkleister. Wenigstens ist eine Steigerung zum unsäglichen Schlüsselwerk der Band 'Enthrone Darkness Triumphant' unverkennbar.
Und dem Vergleich zum hier vorliegenden 'Puritanical Euphoric Misanthropia', das dafür gesorgt hat, daß ich neues Material dieser Band allenfalls noch aus der extrem preisreduzierten Ramschkiste kaufe, hält es allemal stand. Die aufwendige Aufmachung und das Einbeziehen eines waschechten Orchesters lassen keinen Zweifel daran, daß hier großer Aufwand betrieben wurde. Doch schon das orchestrale Intro 'Fear or Wonder' ist unerträglich: Ein vor prätentiöser Tragik zerfließendes Machwerk aus Streicherarrangements, das sich in immer neuen Anläufen in unfassbar kitschigen Pathos hineinsteigert. Daran schließt sich bis zum Outro 'Perfection or Vanity' ein bunter Reigen einfältiger und im Studio auf Hochglanz polierter Langeweile an. Klar, im Vergleich zu 'Enthrone Darkness Triumphant' sind die Songs komplexer und die Musiker um einiges versierter an ihren Instrumenten. Doch das ändert nichts daran, daß 'Puritanical Euphoric Misanthropia' wie routiniert und leidenschaftslos abgespulte Auftragsarbeit klingt.
Von der einstigen Mystik der Band, die in jedem Fall auf dem Debüt und mit etwas gutem Willen auch noch auf dem zweiten Album überzeugen konnte, ist nichts mehr zu erkennen. Insofern wirkt der Bandname 'Dimmu Borgir' heute wie eine überholte Bezeichnung für längst Vergangenes. Es ist erstaunlich wie eine Stunde Musik an einem vorbeiziehen kann, ohne auch nur die geringste Regung oder auch nur ein Aufhorchen beim Hörer zu erzeugen. Diese Musik berührt den Hörer nicht, sie überschwemmt ihn mit perfekter Banalität: Nicholas Barkers Schlagzeugspiel ist makellos und durchaus beachtlich, das Orchester, für das man sich das Geld hätte sparen können, strickt nette Allerweltsteppiche, welche die kantenlosen Songs nett umschmeicheln und statt Mystik zu erzeugen, nahezu jedes zweite Stück vor Pathos triefen lassen (gerade der Anfang von 'Sympozium' ist kaum zu ertragen). Die Keyboard-Einsätze geben sich den Anschein, origineller als der Durchschnitt sein, sind aber dennoch nichts anderes als wohlkalkulierte Dutzendware auf gehobenem Niveau und daß die Gitarren hier noch nicht erwähnt wurden, liegt daran, daß sie bis auf wenige Riffs nichts Hörbares zu bieten haben. Eine Schande.
Dimmu Borgir mögen kommerziell in gewissen Grenzen erfolgreich sein und mit Amateuren hat man es beileibe nicht zu tun. Ganz im Gegenteil, gerade Nicholas Barker oder Vortex würde ich zu gern in anderen Bands spielen und singen hören. Doch mit ihrem fünften Studioalbum hat die Band einen neuen Tiefpunk in ihrem Schaffen produziert. 'Puritanical Euphoric Misanthropia' ist kompositorischer Müll, herzlose Massenmusik und Werbe-CD für das Aufnahmestudio in einem.

Deadleft am 07.03.2005




Titelliste

01. Fear and Wonder
02. Blessings upon the Throne of Tyranny
03. Kings of the Carnival Creation
04. Hybrid Stigmata - The Apostasy
05. Architecture of a Genocidal Nature
06. Puritania
07. IndoctriNation
08. The Maelstrom Mephisto
09. Absolute Sole Right
10. Sympozium
11. Perfection or Vanity


Spielzeit

58:04 min


Erscheinungsjahr

2001


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Label



Vergleichbarer Ohrenschmaus



Konzerte/Festivals mit Dimmu Borgir



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