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Dark Serenity # Der Alphabet

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Auf der zweiten, in Eigenregie produzierten, Veröffentlichung von Dark Serenity erwartet den Hörer ein konsequent umgesetztes Konzept, daß sich für meine Begriffe grundlegend aus den Elementen minimalistischer Doom Metal, eigenartige und -willige Gestaltung und düstere Verfallslyrik zusammensetzt. Zunächst zur Musik: Auf 'Der Alphabet' treffen verzerrte, größtenteils langsame Gitarrenläufe auf zwei, mal solistisch, mal alternierend agierende Gesangs- bzw. Sprechstimmen, wovon die eine dem Death Metal mehr als nur nahe steht und die andere gänzlich klar, aber nicht weniger dunkel daherkommt. Garniert wird diese Basis zum Beispiel mit unverzerrten Gitarren-Einschüben und einem zumeist unauffälligen Keyboard, daß lediglich im letzten Stück 'Weeping Vampires' flächig eingesetzt wird und sich ansonsten der gewollten Spärlichkeit der Musik unterordnet. Überhaupt setzt sich 'Weeping Vampires' doch deutlich vom Rest der Titel auf 'Der Alphabet' ab. Gelegentliche Gesangs-Ausflüge zum Black Metal, ein flotteres Tempo und ein unüberhörbarer Anflug von Keyboard-Bombats gegen Ende des Stückes sprengen beinahe das ganze Konzept. Beinahe. Letztlich könnte man es aber eben auch als die letzte Entwicklungsstufe innerhalb des Minialbums begreifen.
Zu diesen schwer-traurigen Tönen, die aber doch noch Raum für Melodie und auch Harmonie lassen, gesellt sich nun eine durchweg dunkel-romantische und für den Doom Metal typische Lyrik, die Themen wie Verlust, Zerfall, Einsamkeit und Verlangen thematisiert.
Die durch beide Elemente hervorgerufene knarzige und auch beklemmende Atmosphäre erinnert mich zuweilen an die polnische Gruppe Hermh und ihr Album 'Echo', wenngleich 'Der Alphabet' auch deutlich fester im Doom Metal verwurzelt ist, als das Album der Polen.
Zwei Kritikpunkte müssen sich Dark Serenity dennoch von mir gefallen lassen: Zum einen mißfällt mir der Umstand, daß die Texte nicht im Booklet abgedruckt sind und zum anderen halte ich die, zum Glück nur ganz selten eingesetzte, Frauenstimme für schlichtweg störend und damit überflüssig.
Auf der CD befindet sich im übrigen noch eine CD-ROM-Spur, die einen Konzertmitschnitt, diverse Bilder und die Geschichte der Band enthält.
Zum Schluß kann ich nur noch die Emfehlung aussprechen, sich dieses Album anzuhören. Freunde der gepflegten Melancholie und Nachdenklichkeit werden hier unter Umständen fündig.

Deadleft am 07.03.2005




Spielzeit

37:17 min


Vergleichbarer Ohrenschmaus



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