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Celestia # Apparitia (Sumptous Spectre)

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Keine leichte Aufgabe, diese schwierige Scheibe in so wenigen Zeilen adäquat zu besprechen.
Grundlegend kann man sagen, das Celestia ihrem -von den letzten Veröffentlichungen (MCD, EPs) her bekannten- musikalischen Stil eigentlich treu geblieben sind, nur dass man hier und da die Stücke auch mal mit ein paar ruhigeren Parts angereichert hat. Dadurch, und wohl hauptsächlich auch durch die Tatsache, dass die fürs Album nochmals neu eingespielten Demo-Songs weniger harsch und rohl klingen als in ihren ursprünglichen Versionen, wirkt 'Apparitia' eben viel weniger aggressiv als z.B. noch das 'Dead Insecta...'-Demo oder die Split mit Inferno etc.
Celestia hat sich aber trotzdem, nicht nur optisch, extrem gewandelt. Ich will nicht sagen 'gothic-mäßig', denn das wäre absolut falsch beschrieben, aber man traut sich, nun auch mal mit einem eher (morbid) romantischen, schöngeistigeren Gesamtkonzept aufzuwarten, was wohl nicht wenige der alten Fans verschrecken wird. Die Texte handeln z.B. meist über Liebe und Sehnsucht zu bereits verstorbenen Frauen etc.; auch die (übrigens ausgezeichnete) Booklettgestaltung ist für ein Black-Metal-Album ausgesprochen ungewöhnlich. Egal wie man damit zurecht kommt, muss man zumindest eingestehen, dass Celestia versuchen, ihren eigenen Weg zu gehen, und nicht in der identitätslosen Masse von 08/15-Bands untergehen wollen. Musikalisch will ihnen dieser Quantensprung aber aufgrund von einigen Schwierigkeiten bei der Umsetzung nicht in vollem Umfang gelingen. Die Blastbeats z.B. sind mir hier einfach zu lasch und verwässert ausgefallen, auch der Krächzgesang hat enorm an Extremität eingebüßt. Einen Teil der Stücke, wie z.B. 'Spectra' fehlt es einfach noch an der nötigen Durchschlagskraft, so beginnen sie oft sicherlich interessant, verlaufen sich aber gegen Ende ob der oft beträchtlichen Spielzeit einfach in Belanglosigkeiten, es fehlt ihnen einfach eine gewisse Kompaktheit und Geschlossenheit. So warten einige manchmal nur mit einem oder zwei wirklich gelungenen Riffs auf und der Rest langweilt den Hörer auf Dauer. Andererseits gibt es auch wirklich hervorragend gemachte Songs wie 'The Awakening of the Dormant Fiancée', 'Perverted Decadent Dying Love' oder das -musikalisch wie wohl auch textlich etwas aus dem Rahmen springende- 'The Radiance Of The Astral Circle', die die Schwächen der anderen wieder mehr als aufwiegen.
Betrachtet man dass Album insgesamt, bezieht man also die Texte und das Konzept der Platte auch noch mit ein, so merkt man förmlich, dass Celestia wirklich eine Band ist, die vor interessanten Ideen nur so sprüht, es fehlt halt momentan nur noch ab und zu die kompositorische Klasse, wirklich alles richtig schlagkräftig umsetzten zu können, und wohl auch der Mut, ihre 'Altlasten' radikaler über Bord zu werfen. Deshalb wirkt das Album gewissermaßen wie ein Mischling aus der alten, schwarzmetallichen Grausamkeit und dem ästethisierten Charakter des neueren Materials, und dadurch nicht selten etwas zwitterhaft. Wie anfangs erwähnt ist 'Apparitia' ein sehr schwieriges Album, das trotz der partiell auftretenden Schwächeerscheinungen aber auf jeden Fall denjenigen Hörer belohnt, der die nötige Zeit dafür mitbringt.
Kein Fazit, dafür aber noch ein kleiner Ratschlag an alle Nargaroth-Fans da draußen: ihr werdet 'Apparitia' nicht verstehen, also lasst bitte einfach die Finger davon.

Herjulf am 02.03.2005




Titelliste

01. The Awakening of the Dormant Fiancée
02. Necromelancholic Reveries
03. Wandering through the past Memories
04. Perverted Decadent Dying Love
05. Spectra
06. Morbid Romance
07. The Fragrance of the dead Rose
08. The Radiance Of The Astral Circle


Spielzeit

43:20 min


Erscheinungsjahr

2002


Vergleichbarer Ohrenschmaus



Konzerte/Festivals mit Celestia



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