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Black Funeral # Vampyr / Throne Of The Beast

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Black Funeral waren zu Zeiten, als dieses Album eingespielt wurde, ein in den USA beheimatetes Soloprojekt des Baron (von) Abbaddon. Nach einem Demo und zwei Platten hat man sich mittlerweile fĂŒr das bislang letzten Album, 'Moon Of Caracith', etwas vom typischen Black/Death-Metal-Sound wegbewegt, hin zu eher Ambient/Industrial-beeinflussten KlĂ€ngen, vergleichbar vielleicht mit Darkness Enshrouds 'Unveiled Ghostly Shadows'.
Auf dem Erstlingswerk 'Vampyr' frönt man aber noch dem eher klassischen Stil. Trotz des Titels hat es nichts mit schmalzig-sĂŒĂŸlicher '98er Blutsauger-Erotik von Bands wie SiebenbĂŒrgen oder Agathodaimon zu tun, sondern erfreut das geneigte Ohr viel eher mit harschem, makabren Black Metal, versehen mit einigen AnklĂ€ngen an den alten Ami-Death-Metal-Stil ('The Floating Blue Witchlight'). Die Spielweise ist sehr eigen mit gut gemachten Stimmungswechseln zwischen schleppenden, bösartigen und schnellen, aggressiven Parts, ziemlich ungewöhnlichen, nicht wirklich harmonischer Melodielinien. Die Riffs erinnern höchstens malein wenig an Ă€ltere schwedische Sachen wie NĂ„strond, The Black oder Ă€hnliche. Erstaunlicherweise war NĂ„stronds Draugr sogar am Entstehungsprozess von 'Vampyr' beteiligt, wie im (recht mageren) Booklett nachzulesen ist. Dessen Album 'Toteslaut', im selben Jahr veröffentlicht, bediente sich darĂŒber hinaus ja konzeptionell auch noch der gleichen Vampirthematik. Das nennt man dann wohl 'Blutsbruderschaft'. Aber zurĂŒck zu Black Funeral: Mit nicht einmal einer halben Stunde Spielzeit ist das Teil ziemlich kurz ausgefallen. Dazu kommt, dass nicht alle Songs so ĂŒberzeugen können wie das abwechslungsreiche 'Rising From A Dishonoured Grave'. Die Musik verbreitet aber - z.B. auch durch die dĂŒsteren Orgel-Intros - eine sehr obskure, irgendwie altertĂŒmliche, vermoderte, ja, vampirische AtmosphĂ€re, wie bei vielen alten Ami-Black-Metal-Veröffentlichungen (Masochist/Wind of the Black Mountain, Darkness Enshroud, An Erotic Funeral usw.).
Wer so etwas sucht und ĂŒber ein, zwei eher laue Songs und den mittelmĂ€ĂŸigen Sound hinwegsehen kann, dĂŒrfte hier auf seine Kosten kommen. Anzumerken ist noch, dass es von 'Vampyr' zwei verschiedene Versionen gibt, die aber, soweit mir bekannt ist, identische Cover tragen.

Herjulf am 28.02.2005




Spielzeit

27:29 min


Erscheinungsjahr

1995


Vergleichbarer Ohrenschmaus



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