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Azaghal / Tunrida # Omenne

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Von beiden Bands weiß ich nur sehr wenig, und die vier Titel auf dieser EP sind auch das erste, was ich von Azaghal und Tunrida gehört habe.
Die erste Seite gehört Azaghal, die mit 'Vihan PĂ€ivĂ€' den Auftakt dieser EP bilden. Und dieser Song hat mich mehr als positiv ĂŒberrascht. Nach einigen grĂ€ĂŸlichen Schreien poltert 'Vihan PĂ€ivĂ€' in Höchstgeschwindigkeit los. Die Gitarren rauschen finster, ein Keyboard legt dĂŒstere Schwaden ĂŒber den Teppich der Saiteninstrumente und das maschinelle Schlagzeug treibt den Song erbarmungslos an. Plötzlich setzen die Instrumente aus und eine Gitarre spielt fĂŒr wenige Sekunden unverzerrt. Danach, eingeleitet von kurzem Schlagzeuggrollen, setzt das Inferno wieder ein. Diesmal ergĂ€nzt durch eine heisere, mit Echoeffekten beladene Stimme, die im mitreißenden Refrain einen tieferen Klang annimmt. Den ganzen Song ĂŒber lĂ€ĂŸt das Tempo nicht nach; Gitarren, Keyboard und Schlagzeug erzeugen einen unmenschlichen akustischen Rausch, der gefangen nimmt. Ein zweites Mal wird der Sturm von einem unverzerrten Gitarrensolo unterbrochen, bevor die Band zum letzten Mal ihren Gewitter aus Haß und Anklage entfesselt.
'Kyy', der zweite Titel von Azaghal kommt völlig anders daher: Mittelschnell, sehr rhythmisch und mit Ă€ußerst melodischen, beinahe hymnischen EinschĂŒben, die von tiefen Growls untermalt werden. Zu alledem gesellt sich noch ein geradezu klassisch anmutendes Gitarrensolo. Gerade nach 'Vihan PĂ€ivĂ€' gelingen Azaghal mit diesem Song eine ĂŒberraschende Wendung auf dieser EP. Auch aus diesem Grund verraten die beiden kurzen StĂŒcke nicht viel ĂŒber diese Band, hörenswert sind sie aber in jedem Fall. Die Produktion ist ĂŒbrigens verwaschen und dumpf, dennoch sind alle Instrumente gut differenzierbar. Ich bin beeindruckt.
Tunrida eröffnen ihre Seite mit 'Touch of Evil'. Aggressiv und mit vielen Breaks durchsetzt, aber durchaus melodisch geht es hier zur Sache. Das StĂŒck klingt sehr traditionell und in der etwas hintergrĂŒndig abgemischten, keifenden Stimme schwingt ein gewisser Fanatismus mit. Generell wird aber allen Instrumenten gebĂŒhrend Raum gelassen; ein stellenweise Bombast heraufbeschwörendes Keyboard ist ebenso herauszuhören wie die schnarrende und spritzige Baßgitarre. Auch wenn mich dieser Song wenig berĂŒhrt, handwerklich ist er gut gemacht.
Den Abschluß des Quartetts bildet 'Incarnation of the Desolate One'. Auch hier kommt keine Langeweile auf, Tunrida streuen gekonnt Tempowechsel und atmosphĂ€rische Zwischenspiele ein. FĂŒr meinen Geschmack erscheint mir dieser Song aber eine ganzes StĂŒck zu harmlos. Die schnellen Passagen bewegen sich im Niemandsland der halbherzigen und gezĂ€hmten Aggression. Vielleicht liegt das an den Gitarren, die im Mix keine herausragende Rolle spielen. Wenn die Band das Tempo zĂŒgelt und versucht, AtmosphĂ€re zu kreieren, bewegt man sich gefĂ€hrlich nahe am Kitsch: Der Sound ist wenig dicht und das Keyboard muß im Hintergrund als schwachbrĂŒstiger LĂŒckenfĂŒller herhalten.
Trotz einiger SchwĂ€chen hat diese EP einiges zu bieten. Vor allem Azaghal und 'Vihan PĂ€ivĂ€' haben mich neugierig gemacht. Und eines dĂ€mmert mir langsam: Vielleicht habe ich bei meiner Suche nach Innovation und Perfektion im extremen Metal eine ganze Reihe kleiner Bands ĂŒbersehen, die mit einfachen Mitteln und Hingabe intensive und absolut hörenswerte Musik machen.

Deadleft am 21.02.2005




Titelliste

(Azaghal's side)
01. Vihan PÀivÀ
02. Kyy


Spielzeit

15:00 min


Erscheinungsjahr

2001


Label



Vergleichbarer Ohrenschmaus



Konzerte/Festivals mit Azaghal


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