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Arckanum # Kostogher

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Am Anfang war die Verwunderung.
'Was soll denn das für ein Intro sein? Ein altes Hutzelweib auf dem Weg zum Krämermarkt?' - Etwas irritiert lauschte ich dem heiseren Geschimpf und Kuhglockengebimmel, das sich nur mit Mühe gegen den heranbrausenden Wind behaupten kann. Shamaatae, der Mann im Trollkostüm, winkt und geleitet seinen Besucher in eine Album-Welt abseits gängiger Konventionen, soviel steht hier schon fest.
Was folgte, war größtes Erstaunen.
'Skoghens minnen v?kks': eine sich bedrohlich aufbäumende Gitarrenwand, von rasendem Blastbeat vorangetrieben, dazu gibt eine Frau immer wieder einige Worte in hexenhaftem, ritualistischem Singsang von sich. Der Sound ist unglaublich massiv und fett, für eine Black-Metal-Produktion äußerst tiefenlastig; das erzeugt eine Klangkulisse von enormer Dichte und Intensität. Sie wird durch ein exzellentes Schlagzeug bereichert, das praktisch ständig in Bewegung ist und in seinem flächendeckenden Bassdrum-Einsatz an die Spielweise von Hardcore-Bands erinnert. Das Stück hat eine Magie und Ausdruckskraft, wie man sie nur selten in Musik findet, verliert dabei aber zu keinem Zeitpunkt seinen metallischen Charakter.
Dann helle Begeisterung.
Seinen Höhepunkt findet 'Kostogher' im genialen Zweiteiler 'Gamall uvermark' und 'Oper trulhøyghda', die an zentraler Stelle des Albums stehen. 'Gamall uvermark' besteht nur aus einer stillen, traurigen Geigenmelodie. Dazu setzt der Frauengesang von 'Skoghens minnen v?kks' wieder ein, zunächst zerbrechlich und hilflos, später dann immer tiefer raunend. Das ganze klingt so unheimlich und fremdartig, dass man als Hörer wirklich nur noch gebannt vor dem Lautsprecher kauert. Der im Hintergrund tosende Wind wird dann immer bedrohlicher und lauter, und plötzlich setzen mit voller Wucht die Gitarren wieder ein... Diesen Moment halte ich für einen der großartigsten im Black Metal überhaupt - die Musik scheint eins zu sein mit dem Sturm, prescht selbst wie ein mächtiges Unwetter voran, wie eine wilde, unkontrollierbare Urgewalt. Neben den unwirtlichen, disharmonischen Passagen bietet der Mittelteil von 'Oper trulhøyghda' aber auch epische Momente und ein getragenes, schönes Gitarrensolo. Und zu guter Letzt doch etwas Ernüchterung.
Nicht alle Songs auf 'Kostogher' können mit solch phänomenalen Ideen aufwarten, das ist klar. Aber ein bisschen mehr Variation, besonders im Tempobereich, hätte nicht geschadet. Viele der Stücke sind zwar für sich allein betrachtet schon sehr gut, können im Gesamtverlauf des Albums jedoch keine Akzente setzen. Trotz allem: Es ist Arckanums bislang bestes Werk.

Herjulf am 21.02.2005




Spielzeit

57:51 min


Erscheinungsjahr

1997


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Label

Necropolis Records


Vergleichbarer Ohrenschmaus



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