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Vond # Selvmord

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Auch wenn Titel und Artwork anderes vermitteln wollen: Vonds Debut 'Selvmord' enthält keine derart selbstzerstörerische Botschaften, wie manch einer vermuten mag. Die holde Maid, der Havard auf dem Cover zu Leibe rückt, ist übrigens keine geringere als die Ex-Freundin der beiden Ikonen des Black Metal schlechthin: Varg Vikernes und Euronymous. Wie es allerdings zu diesem Foto kam, und ob die Gute auch mit Herr Mortiis etwas am Laufen hatte, ist mir nicht bekannt. (Na ja, immerhin sind beide nackt, insofern...)
'Selvmord' und die 'Havard'-EP sind grundverschieden und haben konzeptionell wie musikalisch rein gar nichts miteinander zu tun. Während sich auf 'Havard' zwei beschwingte Klavierstückchen ein Stelldichein gaben, ist derartiges auf 'Selvmord' überhaupt nicht mehr zu hören. Stattdessen hat man sich auf einen Synthesizer verlagert, der Klangfarben von Panflöte, Orgel, Streichern, ja sogar Akkordeonähnliches von sich gibt. Das tut er in sehr behäbiger, getragener und sparsamer Weise und meist einstimmig; Stakkato-Gehämmer oder kontrastierende Begleitung sind verschwunden. Im Gegenzug gibt es dafür nun erstmals einige gesprochene Worte oder Verse zu hören, die man allerdings kaum versteht. Was bleibt - und das ist wahrscheinlich die einzige Parallele zur EP - ist ein gewisses Maß an Monotonie; nur wenige aufwallende Klangeffekte, viele Wiederholungen, simple Melodieläufe.
'Selvmord' wird dadurch zu einem ausgesprochen stillen Album, durch den Einsatz von leisen Glockenklängen ('Nar livet tar Farvel') wirkt es oft sehr meditativ und andächtig, fast wie die Musik zu einer Prozession oder Zeremonie. Anfangs war ich darüber ziemlich verwundert, und hielt das eher für eine Art Chill-Out-Stimmung. Inzwischen meine ich aber verstanden zu haben, worum es Havard beim Komponieren ging: Der Grundgedanke und die Auffassung hinter dem Album war nicht, tiefe Depression und Leiden zu schildern. Vielmehr wird der Selbstmord hier als eine Art Erlösung dargestellt, in die man - gewissermaßen erhobenen Hauptes - durch Rituale oder ähnliches, eingeht. 'Reisen til en ny verden' also. Die Musik schafft andererseits jedoch auch eine gewisse Kälte und Melancholie, was wohl das Ableben und den Tod selbst symbolisieren soll.

Herjulf am 14.01.2005




Titelliste

01. Selvmord
02. Nar livet tar Farvel
03. Reisen til en ny verden
04. Slipp Sorgen los


Spielzeit

38:00 min


Erscheinungsjahr

1995


Label

Necromantic Gallery Productions


Vergleichbarer Ohrenschmaus



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