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Secrets Of The Moon # Stronghold of the Inviolables

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Die Wurzeln der aus Osnabrück stammenden Secrets Of The Moon reichen zurück bis in die beginnenden Neunziger Jahre, als Sänger und Bassist Daevas bereits in Martyrium spielte und mit diesen 1994 seine erste Fullength-Platte, 'L.U.X. Occulta', herausbringen konnte. Seither ist viel Zeit vergangen, und unter dem neuen Namen hat man sich inzwischen durch einige - anscheinend ganz gute - Veröffentlichungen und gelungene Live-Auftritte Gehör verschafft. 2001 erschien dann ein Debütalbum namens 'Stronghold of the Inviolables', allerdings nur auf LP in einer knauserigen Auflage von gerade mal 200 Stück. Die CD folgte erst ein gutes Jahr später und verschaffte auch mir erstmals die Möglichkeit, Secrets Of The Moon endlich auf Tonkonserve zu hören.
Da mir, wie schon angedeutet, jedoch alle vorhergehenden Werke der Band gänzlich unbekannt sind, kann ich in Bezug auf das vorliegende Debüt nur Vergleiche zur Martyrium-Scheibe anstellen. Grundsätzlich ist zu sagen, dass Gesang und Gitarrensound nahezu 100 % gleich geblieben sind, auch die düsteren, ritualistischen Sprechparts erinnern an 'L.U.X. Occulta'. Die Songs auf 'Stronghold of the Inviolables' sind mittlerweile aber klarer strukturiert, geradliniger und nicht mehr so verwirrend und unüberschaubar. Was nicht heißen soll, dass sie vorhersehbar wären; beinahe jeder Song glänzt durch abwechslungsreiche Arrangements, wirkt aber dennoch in sich geschlossen und bringt markante und einprägsame Riffs vor. Insgesamt gibt man sich heutzutage jedoch weniger experimentierfreudig - keine Mittelalter-Akustik und kein zerbrechlicher Frauengesang mehr. Dadurch wirkt man sicherer, in dem was man tut.
Der Stil von Secrets of the Moon ist sehr schwer zu beschreiben. Die Standard-Referenzen Darkthrone und Burzum greifen nur bedingt; näher kommt man der Sache schon, wenn man Beherits 'Drawing Down the Moon' hinzuzieht. Allerdings erscheinen S.O.T.M. nicht so schwerfällig und verwenden nicht diese bizarren Keyboard-Effekte, geschwindigkeitstechnisch hält man sich außerdem meist in den oberen Regionen auf. Auf der alten Homepage der Band meine ich irgendwo etwas von Veles gelesen zu haben, denen man viel Bewunderung zuzumessen schien. Beim genauen Hinhören lässt sich auch deren barbarische Musizierweise wiedererkennen, in gezügelter Form versteht sich. Am einfachsten macht man es sich jedoch, wenn man der Musik von Secrets Of The Moon schlicht einen außergewöhnlichen und originellen Charakter attestiert.
Auch den Sound würden diese Attribute passend umschreiben: Aufgenommen wurde mit einem simplen Achtspur-Gerät, das Resultat ist ein sehr grober, dumpfer und unnahbarer Klang, garniert mit einem geisterhaften, hohen Gesang, der abwechselnd kreischend, dann wieder sprechend, ja, fast flüsternd heraustritt. 'Stronghold of the Inviolables' enthält nur vier Songs im normalen Sinne, lässt man das instrumentale Intro mal außer Acht. 'Asleep' besteht nur aus einer verzerrten Sprechstimme, während in 'The Rite of Mercury' eine traurige E-Gitarrenmelodie die Trommelschläge vom Anfang ablöst und zusammen mit hintergründigem Tosen und Schreien in den letzten Song, 'Moonstruck', überleitet. Dort können die Gitarren dank des gedrosselten Tempos endlich auch einmal freier agieren als zuvor. Besonders die eigenwillige Laut-Leise-Dynamik erzeugt eine sehr obskure und bedrohliche Stimmung.
So etwas hätte ich mir von allen Songs gewünscht: Das hohe Tempo ist manchmal nicht allzu hilfreich, diese Atmosphäre durchgehend aufrecht zu erhalten. Alles in allem ist 'Stronghold of the Inviolables' jedoch ein sehr interessantes und hörenswertes Album, wenn die Spielzeit mit einer knappen halben Stunde auch ziemlich mager bemessen ist.

Herjulf am 14.01.2005




Titelliste

1. Inverted Kaos Principles
2. Praise the Kaos
3. Asleep
4. His Fire / My Flame
5. Nemesis
6. The Rite of Mercury
7. Moonstruck


Spielzeit

30:34 min


Erscheinungsjahr

2002


Internetseite



Label



Vergleichbarer Ohrenschmaus



Konzerte/Festivals mit Secrets Of The Moon



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