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Enslaved # Monumension

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Auf 'Monumension' setzten Enslaved die mit 'Mardraum' eingeschlagene Richtung fort. Die brachialen Passagen sind oft nicht mehr ganz so heftig, haben von ihrem sperrigen Charakter aber nichts eingebüßt. Die leisen Anteile sind hingegen nachdenklicher und ausgefeilter als jemals zuvor. Weiterhin mischen die Norweger auch auf diesem Album traditionelle Metalelemente mit den Sounds der 70er Jahre. Allerdings sind die progressiven Einlagen nun wesentlich präsenter und stellenweise sogar tonangebend. In vielen Songs wurden wie selbstverständlich Hammond-Orgel und Mini Moog integriert.
Waren die meisten Titel auf 'Mardraum' schon keine leichte Kost, bei 'Monumension' fällt das Hören möglicherweise noch schwerer. Die Songs sind oft ungewöhnlich konstruiert, mit zahlreichen Breaks durchsetzt und spielen mit den unterschiedlichsten Elementen; 'Enemy I' sei an dieser Stelle als besonders treffendes Beispiel hervorgehoben. In 'Vision: Sphere of the Elements - A Monument Part II' ist gar ein typisches Stoner-Rock-Riff herauszuhören. Ein absolutes Schmuckstück ist allerdings 'Hollow Inside'. Dieser Titel beginnt mit melancholischem und echobeladenem Gesang, der von einer unverzerrten E-Gitarre begleitet wird. Im weiteren Verlauf kommen ein sanftes Schlagzeug und wabernde Hammond-Orgel-Klänge und weitere, hintergründige Effekte hinzu. Dann setzt der Gesang aus und Schlagzeug, Gitarre und Orgel übernehmen die Führung und bauen dabei langsam eine spannungsgeladene Atmosphäre auf, die sich später in einem Riffgewitter und mächtigen Orgelklängen entlädt. Nachdem dieser Sturm abgeklungen ist, erklingen wieder unverzerrte Gitarre, Orgel, Schlagzeug und eine mittels Vocoder verzerrte Stimme. Superb.
Nach dieser unkonventionellen Einlage folgt mit 'The Cromlech Gate' ein Song, der so auch auf 'Mardraum' hätte stehen können: Schwere und donnernde Passagen mit grunzenden Stimmen stehen klarem, chorartigem Gesang und zurückhaltenden Gitarren gegenüber. Mit 'The Sleep: Floating Diversity - A Monument Part III' gibt es aber auch auf diesem Album einen Song mit teils hymnenhaftem, teils mystischem Charakter. Die Gelassenheit und Erhabenheit dieses Stückes bildet einen schönen Ausklang für ein insgesamt hektisches und mit vielen musikalischen Fallstricken versehenes Album. Das eigentliche, 'Self-Zero' betitelte, Outro hat durch massive Verzerrungen und Mißklänge eine eigenartig maschinelle Anmutung. Seltsam aber gut. Mit dem Bonustrack 'Sigmundskvadet' zollen Enslaved schließlich ihrer großen Inspirationsquelle, den Wikingern, ihren Tribut. Den Ausführungen im Booklet zufolge handelt es sich bei 'Sigmundskvadet' um den Versuch, die Musik der Wikinger in den Kontext des Viking Metals zu bringen.
Enslaved sind auch mit 'Monumension' nicht in ihrer Entwicklung stehen geblieben. Dabei wird die Band nicht nur wegen der Musik dem konservativen Teil ihrer Hörerschaft zu denken geben: Zum ersten Mal wurden die Texte nicht in norwegischer sondern in englischer Sprache verfaßt und zum ersten Mal wurde das traditionelle Enslaved-Logo nicht verwendet. Mit 'Monumension' wird zudem eines klar: Das Verarbeiten neuer Elemente und progressiver Strukturen auf dem Fundament traditioneller Metal-Musik ist zum Programm dieser Band geworden. Gleichzeitig birgt die Progressivität auf 'Monumension' aber auch die Gefahr, die Musik dem Verständnis der meisten Hörer zu entziehen. Es ist tatsächlich viel Konzentration beim Hören vonnöten und die kann dem Genuß manchmal abträglich sein.

Deadleft am 10.01.2005




Titelliste

01. Convoys to Nothingness
02. The Voices
03. Vision: Sphere of the Elements ? A Monument Part II
04. Hollow Inside
05. The Cromlech Gate
06. Enemy I
07. Smirr
08. The Sleep: Floating Diversity ? A Monument Part III
09. Outro: Self-Zero
10. HOV featuring Trygve Mathiesen ? Sigmundkvadet


Erscheinungsjahr

2001


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