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Borknagar # Quintessence

Cover: Borknagar # Quintessence

Der Titel zum mittlerweile vierten Album der Norweger hätte treffender wohl nicht ausfallen können. Auf 'Quintessence' finden sich typische Elemente der ersten Alben und ein gesundes Maß an Neuem miteinander vereint.
Gleich beim ersten Stück 'Rivalry of Phantoms', das stellenweise sehr ungezügelt und erfrischend ungebremst daherkommt, fühlt man sich zumindest an 'The Olden Domain', wenn nicht gar an das Debut erinnert. Dabei verfallen Borknagar aber nicht wie viele andere Bands in künstlich nostalgische Schwärmereien, die längst Überholtes wieder herbeizuzaubern versuchen. Der Schlußtrack 'Revolt' dagegen wirkt in seiner Besinnlichkeit wie eine organische Fortsetzung zu 'The Archaic Curse', die vor allem durch den wieder einmal herzergreifenden Gesang von I.C.S. Vortex zu einem der Highlights auf diesem Album avanciert. Die durchweg überdruchschnittliche Leistung des Sängers, der sich nunmehr öfter des heiseren Black Metal Stils bedient, läßt sich unter anderem auch in 'The Presence is Omnious' oder 'Colossus' nachprüfen. Die Stimme dieses Mannes kann eigentlich nicht oft genug gewürdigt werden, ist sie doch ein großer Gewinn für das Ansehen der nicht selten sehr unbeholfen wirkenden Sängerzunft. Insofern ist es eigentlich bedauerlich, daß I.C.S. Vortex offensichtlich immer noch großen Wert auf die üblich tonlos-schreiende Ausdrucksweise legt.
Neuzugang Lars 'Lazare' Nedland von Solefald trägt am Keyboard einen nicht unwesentlich Teil zur abermals unverkennbaren Qualitätssteigerung bei. Dessen - für dieses Genre - höchst originellen Einlagen verleihen dem Sound einen eingenartigen beschwingten Touch und sorgt gewissermaßen für die Unverwechselbarkeit dieses Albums zwischen den einzelnen Borknagar-Veröffentlichungen. Asgeir Mickelson, der neue Schlagzeuger, agiert sehr souverän und kompetent auf 'Quintessence'. Im Instrumental 'Inner Landscape' hat er neben Lazare dann auch Gelegenheit sein Können im unteren Tempobereich zu etwas vordergründiger präsentieren, ohne der Konkurenz der Gitarren ausgesetzt zu sein
Durch den Abyss-Studio-Sound fühlte ich mich beim Hören einer der schnellen Passagen von 'Rivalry of Phantoms' sofort an Dark Funerals 'Vobiscum Sathanas' erinnert. Der Sound mag vielleicht nicht ganz so düster sein, der typische tägtgrensche Stempel ist aber mehr als nur offensichtlich.
'Quintessence' ist ein überdurchschnitlliches und für Borkanagar durchaus würdiges Album. Mir persönlich aber geht die Entwicklung der Band etwas zu langsam von statten. Die Möglichkeiten, metallische Songs mit neuen Elementen zu versetzen oder auch nur ungewohnt zu arrangieren, halte ich noch nicht für ausgereizt. Diese Band hat sicherlich ein gewaltiges kreatives Potential in sich, dessen voller Nutzung ich ungeduldig entgegen sehe.

Deadleft am 03.04.2004




Titelliste

01. The Rivalery Of Phantoms
02. The Presence Is Ominous
03. The Ruin Of Future
04. Colossus
05. Inner Landscape
06. Invincible
07. Icon Dreams
08. Genesis Torn
09. Embers
10. Revolt


Spielzeit

43:23 min


Erscheinungsjahr

2000


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