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Dark Funeral # De Profundis Clamavi Ad Te Domine

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Daß Dark Funeral eine Ă€ußerst aktive Band ist was das Spielen vor Publikum anbelangt, dĂŒrfte hinlĂ€nglich bekannt sein. Auch ich hatte schon, zweimal die Gelegenheit, die Schweden leibhaftig zu erleben (1999 und 2002). Und beide Male wurde ich nicht enttĂ€uscht, ganz im Gegenteil. Es mag sein, daß sich der Mix aus Melodik und Ă€ußerst geschwinder AggressivitĂ€t besonders gut fĂŒr Livemusik eignet, dennoch hat mich die stets hingebungsvolle und druckvolle PrĂ€sentation beeindruckt. Doch trotz dieser QualitĂ€ten hat es nach Erscheinen der ersten MCD zehn Jahre gedauert, bis ein offizielles Tondokument ihres Livekönnens vorgelegt wurde.
Die auf diesem Album enthaltenen Mitschnitte stammen von der SĂŒdamerika-Tour aus dem Jahre 2003 und zeigen sowohl Band als auch Publikum in ausgezeichneter Form. Daß letzteres bei Livemitschnitten nicht immer selbstverstĂ€ndlich ist, sondern beinahe schon eine Ausnahme darstellt, kann man zum Beispiel auf 'We're Going to Hell for this - Over a Decade of Perversions' von Carpathian Forest oder auch einigen der zahllosen Mayhem-Veröffentlichungen nachhören. Überhaupt ist 'De Profundis Clamavi Ad Te Domine' rundum gelungen. Schon die Songauswahl ist perfekt. Neben vielen StĂŒcken aus den letzten beiden Alben, bleiben mit fĂŒnf Songs von der selbsbetitelten MCD und dem Debutalbum auch die ersten Jahre der Band nicht unberĂŒcksichtigt. Offensichtlich hat sich die Band beim Zusammenstellen der Setlist auch eine Art Dramaturgie einfallen lassen. Der Opener heißt 'The Arrival of Satan's Empire', der Schlußsong 'Armageddon Finally Comes'. Zudem stellt SĂ€nger Caligula auch seine eine Verbindung zwischen seinen Ansagen und dem jeweils folgenden Titel her. So mĂŒndet der, auf Aufforderung Caligulas mehrfach wiederholte, 'Hail'-Chor des Publikums in 'Hail Murder'. Schön gemacht.
Das Publikum gerĂ€t, wie bereits angedeutet, mehr als einmal aus dem HĂ€uschen und feiert die Band geradezu frenetisch. Ihren Höhepunkt erreicht die Stimmung bei 'My Dark Desires' in der Zugabe. Die sich daran anschließenden 'OlĂ©, olĂ©, Dark Funeral'-GesĂ€nge des Publikums sind beeindruckend und - auch wegen des Akzents - sogar komisch. Zusammen mit den stellenweise comichaft-lĂ€cherlichen Texten und Bildern in ihren Alben, dem unfreiwillig komischen Gehabe und der allenfalls auf den ersten Blick ernsthaften Fassade der Band kann man darin natĂŒrlich auch jene Clownerie sehen, die Dark Funeral des öfteren angelastet wird. Der Tauglichkeit ihrer Musik und vor allem dieser CD tut dies jedoch keinen Abbruch. Auch wenn Caligula bei den Zugaben etwas außer Atem zu sein scheint, die Leistung der Musiker ist großartig. Die Gitarren sĂ€gen sich souverĂ€n und blitzgeschwind durch die Songs und dem Schlagzeuger Matte Modin zuzuhören, ist eine wahre Freude.
Einer der grĂ¶ĂŸten Pluspunkte von 'De Profundis Clamavi Ad Te Domine' stellt zweifellos die Produktion dar. Selbst wenn man kritisieren könnte, daß der Sound zu perfekt und fĂŒr ein Livealbum untypisch makellos sei. Ja selbst dann hĂ€tten wir es hier mit der perfekten Mischung aus Studiosound und ĂŒberwĂ€ltigender LiveatmosphĂ€re zu tun. Nicht ganz so ĂŒberzeugend ist die Aufmachung der CD-Ausgabe. Das Booklet sieht wie das einer besseren Bootlegproduktion aus und den Sinn des Pappschubers, die seit ein paar Jahren ungemein an PopularitĂ€t zu gewinnen scheinen, und der in diesem Fall keinen Ă€sthetischen Zweck erfĂŒllt, kann ich mir ohnehin nicht erklĂ€ren.
Dennoch: 'De Profundis Clamavi Ad Te Domine' ist eines der besten Livealben, die mir je zu Ohren gekommen sind. Hier erlebt man eine in allen Belangen ĂŒberzeugende Band, die vor fantastischem Publikum ihre besten Songs spielt und dessen Dokumentation auf CD höchste KlangqualitĂ€t bietet.

Deadleft am 10.01.2005




Titelliste

01. Intro
02. The Arrival of Satan?s Empire
03. An Apprentice of Satan
04. The Dawn no More Rises
05. Thy Legions Come
06. Hail Murder
07. Goddess of Sodomy
08. The Secrets of the Black Arts
09. Vobiscum Satanas
10. Shadows Over Transylvania
11. Open the Gates
12. Ineffable Kings of Darkness
13. Thus I Have Spoken
14. My Dark Desires
15. Armageddon Finally Comes


Spielzeit

61:51 min


Erscheinungsjahr

2003


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