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Therion # The early Chapters of Revelation

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Im Jahre 2001 brachte Nuclear Blast, das langj├Ąhrige Label der Band, eine CD-Box mit den ersten drei Alben von Therion heraus. Die CDs kommen in einem Pappschuber und sind mit neuem Layout versehen worden. Desweiteren wurden die alten Songs digital ├╝berarbeitet und auf zwei CDs sind zudem alte Demoaufnahmen als Bonustracks enthalten. Wer nicht mehr an die originalen Alben kommt oder wem diese mitlerweile zu teuer geworden sind, findet hier eine gute Basis, die Band aus ihren fr├╝hen Tagen kennenzulernen.


'Of Darkness...': (1991)

Keine Ch├Âre, fehlende orchestrale Instrumentierung und ein so gar nicht passender Death Metal Sound? Ja, das sind die alten Therion, wie sie nur wenige kennen (wollen).'The Return', der erste Titel der CD, beginnt mit schweren Gitarrenriffs und d├╝sterem Schlagzeug. Der Text wird durch eine kratzige Death Metal Stimme vorgetragen, die Christofer Johnsson geh├Ârt. Zu der Zeit bestand die Band aus nur vier Mitgliedern und hatte nur zwei Gitarren, einen Bass und ein Schlagzeug zur Verf├╝gung. Also eine 'stinknormale' Band um den Jahreswechsel '89/'90. Der Song ist nicht sonderlich strukturiert sondern gleicht vielmehr einem Drauflosspielen aller Beteiligten. Der zweite Titel 'Asphyxiate With Fear' beginnt mit einem hellen Gitarrenriff, so wie es damals viele Bands verwendet haben. Ansonsten sind die restlichen Songs nach gleichem Muster gestrickt. Mit dem sechsten Track 'Genocidal Raids' kommt wenigstens noch ein wenig Bewegung rein, sind hier doch verschiedene Riffs verwendet worden und der Titel enth├Ąlt auch kurze ruhige Parts. Die vier letzten St├╝cke sind als Bonussongs nur auf dem Re-Release drauf. Es handelt sich hierbei um zwei Demoversionen ('A Suburb To Hell', 'Asphyxiate With Fear') und zwei unver├Âffentlichte Versionen ('Time Shall Tell', 'Dark Eternity') der auf dem Album vertretenen Tracks. Man kann einige Verbesserungen erkennen, aber alles in allem bleibt es ein durchschnittliches Death Metal Album seiner Zeit und mit Sicherheit hat damals noch niemand den Werdegang Therions erahnen k├Ânnen. Aber was soll man auch von einem ersten Album erwarten, das in nur sechs Tagen eingespielt und abgemischt wurde?! Zum Gl├╝ck haben sich jedoch einige schlechte Death Bands von fr├╝her gewandelt und sind heute mehr als erfolreich (siehe Darkthrone).


'Beyond Sanctorum': (1991)

Mittlerweile zum Trio geschrumpft, daf├╝r aber mit Keyboardeinsatz haben Therion nur knapp ein Jahr sp├Ąter ihren Nachfolger ver├Âffentlicht. Diesmal sind auch Gastmusiker und -vokalisten vertreten, da die Band ein wenig experimentieren wollte (welch Gl├╝ck f├╝r sp├Ąter).
Wie schon beim Erstling beginnt die CD sofort mit heftigen Riffs und einer ├╝blichen Death-Stimme. Im Verlaufe des St├╝ckes kommt es allerdings zu einigen Schlagzeugattacken, die aber recht d├╝nn klingen, da verst├Ąrkt auf die Becken geschlagen wird. Die letzten zweieinhalb Minuten sind allerdings nur noch eine langwierige (-weilige) K├╝r bis zum Ende des Songs. Titel Nummer zwei, 'Pandemonic Outbreak', beginnt mit einem f├╝r mich ├╝beraschend klingenden Schlagzeug, welches eher an afrikanische Stammest├Ąnze als an Death Metal erinnert. Zudem spielt sich die Gitarre in einem 's├Ągendem' Riff zugrunde und der Text wird stellenweise im Wechsel von zwei kratzig-gurgelnden Stimmen dargeboten. Der Anfang ist musikalisch interessant und die Stimmen auch, aber der Rest ist Durchschnitt. Ansatzweise sind in den Gitarrenriffs bei 'Cthulhu' schon die orchestralen Melodien sp├Ąterer Werke zu erkennen aber das war's dann auch schon. Au├čer vielleicht die eine Stelle mit der seeeehr tiefen Stimme, deren Stimmlage mich sehr an die Ger├Ąusche auf einer Schweinemastfarm erinnert. Mit 'Symphony of the Dead' l├Ąuten Therion ihre neue Richtung ein. Die Keyboardunterst├╝tzung schafft schon feinere Melodien und die Gitarren sind auch gez├Ąhmt und spielen eifrig im Hintergrund. Desweiteren fungieren hier Gastmusiker (ein Mann und eine Frau) kurz als Vokalisten, was dem Track vielmehr Substanz verleiht als den Vorg├Ąngern. Das St├╝ck ist recht ruhig gehalten und besticht (im Vergleich zum vorgigen Album) durch seine Komplexibilit├Ąt. Zum Ende hin kommen dann jedoch noch einmal die Wurzeln der Band zum Vorschein und der Song schl├Ągt wieder in Death Metal ├╝ber. 'Beyond Sanctorum' ist ein sehr sperriger Song, da er keine durchg├Ąngige Melodie aufweist, sondern bruchst├╝ckhaft gespielt wird. Die folgenden drei Titel 'Enter The Depths Of Eternal Darkness', 'Illusions Of Life' und 'The Way' sind weiterhin Durchschnitts-Songs. Vielleicht erw├Ąhnenswert, da├č laut Booklet das 11-min├╝tige 'The Way' aus vier Teilen zusammmengemixt werden mu├čte, da es so komplex ist. Der neunte Track 'Paths' ist der zweite des Albums, bei dem die Gastmusiker mit von der Partie sind. Allerdings haben sie auch nicht viel mehr zu tun, als ab und an ein 'ah' und 'oh' einzustreuen. Der Grundtenor des St├╝ckes erinnert mich ein wenig an Sarcofago, von den weiblichen 'ahhh's mal abgesehen, die am Ende recht laut und abrupt verstummen.
Die letzten f├╝nf St├╝cke sind dann wieder Bonustracks aus vergangenen Zeiten bzw. mit 'Tyrants Of The Damned' ein echter Bonus. Im Vergleich zum 'Symphony of the Dead' dieser CD ist die Demoversion noch ohne weiblichen Gesang. Dieser wurde durch das Keyboard ersetzt. Jedoch gab es erste Versuche, eine cleane Stimme zu verwenden. Sicherlich besser als 'Of Darkness...' und man kann schon einige gute Neuerungen erkennen, aber noch lange kein Meisterwerk!


'Symphony Masses: Ho Drakon Ho Megas': (1993)

Die letzte CD aus der Trilogie ist die einizge, die keine Bonustracks beinhaltet. Nichtsdestotrotz ist sie f├╝r mich die beste, sind doch die Songs schon wohl durchdacht und besitzen gute und abwechslungsreiche Melodien und Rhythmen. Vermutlich liegt es daran, da├č die alten Bandmitglieder ausgestiegen sind und nun Christofer Johnsson seine Idden verwirklichen konnte.
'Baal Reginon' ist mit seinen zwei Minuten und dem g├Ąngigen musikalischen Inhalt noch nicht so der 'Bringer', wie es so sch├Ân hei├čt. Bei 'Dark Princess Naamah' sieht die Sache schon ganz anders aus. Therionsche Melodien des Keyboards und der Gitarren durchdringen den Song und auch sonst ist er schon wegweisend. Nur die Stimme ist noch etwas rauh. Allerdings sollte man nicht vergessen, da├č es sich um (Death) Metal handelt und noch nicht mit den sp├Ąteren Werken gleichgesetzt werden kann. Aber die Ans├Ątze sind vorhanden. Im dritten Song 'A Black Rose' ist der Bass dominant und die Stimme ist leicht verzerrt. Dieser Sound ist aber f├╝r dieses Album typisch. Mit einiger Leichtigkeit in den Riffs und variablen Melodieb├Âgen verzaubern Therion hier den H├Ârer mehr, als dieser aufgrund der beiden Vorg├Ąnger h├Ątte erwarten k├Ânnen. Nur zum Ende st├Ârt die etwas Heavy Metal-artige Gitarre. Der Nachfolger 'Symphoni Draconis Inferni' ist gr├Â├čtenteils ruhig, nur ein sich immer wiederholender und von verschiedenen Instrumenten eingeworfer Stakkatopart unterbricht diese Ruhe. Bei 'Dawn of Perishness' ├╝berrascht es, kurz nach dem Anfang, Publikum zu h├Âren, was wohl auf einen Livesong hindeutet, der so jedoch nicht ausgewiesen ist. Er beinhaltet einen eing├Ąngigen Rythmus gepaart mit verschiedenen Gitarren- und Keyboardmelodien und einer energischen aber cleanen Stimme. Einer der Highlights der CD! Nach 'The Eye of Eclipse' und dem teilweise befremdlich oriental instrumentierten 'The Ritualdance of the Yezidis' folgt mit 'Powerdance' und 'Procreation of Eternity' einmal mehr eine Mischung aus den alten und neuen Therion. Das in zwei Teile gegliederte letzte St├╝ck 'Ho Drakon Ho Megas' beginnt schleppend mit 'Paukenschl├Ągen' und Gitarre und setzt dann in einen wehklagend beschw├Ârerischen Sprechgesang ├╝ber (Teil 1: 'The Dragon Thone') der gefolgt von einem trompetenartigen ├ťbergang etwas schneller wird. Das Trompetenthema wird dann bis zum Ende verfolgt und klingt dann unter (synthetischen) Drumschl├Ągen und Keyboard aus (Teil 2: 'Fire and Ecstasy').
Diesmal sind dem Booklet sogar noch vier Seiten hinzugef├╝gt worden, auf denen man jedoch nur zwei Bilder, das Therion Logo und den in Hieroglyphen abgebildeten Text von 'Ho Drakon Ho Megas' lesen kann. Mir pers├Ânlich fehlt aber der ├ťbergang zur Single, die nach dem Originalalbum kam. 'The Beauty in Black' ist mir dann doch schon zu anders, als dieses Album endet. Aber dem ist halt so und damit schlie├čt sich vielleicht nicht der Kreis, aber dieses Review.

Wehrmut am 10.04.2004




Titelliste

Of Darkness
01. The Return
02. Asphyxiate With Fear
03. Morbid Reality
04. Megalomaniac
05. A Suburb To Hell
06. Genocidal Raid
07. Time Shall Tell
08. Dark Eternity

Beyond Sanctorum
01. Future Consciousness
02. Pandemonic outbreak
03. Ctulhu
04. Symphony of the Dead
05. Beyond sanctorum
06. Enter the Deapths of eternal Darkness
07. Illusions of Life
08. The Way
09. Paths
10. Tyrants of the Damned

Symphony Masses: Ho Drakon Ho Megas
01. Baal Reginon
02. Dark Princess Naamah
03. A Black Rose
04. Symphoni Drakonis Inferni
05. Dawn Of Perishness
06. The Eye Of Eclipse
07. The Ritual Dance Of Yezidis
08. Powerdance
09. Procreation Of Eternity
10. Ho Dracon Ho Megas


Spielzeit

166:00 min


Erscheinungsjahr

2001


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