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Therion # Deggial

Cover: Therion # Deggial

Eines der lang erwarteten Therion-Alben war mit Sicherheit 'Deggial', denn alle waren gespannt darauf, was Therion nach dem fulminaten 'Vovin' herausbringen werden, zählte 'The Crowning Of Atlantis' doch nicht so recht als Nachfolgealbum. Zu dem wagte sich Band diesmal an das klassisches Cover eines Stückes aus 'Carmina Burana'.
Ohne große Einleitung beginnt die CD mit 'Seven Secrets of the Sphinx', was nicht heißen soll daß diesmal Ägypten als Thema des Albums fungiert, sondern es widmet sich eher den Geheimnissen und der Mystik der Natur allgemein. Das ganze Lied über bleibt nahezu ein und der selbe Rhythmus erhalten und ein Hauptgitarrenriff wird immer wieder verwendet. Inhaltlich wird nicht auch viel geboten, der Text wird ständig wiederholt. Nachdem 'Eternal Return' leise beginnt und durch besinnliche Sprechchöre einer Einleitung gleich vorangetragen wird, folgt ein kurzer Instrumentalübergang, um danach in eine ruhige Melodie überzugehen und mit dezenten Chören, die mal mehr mal weniger gleichzeitig singen, begleitet, den Übergang in eine neue Ära einzuleiten. Gen Ende nimmt das Tempo noch einmal zu und die Leadgitarre schmettert einige Riffs hernieder und nach ein paar Stakkatointervallen erhebt sich das Lied in neuem Gewand, voller Dynamik und Vorwärtsdrang. Das dritte Stück 'Enter Vril-Ya' ist therionuntypisch sehr abgehackt in Rhythmus und Gesang; vor allem das Riff der Leadgitarre prägt das Lied. Die folgenden vier Titel (u.a. 'Deggial') sind nach typischem Strickmuster gemacht: gute eingängige Musik, einige Chöre, Sologesang. Keine schlechten Songs aber auch nichts überaschendes. Das kurze 'The Flight of the Lord of Flies' erinnert mit den Streichinstrumenten ein wenig an Mozart & Co. und ist wohl als Tribut an den Film 'Herr der Fliegen' gedacht. Das Stück ist dann auch recht hektisch und verfügt über keinerlei sinvollen Text. Aber es paßt zum Titel. 'The Flesh of the Gods' erinnert mehr an eine 80er Rockcombo als an Therion. Jämmerlicher Gesang (Hansi Kürsch von Blind Guardian) und Heavy Gitarren durchsetzen den Titel zunehmends. Wären da nicht die Frauenchöre, würde man die Band nicht unbedingt als solche erkennen. Das vorletzte, neunminütige Stück 'Via Nocturna' ist in zwei Teile untergliedert. Bei 'The Path' wird mit Streichern sehr ruhig begonnen, dann setzen allerdings Drums und Gitarren ein und es klingt wie eh und je auf diesem Album. Teil zwei, 'Hexentanz', klingt dagegen schon ein wenig erfreulicher, hier werden eher klassische Instrumente verwendet und der Rhythmus ist auch nicht so aufdringlich. Leichte Melodien wechseln sich mit schweren Riffs ab und bringen mehr Leben in das Lied. Zumindest der letzte Part ist eines der Highlights der CD. Doch kommen wir nun zum Cover vom ersten Titel aus Carl Orffs Werk 'Carmina Burana' 'O Fortuna (Fortuna Imperatrix Mundi)'. Im Original schon ein gutes Stück, haben sich Therion schwer getan, sich daran zu vergreifen. Viel kann man daran nicht mehr verbessern und Therion fügt auch nur hier und da einige Gitarren ein, streckt das Lied ein wenig und ergänzt die Chöre durch Männer. Das Original strahlt weit mehr Energie aus und ist meiner Meinung nach auch besser.
Ich habe das Samt-Digi ergattert, welches schön aussieht aber gerne den Staub anzieht. Das Booklet ist nur schwer zugänglich und außer den Texten und den Mitgliedern steht nichts besonderes drin. Was mich an diesem Album stört sind die 80er Jahre Heavy Metal Gitarren, wodurch die CD womöglich auch nicht so erfolgreich geworden ist. Nichtsdestotrotz kann man sich das Album als Fan zulegen, denn schlecht ist es nicht. Bloß eben nichts neues!

Wehrmut am 10.04.2004




Titelliste

01. Seven Secrets Of The Sphinx
02. Eternal Return
03. Enter Vril-ya
04. Ship Of Luna
05. The Invincible
06. Deggial
07. Emerald Crown
08. The Flight Of The Lord Of Flies
09. Flesh Of The Gods
10. Via Nocturna Part I,II
11. O Fortuna


Spielzeit

57:59 min


Erscheinungsjahr

2000


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Vergleichbarer Ohrenschmaus



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