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Therion # Vovin

Cover: Therion # Vovin

An der Verbindung von Metal haben sich in der Vergangenheit schon viele Bands versucht. Einige richten nach diesem Vorbild ihre Art zu Komponieren aus, ohne dabei auf die Agressivität und die düsteren Attitüden des (Black) Metal zu verzichten (Emperor - 'Anthems to the Welkin at Dusk'), andere lassen einzelne bombastische Elemente einfließen (Limbonic Art - 'Moon in the Scorpio') und wiederum andere benutzen das Keyboard als klassisches Piano, laufen dabei aber Gefahr, die finstere Haltung des Black Metal durch einen eher lieblich-süßlichen Charakter zu verwässern (Dimmu Borgir - 'Stormblåst').
Mit 'Vovin' aber ist die Synthese scheinbar geglückt. Scheinbar, denn die Gewichtung geht eindeutig in Richtung Klassik; anders als bei den meisten Band, die sich an dieser Synthese versucht und dabei Metal mit klassischen Elementen resp. Instrumenten aufgelockert haben, geht Therion Mastermind Christofer Johnsson den umgekehrten Weg: Er verfeinert seine wahrlich klassischen Stücke mit einigen Metal-Anleihen und beschränkt sich hierbei auf die Rhythmus-Sektion, die in Form einer typisch verzerrten Metal-Gitarre an dieses Genre erinnert. Nun gut, ein Schlagzeug wie auf 'Vovin', das durch sein detailverliebtes und perfekt differenziertes Spiel zu begeistern weiß, kannten die klassischen Komponisten in dieser Form wohl nicht, aber als offensichtlich metaltypisch kann man es nun wirklich nicht bezeichnen. Lediglich in dem Stück 'The Wild Hunt' kommt eine typische Heavy-Metal Stimme nebst -Lead-Gitarre zum Tragen.
Ansonsten beschert uns dieses Album zehn weitere Lieder, die, in sich geschlossen, ein hohes Maß an Abwechslung bieten: Von melancholisch-orientalischen Songs, bis hin zu majestätisch-erhabenen Stücken bietes diese Scheibe einiges. Die Streicher und das Keyboard verschmelzen zusammen mit den Frauen- und Männerchören zu einem spielerisch und klanglich perfektem Sound. Die Anleihen an Vangelis ('Raven of Dispersion') oder diese eigentümlich schwermütige Pink Floyd Attitüde zeigen deutlich, wie weit 'Vovin' vom Metal entfernt ist.
Trotzdem wird 'Vovin' Album des Jahres 1998 auf einer Homepage, die sich dem Metal im Allgemeinen und dem Black Metal im Speziellen verschrieben hat. Warum? Zum einen, weil es eindrucksvoll zeigt, wozu ein Musiker, dessen Wurzeln im Death Metal (!!) liegen, musikalisch und kompositorisch fähig ist und zum anderen weil dieses Album unter vielen Metal-Fans, die sonst kaum klassisch interessiert waren, großen Anklang gefunden hat.

Deadleft am 10.04.2004




Titelliste

01. The Rise Of Sodom And Gomorrah
02. Birth Of Venus Illegitima
03. Wine Of Aluoah
04. Clavicula Nox
05. The Wild Hunt
06. Eye Of Shiva
07. Black Sun
08. The Opening
09. Morning Star
10. Black Diamonds
11. Raven Of Dispersion


Spielzeit

55:15 min


Erscheinungsjahr

1998


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