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Art Inferno # Abyssus Abyssum Invocat | Review / Rezension | Vönger Musikmagazin
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Art Inferno # Abyssus Abyssum Invocat

Cover: Art Inferno # Abyssus Abyssum Invocat

Das Debut-Album der Italiener von Art Inferno beginnt mit einem halbwegs hörbaren Intro, das zumindest abwechslungsreicher klingt, als der grobe Durchschnitt. Das erste Stück 'The Dark Rising' hat mich dann zu Anfangs mit einem eher Black Metal untypischen, weil sehr elektronisch-verzerrt anmutenden, Keyboard-Sound überrascht, der irrwitzigerweise für wenige Sekunden die Gitarren als dominierendes Instrument ablöst. Im weiteren Verlauf aber wird dieser kleine Ausflug in Richtung Elektro wieder ad acta gelegt. Diese kurze Sequenz gehört aber leider auch schon zu den wenigen Höhepunkten auf diesem Album. Viel davon, was man hier zu hören bekommt, erinnert stark an Cradle of Filth. Die Songs sind recht vielschichtig und mit Hilfe des Keyboards und dessen Fähigkeit verschiedene Instrumente zu simiulieren, auch klanglich üppig ausgestattet. Ähnlich wie bei Dani wechselt die Stimmlage des Sängers bei Bedarf von flüsternd über halbtief bis hin zu ultra-schrill und wieder zurück. Und wie bei den Briten zieht sich ein mal latenter, mal dominierender Gothic- bzw. Horror-Einschlag durch das ganze Album. Vor allem bei 'Orgiastic Dance of Pan' ist, von den neuerlichen elektronisch-verzerrten Keyboard-Einschüben mal abgesehen, der Einfluß von Cradle of Filth unverkennbar. Gänzliches Unverständnis meinerseits erntet aber das Instrumental-Stück 'Crying Mirrors', das bedauerlicherweise in seiner Beliebigkeit vielen anderen gesanglosen Songs in diesem Sub-Genre in nichts nachsteht. Die Produktion ist, wenn auch keine Meisterleistung, noch akzeptabel.
Für 'Abyssus Abyssum Invocat' gelten demnach zwei Dinge: Zunächst einmal ist es kein schlechtes Album. Wer sich gerne mal mit der verspielten und gothic-beeinflußten Variante des gemäßigten Black Metal beschallen läßt, ist mit diesem Album unter Umständen ganz gut bedient. Andererseits ergeben sich aber zwangsläufig auch Defizite in Sachen Eigenständigkeit. Dieses Debut mag einige gute Ideen enthalten, in der Summe reichen diese aber nicht aus, um eine knappe Stunde Spielzeit auf interessante Weise zu füllen.

Deadleft am 28.03.2004




Titelliste

01. Praeludium: A Porta Inferi
02. The Dark Rising
03. Through The Infernal Spheres
04. Bring Me Where They’re Burning
05. Orgiastic Dance Of Pan
06. Interludium: Sigillum Luciferi
07. Blood Of Eternal Love
08. Crying Mirrors
09. Be Silence My Ossuary
10. Postludium: Fornacem Ignis Aeterni


Spielzeit

55:49 min


Erscheinungsjahr

1999


Label



Vergleichbarer Ohrenschmaus



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