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Arcturus # My Angel

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Nein, anhand dieser EP konnte man nicht ahnen, in welche Richtung sich Arcturus einmal entwickeln würden. Der Titelsong des ersten Lebenszeichen dieser großartigen Band ist ein sehr dunkles und durchweg langsames Stück mit einer beängstigenden Atmosphäre. Jene erwächst neben der Gemächlichkeit des Stückes und der tiefen Stimme, vor allem aus den ungewöhnlichen Keyboard-Effekten, die mich an einer Stelle stark an Steel-Drums, zumeist aber an das typische Horror-Ambiente von Tartaros erinnern. Der simple Charakter von 'My Angel', der düstere Sprechgesang , sowie das monotone aber erwähnter Atmosphäre sehr zuträgliche Schlagzeugspiel, für das wohl schon damals Hellhammer verantwortlich war, läßt jeden ungläubig zurück, der im entferntesten mit den späteren Veröffentlichungen von Arcturus vertraut ist. Stilistisch steht 'My Angel' dem Doom-Metal näher als irgendeiner anderen Ausrichtung.
Die zweite Seite dagegen deutet, noch viel mehr als die Keyboardpassagen von 'My Angel', auf die Progressivität der Norweger hin. 'Morax', so der Titel, präsentiert sich zu Beginn nicht mehr ganz so schleppend und legt dann auch an Tempo zu. Trotzdem ist man aber immer noch von der Geschwindigkeit von 'To Thou Who Dwellest in the Night' vom Debut-Album weit entfernt.
Zu Beginn des Songs findet man weitere, möglicherweise unbewußt gemachte, Anspielungen auf die spätere Experimentierfreudigkeit hinsichtlich des Keyboard-Einsatzes. Im letzten Viertel fühlt man sich in Ansätzen an die Leichtigkeit von 'Aspera Hiems Symfonia' erinnert. In Ansätzen, denn das eingängige Keyboard kann den abermals düsteren Charakter des Stückes nicht verdecken.
Zum Sound sei noch gesagt, daß sich die Gitarren weitestgehend im Hintergrund halten, diese EP wird von Schlagzeug und Keyboard doiminiert. Erst danach folgen - in der Reihenfolge der Wertigkeit - Stimme, Baß und Gitarre.
Somit ist diese EP, soweit sie überhaupt, und wenn auch nur als Bootleg, noch irgendwo erhältlich ist, nicht nur für Komplettisten und Fans interssant, sondern auch für jene, die eine gepflegt-morbide Stimmung mit einem Schuß Depressivität und Lebensunmut zu schätzen wissen.

Deadleft am 28.03.2004




Spielzeit

12:22 min


Erscheinungsjahr

1997


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Label

Black Hearts Records


Vergleichbarer Ohrenschmaus



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