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Andras # Die Rückkehr der dunklen Krieger

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Aus den tiefsten Winkeln des Erzgebirges kommt mit Andras eine Band hervorgekrochen, die, zumindest was die Stimme betrifft, alle Grenzen überschreitet und in Sachen Extremität wohl keine Konkurenz zu fürchten hat. Schon zu Beginn des ersten Songs 'Wenn die Sterne fallen' muß man wohl alle anatomischen Kenntnisse über die menschlichen Stimmorgane über Bord werfen, denn sage und schreibe 35 ununterbrochene Sekunden lang artikuliert Vocalist Black Abyss die Summe andras'scher Nonkonformität. Ich habe es bis dato nicht für möglich gehalten, solch garstig-krasse Laute ganz ohne Verzerrer aus den Stimmbändern herauszukitzeln. Man könnte es am ehesten noch mit den krächzenden Schreien eines erstickenden Kindes vergleichen.
Der Sound von Andras ist deutlich Heavy Metal beeinflußt. Vor allem die langen Gitarrensoli erinnern desöfteren an alte Zeiten. Ansonsten erzeugen typische Black Metal Gitarren eine eingängige Melodik. Trotzdem wird 'Die Rückkehr der dunklen Krieger' nicht so schnell langweilig, da Andras gekonnt mit ihren Fähigkeiten spielen und einen Song nicht nur aus eins zwei Riffs aufbauen. Das Tempo variiert öfters zwischen mittel und schnell, der Akzent liegt aber eindeutig auf den langsameren Stücken. Titel Nummer vier 'The True Darkness' erinnert auf frappierende Weise an Crematory. Der Kreischgesang weicht tiefen Growls und tiefe, schwere Riffs dominieren den Song. Die Texte sind, wie vielleicht schon deutlich wurde, teils in deutscher teils in englischer Sprache verfaßt. Aber egal welchen Worten man sich bedient, zu verstehen sind sie aufgrund der 'Vortragsweise' überhaupt nicht. Wer mir nicht glaubt, sollte sich das Lied 'Die erste Schlacht' anhören, in dem die Stimme recht deutlich im Vordergrund steht und bei entsprechender Gestaltung auch zu verstehen sein müßte.
Trotz aller Stärken, die dieses Album aufweist, haben Andras mit dem Stück 'Vollkommene Einsamkeit' noch einen totalen Reinfall draufgepackt. Von Keyboardsounds begleitet, hört man hier zu Beginn einen Monolog, der von einer Dame namens Demona vorgetragen wird. Das etwas Befremdliche daran ist, daß eben jene Demona ihren sächsischen Akzent nicht ganz verbergen kann, was zwar recht lustig klingt, in keiner Weise aber den so ernsthaften Themen wie Tod, Vernichtung und antichristlichem Kampf gerecht wird.
Alles in allem ist 'Die Rückkehr der dunklen Krieger' recht abwechslungsreich und spielerisch flexibel gestaltet. Allein an der Stimme werden sich die Geister wohl scheiden. Für die einen wird es wohl Kult, für die nächsten aber totaler Schwachfug sein. Andererseits, wäre die Stimme nicht so extrem, Andras hätten nur ein weiteres, wenn auch nicht hundsmiserables, letztendlich aber doch mainstream-konformes Album auf den Markt geschmissen.

Deadleft am 28.03.2004




Spielzeit

48:22 min


Erscheinungsjahr

1997


Label

Last Episode


Vergleichbarer Ohrenschmaus



Konzerte/Festivals mit Andras



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