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AEBA # Flammenmanifest (2)

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AEBAs zweites Output erscheint, wie auch der erste, auf dem vielgescholtene Label Last Episode, welches ja nicht gerade für erstklassige Qualität bekannt ist. So hatte auch der Erstling 'Im Schattenreich...' so seine Mängel, wußte aber dennoch zu gefallen. So machten AEBA sich auf mit 'Flammenmanifest' diese Mängel auszubessern, bzw. die Stärken zu perfektionieren.
Eine dieser Stärken ist es, gute Intros bzw. Outros zu erschaffen, wie es auf 'Flammenmanifest' wieder der Fall ist. Doch im Gegensatz zum ersten Album beginnt der danachfolgende Track nicht mit einem Blastbeat - Schrammelgitarren-Gewitter, sondern eher ruhig, verhalten, abwartend... Natürlich läßt das besagte Gewitter nicht lange auf sich warten, und setzt nach anderthalb Minuten ebenfalls ein. Der erste Song 'Seelenfrost' ist ganz annehmbar, es fallen viele Tempowechsel und besonders die Duette der beiden Sänger positiv auf. So etwas hat nicht jede Black-Metal Band.
Schon fällt auf, das die Truppe einen Schwachpunkt des Albums nicht hat ausmerzen können: Das Schlagzeugspiel. Die Trommel klingt wie auf 'Im Schattenreich...' sehr hölzern, ist zu laut und wirkt dadurch aufdringlich. Dies merkt man vor allem wenn es etwas schneller zur Sache geht, wo es sich auch sehr unbeholfen anhört. Eins muß man dem Drummer Nidhogg aber gutschreiben: Er kann, im Gegensatz zu vielen anderen Last Episode Bands das Tempo sehr gut halte, was man bei den langsameren Parts merkt. Ausgemerzt wurde aber, daß das Schlagzeug bei Blastbeats nicht mehr so arg neben allen anderen Instrumenten dahertrommelt. Der Sound geht bis auf die Snare in Ordnung, so wie es inzwischen Standart sein müßte, es aber immer noch nicht ist. Die anderen Songs sind ähnlich wie der Erste zu beschreiben, wobei die Duette der Sänger zunehmend weniger werden. Einer der Sänger dominiert den jeweiligen Song, der andere wirft nur ab und zu einen Textbrocken ein. Wo die Stimme des einen Sängers noch ganz OK klingt, tut die andere genau das Gegenteil. (Es ist nicht erkenntlich, welcher Sänger welchen Song singt, aber meine den, der 'Shadows over Gods Creation' und 'The Dark Manifestion' singt). Die Stimme ist sehr hoch, schwer verständlich und viel zu leise. Im letzten Song 'The Dark Manifestation' muß man schon ganz genau hinhöhren, um den Gesang wahrzunehmen. Vielleicht sollte man das in Zukunft unterlassen.
Eine weitere Besonderheit ist die Keyboarderin. Ja, richtig, eine KeyboarderIN. Das gab es zwar schon mal (Dimmu Borgir, es gibt mit ASTARTE auch eine komplette weibliche Band), aber man ist doch immer erstmal erstaunt, wenn man ins Booklett schaut, ohne die weiblichen Mitmenschen in irgendeiner Form zu diskriminieren. Sie versteht aber ihr Handwerk und sorgt mit gitarrenhinterlegenden Keyboardschwaden für eine recht schöne Atmosphäre, wenngleich das Keyboard auch etwas oberflächlich klingt. Interessant sind auch die Gitarrenriffs, die nicht NUR einen durchgehenden, rauschenden Klanghintergrund bilden. Schade ist allerdings, daß AEBA auf ein Instrumentalstück, wie auf dem Vorgängeralbum, verzichtet haben. Anspieltip: Song 2 'Winds of the Dusk'. Nicht all zu schnell, schön rocking, klingt nicht nach 08/15 Black-Metal und ist klares Highlight dieses Albums.
Es bleibt noch zu sagen, daß AEBA merklich Talent haben und wenn sie in die Hände eines größeren Labels gelangen würden, das sie RICHTIG fördert (von Last Episode hört man ja so einiges...), mal ganz Große werden könnten, denn es ist zu höhren, daß hinter diesem Album harte Arbeit steckt.

Turov am 28.03.2004




Titelliste

01. Until the Darkness... (Intro)
02. Seelenfrost
03. Winds of the Dusk
04. Shadows over gods Creation
05. Todeshaß (Of War and Darkness)
06. Inimicissimus
07. The dark Manifestion
08. ...never ends (Outro)


Spielzeit

48:44 min


Erscheinungsjahr

1999


Internetseite



Label

Last Episode


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