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Marduk # Nightwing

Cover: Marduk # Nightwing

Marduk sind mit Sicherheit eine der besten, erfolgreichsten und am meisten präsenten BM-Bands Schwedens. Musikalisch ist Marduks Schaffen von beeindruckender Qualität. Die Band begann, bevor sich mehr als nur ein paar Eingeweihte für dieses neue, böse Ding namens Black Metal interessierten, und ihre ersten beiden Platten 'Dark Endless' und 'Those of the Unlight' heben sich dementsprechend auch deutlich vom rasanten Geklirre ab, das später ein Synonym für Black Metal werden sollte. Doch spätestens mit 'Opus Nocturne' bewiesen sie, daß sie auch in der Hochgeschwindigkeitsliga mitspielen können.
Nun denn: 'Nightwing' ist in zwei Kapitel unterteilt. Das erste, 'Dictionnaire Infernal' beschäftigt sich mit dem Mardukschen Standartthema, dem Satanismus. Nach einem Intro geht es dann nähmlich drei Lieder lang heftig zur Sache: Es wird geknüppelt, was das Zeug hält, das ganze wird gepaart mit verbalen Hasstiraden bezüglich des Christentums. Das merkt man schon an den Titeln der Songs: 'Of Hells Fire' oder 'Slay the Nazarene'. Da in den Songs ( evnt. bis auf 'Of Hells Fire') gnadenlos in gleichem Tempo durchgekloppt wird, kommt eventuell hier und da etwas Langeweile auf. Zwischen den beiden Abschnitten der Songs findet sich der Titeltrack von Nightwing. Er beginnt recht verhalten, artet dann aber natürlich in die selbe Blastbeat-Orgie aus, wie bei den vorangegangenen Tracks. Dieser Song enthält ein ziemlich mieses Gitarrensolo. Also, das war echt ein 'Griff ins Klo'. Vielleicht ist das der Grund dafür, das der Song nicht auf dem Backlay verzeichnet ist? Nun steht Kapitel 2 von 'Nightwing' an. Es heißt 'The Warlord of Wallachia' und handelt vom guten, alten Vlad Tepes, der als Graf Dracul in die Analen eingegangen ist. Begonnen hat dies ja schon auf dem 'Heaven Shall Burn' Album mit dem Song 'Dracul uh Domni Din Nou in Transilvania', der vom jungen Vlad Tepes berichtet. Also, wenn mich jetzt wieder solch eine eintönige Klopperei wie im ersten Teil des Albums erwartet, wird mir der Spass echt zu langwielig! Aber nein. 'Dreams of Blood and Iron' ist ein durchgängiger mid-Tempo Song. Und gelungen ist er auch! Die restlichen Songs sind was das Tempo betrifft sehr variabel, was 'The Warlord of Wallachia' sehr hörenswert macht.
Sehr gut ist dann noch der Sound. Die Rythym-Gitarre geht richtig ins Mark. Lediglich die High-Hits des Schlagzeuges sind etwas zu sehr im Hintergrund. Keyboards gibt´s auf einem Marduk Album natürlich nicht. Gefallen tut mir dann noch die Stimme des Sängers, die fast schon furchteinflößend wirkt. Nicht so doll ist das Booklet, nicht, was das Artwork betrifft! Das Booklet ist eine Art Faltblatt, was ausgezogen über einen halben Meter lang ist. Nicht gerade die beste Lösung, weil sehr unhandlich.
Also, wenn das stupide Durchgeknüppel der ersten vier Songs nicht wär, und diese das Niveau der des zweiten Kapitels hätten, wäre 'Nightwing' richtig Klasse. Ich hoffe das nächste Album 'Panzer Division Marduk' wird etwas abwechslungsreicher.

Turov am 05.04.2004




Titelliste

01. Preludium
02. Bloodtide (XXX)
03. Of Hells Fire
04. Slay The Nazarene
05. Dreams Of Blood And Iron
06. Dracole Wayda
07. Kaziklu Bey (The Lord Impaler)
08. Deme Quaden Thyrane
09. Anno Domini 1476


Spielzeit

47:30 min


Erscheinungsjahr

1998


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Label



Vergleichbarer Ohrenschmaus



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