Argh! Argh! Aaaarghhh! Suchen | Kontakt | Impressum
Kopfbild
Startseite | A | Abigor | Channeling the Quintessence of Satan

.:: True :: UnTrue ::.

» Schnellauswahl «
A B C D
E F G H
I J K L
M N O P
Q R S T
U V W X
Y Z Andere
Splits Sampler

Berichterstattung
  · Konzertberichte
  · Konzertfilme
  · Gespräche
  · Hören & Sehen
  · Streitfälle

Vönger
  · Kommerz   · Personal
  · Marschmusik
  · Selbstdarstellung
  · Familienalbum
  · Karriere

» Schnellsuche «

Abigor # Channeling the Quintessence of Satan

Cover: Abigor # Channeling the Quintessence of Satan

Veröfentlichen Abigor mit 'Channeling the Quintessence of Satan' nach den schwächeren Alben 'Opus IV' und 'Supreme Immortal Art' endlich einen würdigen Nachfolger zu Nachthymnen? Nun wir werden sehen.
Meine Hoffnungen werden bereits beim Anspielen des ersten Songs gnadenlos zerstört. Ist das Intro noch relativ originell gemacht, erwartet den Hörer zu allererst ein grottenschlechter Soundbrei, wie man ihn von mittelprächtigen Demo-Tapes her kennt. Die Lead-Gitarre ist arg in den Vordergrund geraten, so daß sie fast schon die Rhythymus-Gitarre übertönt. Und vor allem: Wie zum Henker hört sich die Lead-Gitarre an? Die ist extrem hoch gestimmt. Besonders schlimm, ja schon fast nervtötend ist dies beim 4. Song 'Wildfire and Desire'. Nicht-Kenner könnten diese z.B. beim 1. Song 'Dawn of Human Dust' für einen Dudelsack halten! Dann ist die Stimme des Sängers, Thurisaz, viel zu sehr in den Hintergrund geraten, so daß man kein Wort von dem, was er singt, versteht. Ist ja nichts besonderes, werden viele jetzt denken, aber die Texte sind im Booklet nicht abgedruckt, was inzwischen eigentlich Standard ist. Soundmäßig relativ gut ist das Schlagzeug, was den Gesamteindruck noch einigermaßen rettet.
An der spielerischen Klasse der Instrumente ist eigentlich nichts auszusetzen. Das Schlagzeug ist, wie immer bei Abigor, richtig gut; die Melodieführung beider Gitarren ist auch akzeptabel. Zum Bass kann ich nichts sagen - man hört ihn nicht! Keyboards zur Begleitung des Gitarrenspiels fehlen im Gegensatz zu allen anderen Abigor-Outputs völlig. Das Songwriting ist etwas eintönig, aber nicht langweilig. Ich denke, diese Eintönigkeit wird durch diese nervig-sägende Lead-Gitarre ausgelöst, da so alle Songs relativ gleich klingen. Ansonsten enthalten die Songs viele Tempo- und Rhythmuswechsel - Abigorstandard.
Der beste Song dieses Albums ist mit großem Abstand der 6. Titel 'Demons Vortex'. Er hat eine schöne, teilweise melancholische Melodieführung und abwechslungsreiches Drumming. Außerdem ist im späteren Verlauf die angesprochene Lead-Gitarre etwas mehr im Hintergrund. Wurden die eingespielten Samples, Texte.. auf 'Supreme Immortal Art' noch als gut befunden, sind sie auf diesem Werk irgendwie Fehl am Platze und eigentlich auch überflüssig. Bemerkenswert ist dann noch der 8. und letzte Song 'Pandora's Miasmic Breath', bei dem ich erst dachte, das wäre ein Cover von Darkthrone zu 'A BLaze in the Northern Sky'-Zeiten. Es klingt nämlich komplett anders als die sieben übrigen Songs auf 'Channeling the Quintessence of Satan'. Aber im Booklet ist nichts von einem Cover vermerkt...Hm.
Da ich gerade vom Booklet spreche: dessen Artwork ist eine Klasse für sich. Ein brauner, marmorartiger Hintergrund, verziert mit feinen Zeichnungen - Klasse. Auch sind dort hübsche Gemälde abgebildet. Aber, man findet im Booklet einen langen Text, der für mich irgendwie nichts mit dem Album zu tun hat. Und nirgendwo eine Spur von Songtexten.
Tja, wenn Abigor auf diesem Niveau weiter agiert, werden sie sich bald sehr viele Sympathien verspielt haben. Die ganz oben angesprochenen letzten Alben waren nun ja auch nicht das Wahre, aber das hier ist echt unter aller Kanone. Einzelne Ideen der Songs sind ja in Ansätzen ganz gut, aber was die Österreicher da mit dem Sound verbrochen haben, entzieht sich jeder Beschreibung. Das Ganze klingt lieb- und lustlos dahingeschreddert, so nach dem Motto:' Ooooch nee, müssen wir SCHON WIEDER ein Album machen?'. Das mit dem Sound ist echt eine komische Sache, war er doch auf 'Orkblut' oder 'Nachthymnen' sehr gut UND sie haben das Studio (Hoernix) NICHT gewechselt. Müssen Abigor jetzt den 'Obertruen' raushängenlassen und deswegen so einen Garagensound abliefern? Es könnte aber auch sein, daß das Album unter Zeitdruck entstanden ist. Ein Indiz dafür ist der 8. Song, der eindeutig nicht von der selben Recording-Session stammt und wohl zur Aufbesserung der Gesamtspielzeit herangezogen wurde. Also, selbst als Abigor-Sympathisant kann ich hierfür beim besten Willen keine Kaufempfehlung ausprechen.

Turov am 10.03.2004




Titelliste

01. Dawn Of Human Dust
02. Pandemonic Revelation
03. Equilibrium Pass By
04. Wildfire And Desire
05. Utopia Consumed
06. Demon's Vortex
07. Towards Beyond
08. Pandora's Miasmic Breath


Spielzeit

42:00 min


Erscheinungsjahr

1999


Internetseite



Label



Vergleichbarer Ohrenschmaus



.:: zurück :: nach oben ::.

© 1996-2012 Vönger
erstellt durch dunkelland - metalArt
Unser RSS-Feed Get Firefox