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Gaahlskagg / Stormfront # Split MCD

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Mensch, ich habe mal in Gaahlskaggs Full Length Album 'Erotic Funeral' reingehört und ich fand es eher scheiße, aber die beiden Songs plus Intro, die Gaahlskagg hier liefern, sind nicht von schlechten Eltern.
Geboten wird, man h√∂re und staune, true, evil Norwegian Black Metal. Aber die Songs sind wirklich nicht schlecht und nicht so mit Gewalt in diese Norwegenecke gedr√ľckt. Ich will damit sagen, dass sie eine gewisse Eigenst√§ndigkeit vorweisen k√∂nnen, obwohl man leicht an Gorgoroths 'Under the Sign of Hell' erinnert wird, wohl wegen Gaahls Stimme. 'Skullfuck' ist recht abwechslungsreich, es gibt einen ruhigen, von einer Akustikgitarre dargebotenen Mittelteil und ein ideal eingesetztes Drumsolo am Ende. Nur 1.48 Minuten lang ist der zweite Song 'N-13', bei dem aber immerhin auch eine Frauenstimme zu Wort kommt.
Ich wei√ü nicht recht, wie ernst man 'Gaahlskagg' nehmen kann. Man braucht sich nur den Titel anschauen, und man kommt schon ins Gr√ľbeln. Im Booklet steht au√üerdem 'Vocal: GAAHL appear as ONKEL' und 'Guitars: SKAGG appear as 'HERR EKKEL''. H√§? Was hat das zu sagen? Auch das Cover ist f√ľr ein norwegische Black Metal Ver√∂ffentlichung recht seltsam geraten. Nun denn, Gaahl und Skagg werden sich schon was dabei gedacht haben.
Wer h√§tte gedacht, dass es so etwas wie Stormfront noch gibt! Richtiger, norwegischer Black Metal, der so klingt, wie es diverse Vorreiter Anfang der 90er taten! Der Sound ist nach heutigen Ma√üst√§ben eher bescheiden, die Gitarren agieren im Hintergrund und lassen sich kaum differenzieren und die Stimme des S√§nger ist vordergr√ľndig. Die Stimme klingt aber so geil, man kann sie mit der von Shagraths auf Dimmu Borgirs 'Stormblast' vergleichen, nur noch finsterer und b√∂ser. Das klingt wirklich extrem geil. Die norwegischen Lyrics passen dazu, wie die Faust auf's Auge. Der erste Song 'Styggmyrs Triumf' beginnt recht schnell, ich sage mal 'Darkthrone-Tempo' und verf√ľgt √ľber eine geniale Melodie der Leadgitarre, die nur ganz leise zu vernehmen ist, aber an der h√§ngt sich irgendwie der ganze Song auf. Sie ist der rote Faden, der sich durch den Song zieht, √§hnlich wie bei Darkthrones 'Transylvanian Hunger'. Zum Ende hin wird der Song langsamer, den lyrischen Part √ľbernimmt nun eine dunkle Sprechstimme. Dieser Schluss ist perfekt. Der zweite und leider schon letzte Song ist anf√§nglich von langsamerer, ruhigerer Natur. Er erinnert mich an Dimmu Borgirs 'Broderskapets Ring', allerdings ohne Keyboards, was den Song um einiges k√§lter und atmosph√§rischer macht.
Ich hoffe, dass dies nicht das einzige bleibt, was man von Stormfront h√∂ren kann. Ich hoffe auch, dass sie gute Kritiken nicht dazu befl√ľgeln, an ihrem Stil zu basteln und anfangen, Keyboards oder irgendwelche Fremdeinfl√ľsse in ihre Songs zu setzen. Bleibt blo√ü eurem Stil treu!

Turov am 04.04.2004




Spielzeit

15:00 min


Erscheinungsjahr

1998


Label



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