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Drautran # Unter dem Banner der Nordwinde

Cover: Drautran # Unter dem Banner der Nordwinde

Unter dem Banner der Nordwinde ist das Debütalbum der Kieler Band. Die acht Mannen von Drautran haben es geschafft, eine sehr große Menge an Sounds so virtuos zu arrangieren, dass ein sehr atmosphärisches Gesamtwerk herausgekommen ist, dem es weder an Härte und Brutalität noch an Abwechslung und hymnischer Schwebung oder nordischer Kälte fehlt. Das Instrumentarium weist über die 'normale' Bestückung hinaus gehend noch Keyboard, Akkustik-Gitarren, Flöte (und sogar ein Bodhrán?) auf. Wobei man dem Verdacht deutlich widersprechen muss, dass es sich hier um eine Folkmetal-Band handelt. Sie selbst nennen ihre Musik Nordsturm-Metal und das trifft es wohl ziemlich genau auf den Punkt.
Mit Titeln wie 'Sturmflut' und die 'Die Walstatt Svolder' behandeln die Nord-Metaller vor allem die nordische Mythologie und die vernichtende Macht der See, vermittelt in düster formulierten Texten. Ihr Sound besitzt sehr viel Weite und spielt sehr durchdacht mit dem Verhältnis von Hintergrundmusik und präsenter Musik im Vordergrund. Die Stereokanäle werden teils dezent, teils stilprägend in die Musik mit einbezogen.
Mit dem Trommler namens 'Orloc' hat die Band einen Verfechter der Rhythmusgruppe, der sein sich über das gesamte Freqenzspektum erstreckendes Instrument, wie ein Berserker bearbeitet und nicht nur für schnelle Rhythmuswechsel und hart geknüppelte Passagen sorgt, sondern ebenfalls den getragenen Fluss der Klänge gekonnt unterstützt. Die Vocals der beiden Shouter (und diverser Gaststimmen!) reichen in sehr abwechslungsreicher Weise von gekreischten, über gerufene, geflüsterte und gesprochenen Passagen bis hin zu melodischem Chorgesang. Auch tiefe Growls sind stellenweise in die Musik mit eingebracht. Alles dies wirkt nicht bloß aufgesetzt, sondern sehr durchdacht eingesetzt.
Die Band verzichtet fast vollständig auf eingängige vordergründige Melodien. Stattdessen wird ein sehr atmosphärischer, reißender Strom von Musik geboten, der einige kleine, kaum hörbare aber doch vorhandene Sounds mit sich reißt. Durch die geschickte Aufteilung von Frequenzbereichen, Lautstärken und sehr weiter Räumlichkeit, wodurch die Instrumente (wenn es die Musik fordert) dennoch sehr gut differenzieren sind, vermittelt einem die Musik den Eindruck, wirklich mitten drin zu stehen, in den Geschichten von grausamen See-Schlachten, Eisstürmen und frostigen Infernos.
Einen Einschnitt in der CD bildet der fünfte Track, eine Lied names 'Framentanz'. Dieses komplette unplugged Stück ist, wenn auch eine schöne folkloristische Zwischensequenz, doch recht unpassend im Kontext der CD, vor allem, da natürlich die Ausnutzung des Klangspektums eine völlig andere ist, und die sonst leise eingestreuten Akkustik-Gitarren auf einmal sehr laut sind, was einen deutlich rausreißt aus dem dahinströmenden Gesamtwerk der CD (in anderem Zusammenhang trotzdem ein sehr schönes Stück). In besagtem Stück sind zudem leichte rhythmische Ungenauigkeiten zu hören, was allerdings zu verzeihen ist, da das Lied mit mehreren echten Tempowechseln arbeitet.
Wenn sich die knallharten Nord-Metaller nicht von Musiker-Routine befallen lassen, haben wir wohl noch sehr großes (und sehr eigenes) von der Truppe zu erwarten, die sich wirklich in ihrem sehr räumlichen Stil abhebt aus der Masse der bösen nordischen Bands.
Abschließend lässt sich sagen, dass die CD wohl für jeden ein Leckerbissen ist, der gnadenlos harte, dunkle und nordisch-kalte Musik sucht, die mit einem tollen Sound (alles andere als schrottig, aber auch nicht klinisch-steril) produziert wurde und trotzdem von einer noch recht unbekannten Band kommt, die die Nordmusik sehr solide und beeindruckend umsetzt, und sanfte Klänge durchaus anspielt ohne aber dem Trend zur besinnlicheren Metal Musik zu folgen. Fans der trendigen, sterilen keyboard-dominierten Blackmetalbands sollten sich den Griff nach diesem Getose besser sparen. Spektrum: von pompös, episch oder brutal chaotisch bis schleichend, leise und hinterhältig.

Gåtefull Lyset am 04.04.2004




Titelliste

01. Prolog: Die Seidr-Kunst
02. Unter dem Banner der Nordwinde
03. Deiciamus in Nihilum
04. Sturmflut
05. Framentanz
06. Der erste Nachtfrost
07. Die Walstatt Svolder
08. Epilog: Die Tore der Nacht


Spielzeit

37:57 min


Erscheinungsjahr

2000


Internetseite



Label

Eigenproduktion


Vergleichbarer Ohrenschmaus



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