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Dødheimsgard # 666 International

Cover: Dødheimsgard # 666 International

Hm, Dødheimsgard... haben die nicht mal Black Metal gespielt? Also dieses Release, das ich zum Glück nur als Promo-CD besitze, ist mir nicht so ganz geheuer. Das liegt an der von Grund auf umgekrempelten musikalischen Ausdrucksform der live mittlerweile in Jogginghosen kombiniert mit Patronengurten und grellbunter Gesichtsbemalung auftretenden Norweger ? man kann schon nicht mehr von einem Einbringen stilfremder Elemente in die Musik - wie das bei anderen Bands so der Fall sein mag ? sprechen. Das hier stellt eine Komplettveränderung dar.
Die Musik baut sich aus Gitarrenfetzen und futuristischen Keyboardklängen, zusammen mit einer seltsamen Brüll-Stimme über, stellenweise recht harsche, elektronische Beats gelegt, auf. Wenn die Stereoanlage den Silberling geschluckt hat, wundert man sich erst einmal sicher über die Anzeige von 66 Liedern in 66 Minuten und 6 Sekunden, dies erweist sich jedoch als Scherz, denn 56 Lieder à sechs Sekunden sind nur Leerlauf. Von den restlichen zehn sind zwei reine Klavierstücke ? zwar ganz nett als Hintergrundbeschallung, aber technisch recht anspruchslos.
Also bleiben wir bei den acht übrigen: die beginnen zum Teil recht verheißungsvoll, man denkt jetzt legen sie mal los, dann verliert sich aber alles wieder nach einem schnellen Break in grausigem Singsang, der komische Texte über Aliens, Asmodeus und Superhelden zu irgendwelchem Elektronikgeblubber im Hintergrund vorträgt. Sicher, das ist keine objektive Kritik, ich kann und will den Mannen um Aldrahn auch gar nicht die Fähigkeit absprechen, Songs zu schreiben, die ihnen gefallen mögen. Aber ich kann mir den Großteil dieser CD einfach nicht anhören, bei dem zehnminütigen Opener helfen da auch keine noch so harten Klangeruptionen, die immer wieder eingebaut werden. Es ist auch schwer, diese Musik zu beschreiben ? für 'Open-minded metalheads', wie man es im Rahmen der letzten Ulver-Veröffentlichungen formuliert hat (die ja auch aufs Elektronische umgesattelt sind, was bei denen aber wesentlich verträglicher klingt), mögen diese Klänge ja ansprechend sein. Ich kann damit nichts anfangen, obwohl ich Industrial/EBM grundsätzlich nicht abgeneigt bin.
Statt weiterer Kritik gilt es nun noch mal Satyrs Label Moonfog einen Seitenhieb zu verpassen, das sich wie seine Hauptband Satyricon und eine Menge der anderen Projekte und 'Gruppierungen', die auf diesem Label veröffentlichen, schlagartig vom 'wahren Black Metal', den es sich früher noch ach so groß auf seine Fahne gepinselt hat, abgewendet hat und neuerdings auf 'zeitgemäße' Musik setzt. Ich nenne da nur Thorns (neues Album ebenfalls mit Elektroklängen vollgestopft), Gehenna (neuerdings Death Metal), Khold und nicht zu vergessen das radiotaugliche neue Darkthrone-Album. Man sollte sich da oben in Norwegen nur einmal fragen, was das noch mit der ursprünglichen Motivation der Labels und dem Verhältnis von gesetztem Anspruch und Wirklichkeit auf sich hat.

Herjulf am 04.04.2004




Titelliste

01. Shiva Interfere
02. Ion Storm
03. Carpet Bombing
04. Regno Potiri
05. Final Conquest
06. Logic
07. Sonar Bliss
08. Magic
09. Completion


Spielzeit

66:06 min


Erscheinungsjahr

1999


Label



Vergleichbarer Ohrenschmaus



Konzerte/Festivals mit Dødheimsgard



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